NÄCHSTES SPIEL

 

Regionalliga West
Sa, 25. Feb., 19.15 Uhr

(SH Riedenburg) 

 

UHC Salzburg

Edelweiß Linz

Unteres Play-off 2011/2012

Samstag, 18. Februar (Traun):

Oberösterreichische Landesliga, Unteres Play-off:

 

SK Traun 1 – UHC Salzburg 31:29 (11:16)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (9), Pac (6), Kschwendt (4), Augustinus Untersteiner, Sperr (je 3), Severin Huber (2), Hofmann, Mathias Schmied (je 1), Schär; Tor: Manhart.

 

Nicht ganz unerwartet setzte es am Samstag mit dem 29:31 (16:11) in Traun die erste Play-off-Niederlage für den UHC Salzburg. Zum einen hatten sich die Trauner bislang im Play-off weit unter Wert verkauft, zum anderen musste der UHC einmal mehr mit Kaderproblemen kämpfen, die sich mit Fortdauer des Spiels immer stärker bemerkbar machten. So demonstrierten die Salzburger zwar mit einer 16:11-Führung zur Halbzeit, dass ein Sieg durchaus möglich gewesen wäre, als Traun allerdings in der 42. Minute erstmals mit 22:21 in Führung ging, gelang es dem UHC Salzburg nie mehr so richtig, zurück ins Spiel zu kommen. Traun zog mit 26:23 davon, es folgte ein kurzes Aufbäumen des UHC bis zum 26:26 (54.), doch postwendend gelang es den Oberösterreichern wieder, bis zur 58. Minute mit fünf Toren in Folge vorentscheidend auf 31:26 davonzuziehen. Zwar versuchten die Salzburger noch mit Manndeckung – ähnlich wie in Wels – einen Punkt zu retten, doch mehr als der 29:31-Endstand war nicht mehr drin.

 

Fazit: Einmal mehr zeigten die mitgereisten zehn Spieler, dass es beim UHC nur selten am Kampfgeist mangelt, allerdings fehlte es dem UHC-Kader diesmal vor allem an Rückraumspielern. Zum Glück waren der wieder sehr starke Lukas Schnöll (studiert in Innsbruck) und der in England studierende Severin Huber dank der Semesterferien in Salzburg, sonst wäre Niki Hofmann der einzige gelernte Rückraumspieler gewesen. Als sich jedoch Hofmann bei einem Zusammenprall verletzte und bei seinen Nebenleuten bisweilen die Kräfte schwanden, war schnell klar, dass "nur" drei Rückraumspieler eben doch zuwenig für eine konkurrenzfähige Mannschaft sind. Die Salzburger Aufbaureihe musste mit Fortdauer der Partie mit Flügel- und Kreisspielern improvisieren, die Fehlwürfe häuften sich und Traun war – wie befürchtet – stark genug, um aus diesem Vorteil Kapital zu schlagen (in Form von Kontertoren oder durch ein Ausnutzen der sich häufenden Unkonzentriertheiten in der UHC-Abwehr). Auch die starke Abwehrleistung von Youngster Augustinus Untersteiner, die wieder sehr starke Partie von Routinier Stefan Pac sowie der stets brandgefährliche Lukas Schnöll, der von Traun zwischenzeitlich sogar manngedeckt wurde, konnten die erste

Play-off-Niederlage letztlich nicht verhindern.

Sonntag, 29. Jänner (Wels):

Oberösterreichische Landesliga, Unteres Play-off:

 

SG Wels/Lambach – UHC Salzburg 33:33 (16:18)

UHC-Kader (Tore): Pac (11), Ullrich (8), Rusche (5), Lukas Schnöll (4), Sperr, Christian Schnöll (je 2), Hofmann (1), Kschwendt, Mark Feichtinger, Schär; Tor: Matthias Schmied (37. – 48.), Manhart (1. – 36., 49. – 60.)

 

Der erste von drei Play-off-Durchgängen ist zu Ende, und die Handballer des UHC Salzburg dürfen als Tabellenführer auf einen erfolgreichen Auftakt zurückblicken. Nach drei Siegen wurde bei der ebenfalls ungeschlagenen SG Wels/Lambach nach wechselhaftem Spielverlauf ein ebenso glücklicher wie verdienter Punkt erkämpft – der erste Punkgewinn der Salzburger gegen Wels/Lambach seit Oktober 2009. Nachdem der UHC in der ersten Hälfte schon selbst mit 17:13 geführt hatte, diesen Vorsprung aber wieder verspielte, gelang es den Schützlingen von Michael Huber in den letzten eineinhalb Minuten mit Manndeckung aller Gegenspieler einen Drei-Tore-Rückstand wettzumachen und von 30:33 auf 33:33 zu stellen. Den Ausgleich erzielte Flügel-Routinier Christian Schnöll drei Sekunden vor dem Spielende nach einem Einlauf an den Kreis und schönem Zuspiel von Lukas Schnöll. Die stärksten UHC-Spieler in Wels waren Topscorer Stefan Pac, der am linken Flügel kaum Fehlwürfe zu verzeichnen hatte, sowie der meist nur durch Fouls zu stoppende Aufbau-„Wirbelwind“ Tobias Ullrich, gegen den die SG Wels/Lambach bis zum Schluss kein Rezept fand. In der zwischenzeitlich recht harten Partie sprachen die Schiedsrichter insgesamt 19 Zeitstrafen bzw. drei rote Karten aus.

 

Zum Spiel: Der UHC Salzburg konnte in diesem Spitzenspiel wieder mit dem

aus Studiengründen nur sporadisch auflaufenden Lukas Schnöll antreten, dieser harmonierte im Rückraum aber bestens mit seinen Nebenleuten Ullrich, Feichtinger und Hofmann (wobei Mark Feichtinger leider wegen einer Verletzung frühzeitig vom Feld musste und nicht mehr eingesetzt werden konnte). Die Hauptrolle im Salzburger Angriff spielten allerdings Flügel-Routinier Stefan Pac mit seinem wohl stärksten Saisonspiel und insgesamt elf Treffern sowie der aus Ingolstadt zum UHC gekommene Tobias Ullrich, der sowohl als Torschütze als auch als Vorbereiter glänzte – eine tolle Verstärkung für das Salzburger Team.

 

Da beide Mannschaften an diesem Tag bessere Angriffs- als Verteidigungs-leistungen boten, wogte die Partie vom Start weg hin und her. Einmal konnten sich die Gastgeber mit 9:6 absetzen, dann lag wieder der UHC mit 17:13 in Führung. Da die Abwehrspieler beider Teams bisweilen mit ihren Gegnern überfordert waren, sprach das sehr gute Schiedsrichter-Duo Schneider/Lang konsequent eine Vielzahl an Zweiminuten-Strafen aus. Dadurch taten sich die jeweiligen Angreifer natürlich noch leichter, durch die „gelichteten“ Defensivreihen durchzubrechen. Der UHC verabsäumte es in dieser Phase trotz guter Möglichkeiten, die 17:13-Führung bis zur Pause weiter auszubauen, kassierte noch einige „dumme“ Gegentore und ging letztlich „nur“ mit einer 18:16-Führung in die Halbzeit. Dies sollte sich gleich nach der Pause rächen, denn wie so oft legte Wels/Lambach nach dem Seitenwechsel einen Blitzstart hin und drehte die Partie vom 16:18 zu einer 23:19-Führung. In weiterer Folge pendelte der Vorsprung der Gastgeber stets zwischen 1 und 4 Toren. Der UHC Salzburg kam zwar in der 54. Minute wieder bis auf 30:31 herankam, der Ausgleich wollte aber partout nicht gelingen, und die SG Wels/Lambach zog ihrerseits wieder auf 33:30 davon. Die Salzburger mussten somit volles Risiko gehen und stellten nach einer Auszeit von UHC-Coach Michael Huber in den Schlussminuten auf Manndeckung aller Gegenspieler um. Das Risiko wurde belohnt, Wels/Lambach wurde mit jedem Gegentor nervöser und nachdem der Welser „Aufbaubomber“ Adrian Röthig zweimal vergeben hatte, gelang dem UHC drei Sekunden vor dem Spielende sogar noch der viel bejubelte Ausgleich.

 

Fazit: Der Punktgewinn war gleichermaßen verdient wie glücklich – über die gesamten 60 Minuten waren beide Teams ebenbürtig, doch nach permanentem Rückstand in der zweiten Hälfte hatte es kaum noch nach einem Zähler für den UHC ausgesehen. UHC-Goalie Thomas Manhart: „Ich habe diesmal eindeutig zu viele haltbare Tore bekommen und muss mich bei der Mannschaft bedanken. Der Kampfgeist aller Mitspieler und der Einsatz bis zum Schluss waren wirklich toll.“

Donnerstag, 19. Jänner (Vöcklabruck):

Oberösterreichische Landesliga, Unteres Play-off:

 

Union Vöcklabruck – UHC Salzburg 20:23 (10:11)

UHC-Kader (Tore): Ullrich, Zeppezauer, Rusche (alle 4), Pac, Hofmann (je 3), Sperr, Michael Untersteiner (je 2), Christian Schnöll (1), Schär, Schmied, Augustinus Untersteiner; Tor: Miladic (42. – 60.), Manhart (1. – 41.)

 

Dritter Sieg im dritten Play-off-Spiel für den UHC Salzburg – aber die Partie in Vöcklabruck war der erwartet schwere Gang für das vor allem im Rückraum stark geschwächt angetretene Gästeteam. 60 Minuten lang konnte sich keine der beiden Mannschaften mit mehr als drei Toren absetzen – bei immer wieder wechselnder Führung. Während sich die Abwehrreihen und vor allem die Torhüter beider Teams ein ums andere Mal positiv in Szene setzen konnten, war das Angriffsspiel – sowohl von Vöcklabruck als auch vom UHC Salzburg – zumeist von Ideenlosigkeit und/oder Einzelaktionen geprägt. Spielerische Leckerbissen bekam das Publikum in dieser Partie nur selten zu sehen, und wenn, dann eher von Seiten des UHC. Der knappe Salzburger 23:20-Sieg ging somit genau in dieser Höhe in Ordnung.

Zum Spiel: Die Anfangsphase der Begegnung stand im Zeichen der Schiris, der Torhüter und der vergebenen Torchancen. Die Schiedsrichter verschafften sich von Beginn an Respekt, versuchten jede Kritik im Keim zu ersticken und verteilten anfangs die Zeitstrafen im Minutentakt, sodass einmal nur noch drei UHC-Spieler gegen vier Vöcklabrucker auf dem Feld standen. Torchancen gab es somit in der ersten Viertelstunde genug, aber auf beiden Seiten hielten die Goalies mehrere Tempogegenstöße und Würfe frei vom Kreis.

 

Etwas nervöser wirkte zu diesem Zeitpunkt der UHC, der in der Vergangenheit meist als klarer Favorit nach Vöcklabruck gereist war und sich erst auf die neue Situation eines von Anfang bis Ende ausgeglichenen Matches einstellen musste. Vöcklabruck spielte in dieser Phase cooler und nutzte die Fehler der UHC-Akteure zur zwischenzeitlichen 9:6- und 10:7-Führung. Nach einem Team-Time-out durch UHC-Coach Michael Huber ging die Salzburger Mannschaft dann aber mit mehr Konzentration und Leidenschaft in die fünf Schlussminuten der ersten Halbzeit und konnte den Spielstand bis zur Pause noch zu einer 11:10-Führung drehen. Einen gelungenen Einstand feierte in dieser Phase der frisch eingewechselte Flügelspieler Martin Sperr, der trotz eines bis dato starken Vöcklabrucker Torhüters gleich zwei Treffer in Folge zum 8:10 und 9:10 erzielen konnte. Entscheidend für die Halbzeit-Führung des UHC war auch die Tatsache, dass die Salzburger den Vöcklabrucker Topscorer Martin Gabeder, der überlegen die Play-off-Torschützenliste der Liga anführt, relativ gut im Griff hatten – zum einen durch konsequente Abwehrarbeit und Torhüter-Paraden, zum anderen durch eine später folgende Manndeckung (Gabeder erzielte nur zwei Tore in Hälfte eins bzw. fünf Tore in Hälfte zwei).

 

Stichwort zweite Hälfte: Nach einem neuerlichen Hin und Her zu Beginn des zweiten Spielabschnittes lag der UHC noch einmal kurz in Rückstand (12:13), setzte die Partie aber dann mit jener Einsatzbereitschaft fort, mit der das Spiel bereits gegen Ende der ersten Spielhälfte gedreht worden war. Tobias Ullrich und Niki Hofmann hatten auf UHC-Seite ebenso starke Momente wie Patrick Zeppezauer und Steve Pac (der nach Anspiel von Hofmann mit einem "Flieger" das schönste Tor des Spiels erzielte). Eine 17:14- und 18:15-Führung war der Lohn der Salzburger Bemühungen, in die sich auch der in der 42. Minute eingewechselte UHC-Goalie Alexander Miladic mit sehr starken Paraden einschaltete. Entschieden war mit diesem Vorsprung freilich noch nichts, denn diesmal kämpfte sich das Team aus Vöcklabruck durch drei Gabeder-Tore in Serie erfolgreich bis zum 20:20-Ausgleich zurück. Ein Alleingang von Ullrich, ein verwandelter Siebenmeter von Pac sowie eine weitere erfolgreiche Aktion von Ullrich brachten den UHC schließlich entscheidend mit 23:20 in Führung. Die letzten Wurfversuche der Oberösterreicher hielt Goalie Miladic sicher und damit den verdienten Sieg fest.

Samstag, 14. Jänner (Salzburg, SH Riedenburg):

Oberösterreichische Landesliga, Unteres Play-off:

 

UHC Salzburg – HC Eferding 34:23 (20:10)

UHC-Kader (Tore): Ullrich (8), Mark Feichtinger (7), Zeppezauer (6), Pac (5), Rusche (3), Sperr, Hofmann (je 2), Schär (1), Pfleger, Augustinus Untersteiner, Schmied; Tor: Miladic.

 

Die Handballer des UHC Salzburg präsentieren sich auch nach der Feiertagspause in guter Form – trotz Personalsorgen gab es mit dem 34:23 (20:10) über den HC Eferding im zweiten Spiel den zweiten Kantersieg. Dabei zeigte die Mannschaft von Coach Michael Huber eine geschlossen gute Teamleistung – angefangen von Goalie Alexander Miladic über den in Angriff und Verteidigung gleichermaßen starken Mark Feichtinger (7 Tore) bis hin zu den weiteren Topscorern Tobias Ullrich (8 Treffer, davon 5 Siebenmeter) und Patrick Zeppezauer (6 Tore).

 

Dass der Sieg deutlich höher als erwartet bzw. erhofft ausfiel, lag vor allem an einer starken Viertelstunde in der ersten Hälfte. Zwischen 16. und 30. Minute erhöhte der UHC Salzburg seine Führung bereits entscheidend von 9:6 auf 20:10. Im munteren Hin und Her der zweiten Hälfte beschränkten sich die Gastgeber dann vorrangig darauf, das Spiel zu kontrollieren und das Ergebnis zu verwalten.

Sonntag, 18. Dezember (Salzburg, SH Riedenburg):

Oberösterreichische Landesliga, Unteres Play-off:

 

UHC Salzburg – SK Traun 1 40:28 (22:13)

UHC-Kader (Tore): Ullrich, Pac (je 9), Christian Schnöll (6), Zeppezauer,

Sperr (je 4), Mark Feichtinger, Michael Untersteiner (je 3), Kschwendt (2);

Tor: Miladic (53. – 60.), Manhart (1. – 52.)

 

Die Formkurve der beiden letzten Spiele hat nicht getäuscht – und endlich ist dem UHC Salzburg auch wieder ein Sieg gelungen. Zum Auftakt der unteren Play-offs in der Oberösterreichischen Landesliga, dem zugleich letzten Spiel im Jahr 2011, gab der UHC gegen Traun 1 vom Start der Partie weg den Ton an, führte bereits zur Pause mit 22:13 und spielte letztlich einen 40:28-Kantersieg nach Hause. Dabei glänzten nicht nur die drei besonders auffälligen Topscorer Tobias Ullrich, Stefan Pac und Christian Schnöll, sondern die gesamte Mannschaft des UHC Salzburg.

Beide Teams gingen angeschlagen in die Begegnung. Beim UHC hat eine Ausfalls- und Verletzungsserie große Teile der Aufbaureihe lahmgelegt (Hofmann, Huber, Dominik Feichtinger, von Götz, Lukas Schnöll, Schneider, Deinhamer, Pfleger), sodass Trainer Michael Huber nur einen Zehn-Mann-Kader zur Verfügung hatte. Auf der anderen Seite steckte dem Gegner aus Traun noch das Bundesliga-Spiel vom Vorabend im steirischen Trofaiach in den Knochen, sodass auch die Oberösterreicher nicht topfit antraten.

 

Im Gegensatz zu manch früherem Spiel war es diesmal allerdings der UHC, der mit den negativen Vorzeichen weniger Probleme hatte. Die Gastgeber erzielten nach anfänglichem 0:2-Rückstand gleich einmal acht Treffer in Folge und zeigten damit eindrucksvoll, wer diese Sonntag-Mittags-Partie (Anpfiff um 13 Uhr) für sich entscheiden wollte. Die heuer schon oft gescholtene Deckung der Salzburger steht von Spiel zu Spiel besser. Dementsprechend viele Möglichkeiten boten sich diesmal dem UHC, auch mit "leichten" Kontertoren zum Erfolg zu kommen. Zwar hielt Traun vom 8:2 (8.) des UHC bis zur 17:11-Führung (22.) mit der bekannten spielerischen Stärke dagegen, die Salzburger legten aber danach mit einem Schluss-Spurt vor der Pause noch eine Neun-Tore-Halbzeitführung (22:13) vor.

 

Ohne Überheblichkeit von Seiten der Gastgeber ging es in die zweite Spielhälfte, zumal sich alle UHC-Akteure bewusst waren, dass die Mannschaft von Traun, wenn sie "in einen Lauf kommt" auch rasch einen hohen Rückstand aufholen kann. Doch nicht an diesem Tag, an dem der UHC auch nach dem Seitenwechsel den besseren Start erwischte: das 28:15 nach 37 Minuten bedeutete schließlich eine Vorentscheidung, die auch für den Trauner Kampfgeist zu viel war. Bis zum 40:28-Endstand konnten die Gäste den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen.

 

Fazit: Bis auf die eine oder andere zu leicht vergebene Chance im Angriff gab es diesmal auf UHC-Seite keine große Schwachstelle. Auch die eingewechselten Spieler fügten sich sofort gut ein (jeder Feldspieler erzielte zumindest zwei Tore). So wirbelten Mark Feichtinger und der wieder sehr starke Tobias Ullrich auf dem Aufbau die Verteidigung des Gegners durcheinander. Die Routiniers Stefan Pac, Christian Schnöll und Patrick Zeppezauer bildeten gemeinsam mit Youngster Martin Sperr eine effiziente Flügelzange. Michael Untersteiner rackerte und kämpfte wieder mit Vorbildfunktion (und drei Toren) und Moritz Kschwendt gefiel am Kreis (wenn auch die persönliche Bilanz durch drei verworfene Gegenstöße getrübt wurde). Die Torhüter Miladic und Manhart komplettierten als sicherer Rückhalt eine geschlossen gute Teamleistung.

Grunddurchgang 2011/2012

Samstag, 12. November (Salzburg, SH Riedenburg):

Oberösterreichische Landesliga, Gruppe A:

 

UHC Salzburg – SK Traun 2   31:45 (11:20)

UHC-Kader (Tore): Mark Feichtinger (8), Pfleger (7), Ullrich (5), Huber, Hofmann, Pac, Michael Untersteiner (alle 2), Sperr, Christian Schnöll, Kschwendt (alle 1), Kastner, von Götz; Tor: Mathias Schmied (1. – 30.), Miladic (31. – 60.)

 

Mit dem Ende des Grunddurchgangs in der Oberösterreichischen Handball-Landesliga ist es (leider) amtlich: Der UHC Salzburg hat heuer die schlechteste Abwehr der Liga. Auch beim Blick in Gruppe B ändert sich dieses Bild nicht – kein anderes der insgesamt elf Teams bekam mehr als die durchschnittlich 32,25 Tore, die der UHC pro Match kassierte. Wenn sich dann – wie am Samstag im abschließenden Heimspiel gegen den SK Traun 2 – auch noch im Angriff bei den Leistungsträgern mehr Schatten als Licht zeigt, ist das Debakel perfekt.

 

Auf UHC-Coach Michael Huber kommt nach der 31:45-Niederlage in den nächsten Wochen viel Trainingsarbeit zu. Denn ohne eine stabilere Defensivabteilung droht dem heuer neu formierten Salzburger Team noch so manche Lehrstunde – vor allem in der Regionalliga West, die am 19. November mit einem Auswärtsspiel des UHC beim HC Tirol beginnt.

 

Abschlusstabelle (Gruppe A) nach dem Grunddurchgang:

 

 

Nr

Mannschaft

Spiele

+

±

-

 

D

Punkte

 

1

Sportunion Edelweiß Linz 1

8/8

7

0

1

262:188

74

14:2

 

2

SK Pastl Traun 2

8/8

6

0

2

255:226

29

12:4

 

3

ASKÖ HC Urfahr 1

8/8

5

0

3

215:214

1

10:6

 

4

UHC Salzburg

8/8

2

0

6

221:258

-37

4:12

 

5

HC Eferding

8/8

0

0

8

180:247

-67

0:16

 

* Top-3-Teams im Meister-Play-off

Samstag, 5. November (Linz, Harbachschule):

Oberösterreichische Landesliga, Gruppe A:

 

ASKÖ Urfahr 1 – UHC Salzburg 32:17 (14:10)

UHC-Kader (Tore): Pfleger (5), Mark Feichtinger, Schneider (je 3), Schär, Christian Schnöll (je 2), Huber, Kschwendt (je 1), Sperr, Kastner, von Götz, Hofmann; Tor: Mathias Schmied (44. – 60.), Manhart (1. – 43.)

 

Keine Überraschung in der Oberösterreichischen Handball-Landesliga: Das wieder großteils mit Nachwuchsakteuren angetretene Team des UHC Salzburg steht nach einer deutlichen 17:32-Niederlage bei ASKÖ Urfahr 1 nun auch rechnerisch im unteren Play-off. Ein Sieg war beim Rückspiel gegen die Linzer in noch weiterer Ferne als im Hinspiel, das der UHC bereits mit 26:29 verloren hatte.

 

"Wir wussten schon vor Saisonbeginn, dass der Wechsel in die Männermannschaft des UHC für die meisten der jungen SHV-Spieler um ein oder zwei Jahre zu früh kommt. Das wurde uns in dieser Partie schmerzlich vor Augen geführt. Da der Aderlass bei den älteren UHC-Spielern vor dem Saisonstart zu groß war, gab es freilich keine andere Alternative, als bereits heuer die Jungen ins Feuer zu schicken", analysierte der Obmann-Stellvertreter und Tormann des UHC, Thomas Manhart, nach der Partie die nach wie vor schwierige Situation im Salzburger Handball und fügte hinzu: "Zwar war die gegnerische Mannschaft ähnlich jung aufgestellt, aber ASKÖ Urfahr wirkte viel nervenstärker und abgebrühter. In Oberösterreich gibt es nun einmal ganz andere Strukturen bzw. eine viel größere Breite mit etlichen starken Landesligisten, HLA- und Bundesliga-Vereinen im Handball. Da gehen auch die jungen Spieler der meisten oberösterreichischen Teams mit einer anderen Einstellung (und in der Regel auch mit mehr Erfahrung aus schwierigen Partien) an die Sache heran. So weit sind wir in Salzburg trotz unserer zuletzt verstärkten Bemühungen im Nachwuchsbereich noch lange nicht."

 

 Zum Spiel: Eine Vielzahl der UHC-Akteure zeigte vom Start weg Nerven (um die Mini-Chance auf das Meister-Play-off zu nutzen hätten die Salzburger ja mit vier Toren Differenz gewinnen müssen): Angriffe wurden viel zu überhastet abgeschlossen, in der Deckung "reagierte" der UHC nur (und das oft zu spät mit Zwei-Minuten-Fouls), anstatt aggressiv zu "agieren", und selbst die Abpraller nach erfolgreichen Torhüter-Paraden landeten durchwegs bei den Linzern, die ihre Tore dann eben im zweiten Versuch erzielten. Während man den Linzer Gastgebern den "Siegeswillen" vom Start weg deutlich anmerkte, steckten die UHC-Youngsters zunehmend die Köpfe in den Sand und ergaben sich – vor allem in der zweiten Hälfte, in der Urfahr einen Konter nach dem anderen spielen konnte – fast wehrlos in ihr Schicksal. Beim Stand von 10:13 kurz vor der Pause gab es noch so etwas wie leichte Hoffnung auf eine bessere zweite Halbzeit, aber in dieser lief im UHC-Spiel noch weniger zusammen. Die ernüchternden Spielstände: 12:18 (38.), 13:23 (48.), 15:29 (56.), 17:32 (Endstand).

 

Ein sichtlich von der Leistung und Einstellung seiner Schützlinge enttäuschter

UHC-Coach Michael Huber fand nach dem Spiel nur einen positiven Aspekt: "Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass das untere Play-off für die Entwicklung der Mannschaft ohnehin die bessere Alternative ist. Was bringt es den jungen Spielern, wenn sie im Meister-Play-off gegen die Topteams der Liga ein Debakel nach dem anderen kassieren?"

Samstag, 29. Oktober (Salzburg, SH Riedenburg):
Oberösterreichische Landesliga, Gruppe A:

 

UHC Salzburg – Edelweiß Linz 1  27:30 (13:13)

UHC-Kader (Tore): Mark Feichtinger (5), Lukas Schnöll (4), Christian Schnöll, Huber, Schär, von Götz (alle 3), Pfleger, Pac (je 2), Sperr, Deinhamer (je 1), Kastner, Mathias Schmied; Tor: Miladic (51. – 60.), Manhart (1. – 50.)

Die Sensation war in Reichweite, der Gegner aber letztlich doch zu stark und zu abgebrüht. Der UHC Salzburg bot im Heimspiel gegen den Bundesliga-Absteiger und Topfavoriten Edelweiß Linz 1 über weite Strecken eine starke Leistung (kein Vergleich mit dem Spiel beim 23:37-Auswärtsdebakel im September), musste sich aber nach einer zehnminütigen Schwächephase in der zweiten Halbzeit doch noch mit 27:30 geschlagen geben. Dabei war der UHC Salzburg in der ersten Hälfte noch das bessere Team gewesen und bis zur 29. Minute ständig in Führung gelegen (5:1, 8:5, 11:7). Erst kurz vor dem Pausenpfiff gelang den erfahrenen Linzern erstmals der Ausgleich zum 13:13.

 

Größter Pluspunkt des UHC in Hälfte eins war eine starke Defensivleistung (inkl. toller Torhüterparaden), aber im Angriff setzte sich ein wenig der Trend der letzten Spiele fort. Es wurden einfach zu viele Großchancen vergeben. Der Unterschied zu manch anderer Partie: Mit insgesamt mehr als zehn Stangenschüssen bis zum Spielende waren die UHC-Akteure diesmal auch massiv vom Wurfpech verfolgt.

 

In der zweiten Spielhälfte erwischten dann die Gäste aus Linz den besseren Start und konnten sich innerhalb von zehn starken Minuten vom 14:14 bis zu einer 23:18-Führung absetzen (35. bis 45. Minute). In dieser Phase der Begegnung erinnerte ein äußerst konfus agierender UHC leider wieder an die Leistung bei der bitteren 23:37-Auswärtsschlappe. Die großteils überhasteten und/oder unglücklich abgeschlossenen Angriffe führten zu leichten Kontertoren für Edelweiß Linz, und auch bei den Positionsangriffen der Gäste lief nun in der UHC-Abwehr wenig zusammen (fast nach jedem Spielzug schlossen die Linzer kaum behindert vom Sechsmeterkreis ab). So konnten es sich die Oberösterreicher sogar leisten drei ihrer vier Siebenmeter zu vergeben.

 

Einen Fünf-Tore-Rückstand in den verbleibenden fünfzehn Spielminuten noch aufzuholen, ist zwar im Handball nicht unüblich, das ließen die bis zum Spielende clever agierenden Ex-Bundesliga-Spieler aber gegen die junge Salzburger Truppe nicht zu. Ein Beispiel für die Qualität des Gästeteams: Zwar war mit Flügelspieler Rico Stollberg einer der Linzer Leistungsträger gar nicht nach Salzburg mitgereist, dafür war diesmal mit Patrick Bogensperger ein anderer Linzer Flügel 60 Minuten lang nicht von der UHC-Abwehr in den Griff zu bekommen und netzte gleich zwölfmal im UHC-Tor ein. Ganz zu schweigen von Edelweiß-Spielmacher Nermin Alkic, der zweifelsohne zu den Topakteuren der Liga zählt: Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig hatte anfangs nur auf der Bank Platz genommen, dirigierte aber mit Fortdauer der Partie zunehmend das Spiel von Edelweiß Linz und traf auch selbst noch sechsmal.

Sonntag, 16. Oktober (Salzburg, SH Riedenburg):

Oberösterreichische Landesliga, Gruppe A:

 

UHC Salzburg – HC Eferding 34:17 (18:6)

UHC-Kader (Tore): Huber (8), Mark Feichtinger, Rudolf (je 5), Pfleger, Pac (je 4), Röse, Deinhamer (je 3), Sperr, Schär (je 1), Christian Schnöll, Kschwendt, Mathias Schmied; Tor: Miladic (31. – 60.), Manhart (1. – 30.)

Mit einer überzeugenden Leistung und einem klaren 34:17-Erfolg feierte der UHC Salzburg den zweiten Saisonsieg in der Oberösterreichischen Handball-Landesliga. Vor allem die Abwehr zeigte sich gegenüber den letzten Begegnungen verbessert, was nicht zuletzt dem Comeback zweier Routiniers und Defensivspezialisten zu verdanken war. Mit dem Einsatz von Florian Deinhamer und Daniel Röse kam sofort mehr Sicherheit in die UHC-Hintermannschaft, wobei sich auch die UHC-Youngsters an der Seite der erfahrenen Abwehrrecken zu steigern vermochten. Deutliche Zeichen für die neu gewonnene Salzburger Defensiv-Power waren eine 8:1-Führung des UHC nach 14 Minuten bzw. eine 12:2-Führung nach 21 Minuten.

 

Aus der gesicherten Deckung heraus gelang auch nach vorn weitaus mehr als in den letzten Spielen – ob aus dem Rückraum durch Mark Feichtinger und Severin Huber (der auch als sicherer Siebenmeter-Schütze glänzte), über die Flügelzange mit Steve Pac und Max Pfleger oder mit gelungenem Anspiel zum Kreis (Röse, Schär und Kschwendt). Lediglich im schnellen Konter wäre – mit weniger Hektik – noch der eine oder andere Treffer mehr drin gewesen. Ansonsten durfte UHC-Coach Michael Huber mit den gezeigten Leistungen durchwegs zufrieden sein: "Das Ergebnis im anderen Spiel mit einem Sieg von Urfahr über Traun war nicht günstig für uns, aber wir haben das Meister-Play-off noch nicht abgeschrieben und mit diesem klaren Erfolg hoffentlich den Grundstein für weitere Siege gelegt."

Freitag, 7. Oktober (Traun):
Oberösterreichische Landesliga, Gruppe A:

SK Traun 2 – UHC Salzburg 41:33 (20:14)
UHC-Kader (Tore): Mark Feichtinger (8), Huber, Christian Schnöll (je 6), Dominik Feichtinger (5), Hofmann (3), Kschwendt, von Götz (je 2), Pfleger (1), Kastner, Augustinus Untersteiner; Tor: Miladic

Kein Erfolgserlebnis für den UHC Salzburg – auch im Auswärtsspiel bei Traun 2 blieb eine Überraschung aus. Mit einer 33:41-Niederlage musste das heuer neu formierte, junge Team (Durchschnittsalter 21 Jahre – sieben von elf Spielern waren zwischen 15 und 18 Jahren) weiter Lehrgeld zahlen. Dabei zeigte sich vor allem im Defensivverhalten, dass der Weg zum Niveau der Männerteams noch weit ist.

 

Zum Spiel: Lediglich bis zur 18. Minute und dem Zwischenstand von 11:11 war die Partie ausgeglichen, danach nutzten die Trauner ihren ersten Zwischenspurt, um sich innerhalb von nur fünf Minuten mit einer 18:11-Führung abzusetzen (23.). Die UHC-Youngsters zeigten zwar Kampfgeist und kamen zu Beginn der zweiten Hälfte noch einmal heran (16:20 in der 34. Minute), knapper wurde es aber bis zum Ende nicht mehr. Als die Salzburger angesichts des Rückstandes noch mehr riskierten, lag Traun zwischenzeitlich sogar mit mehr als zehn Toren in Führung. Die 33:41-Niederlage entsprach letztlich den Kräfteverhältnissen an diesem Tag.

Samstag, 1. Oktober (Salzburg, SH Riedenburg):
Oberösterreichische Landesliga, Gruppe A:

 

UHC Salzburg – ASKÖ Urfahr 1  26:29 (10:13)

UHC-Kader (Tore): Mark Feichtinger (8), Lukas Schnöll, Schneider (je 4), Huber, Pfleger (je 3), Dominik Feichtinger, Pac (je 2), Hofmann, Schär, Sperr, von Götz, Michael Untersteiner;

Tor: Miladic (11. – 23., 42. – 60.), Manhart (1. – 10., 24. – 41.)

Verpatzte Heimpremiere für den UHC: In einem Spiel, in dem die Mehrzahl der Salzburger Handballer weit von ihrer Normal- bzw. Bestform entfernt war und im Angriff die Topchancen im Minutentakt vergeben wurden (die Betreuer auf der UHC-Bank hatten am Ende an die 20 Fehlwürfe nach "hundertprozentigen" Chancen gezählt), siegten die Gäste aus Urfahr – letztlich verdient – mit 29:26.

 

Zum Spiel: Angeführt vom wieder sehr starken Mark Feichtinger fand der UHC Salzburg zunächst gut in die Partie, konnte sich aber dennoch nicht absetzen (6:6 nach 17 Minuten). War es zu Beginn vor allem das schlechte Abwehrverhalten, das UHC-Coach Michi Huber auf der Trainerbank ins Grübeln brachte, so entwickelte sich mit Fortdauer der Begegnung vor allem der Angriff zum Sorgenkind. Die besten Chancen wurden reihenweise vergeben. Hinzu kamen etliche technische Fehler, und das auf beiden Seiten – denn auch die Oberösterreicher spielten alles andere als "Zauber-Handball". Umso enttäuschender, dass der UHC auch durch diese Schwächen des Gegners nicht besser ins Spiel kam und ASKÖ Urfahr immer wieder auf drei bis vier Tore davonziehen lassen musste. Angesichts dieser Leistung war der 10:13-Pausenstand noch verschmerzbar – mit der Option einer Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt.

 

Die erhoffte Wende blieb jedoch aus. Die Salzburger setzten ihre Fehlwurf-Orgie fort, und die (trotz ihrer Jugend) cooler auftretenden Oberösterreicher erhöhten ihren Vorsprung, der bald zwischen vier und sieben Toren pendelte (15:22 aus UHC-Sicht in der 45. Minute). Vom 20:27 in der 52. Minute wurde zwar mit aggressiveren Deckungsvarianten doch noch eine kleine Aufholjagd gestartet, diese führte aber nur noch zum 25:28 (58.). Urfahr ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Samstag, 24. September (Linz):

Oberösterreichische Landesliga, Gruppe A:

 

Edelweiß Linz 1 – UHC Salzburg 37:23 (19:9)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (7), Huber, Hofmann (je 4), Pfleger,

Schär (je 3), Sperr, Mathias Schmied (je 1), Kastner, von Götz;

Tor: Miladic (16. – 45.), Manhart (1. – 15., 46. – 60.)

Mit nur zwei Spielern aus dem Vorjahreskader trat der stark verjüngte UHC Salzburg beim Bundesliga-Absteiger Edelweiß Linz 1 an – und musste neidlos die klare Überlegenheit des Gruppenfavoriten anerkennen. Die Gastgeber übernahmen vom Start weg das Kommando, überzeugten im Angriff mit einfach gestricktem, aber fast fehlerlos gespieltem Handball und hatten sich in der Verteidigung rasch auf die wenigen "Gefahrenmomente" im Angriffsspiel des UHC eingestellt. Die Folge waren viele leichte Tore für die Edelweiß-Truppe: entweder nach schwachen UHC-Angriffen mit Gegenstößen oder bei den eigenen Angriffen durch oft nur minimale Tempoverschärfungen, welche die junge UHC-Defense an diesem Tag bereits überforderten.

 

Obwohl sich Spielmacher Lukas Schnöll redlich mühte und das Resultat mit vielen wunderschönen Treffern erträglicher gestaltete, bzw. UHC-Goalie Alex Miladic nach seiner Einwechslung in der 15. Minute viele starke Paraden gelangen, war die Partie mit einer 19:9-Führung für Edelweiß Linz 1 schon zur Pause so gut wie entschieden. Dass Severin Huber zu Beginn der zweiten Hälfte "aus Versehen" die rote Karte sah (ein anderer UHC-Spieler hatte das Foul begangen), machte die Aufgabe nach der Halbzeit auch nicht leichter. Zumal beim UHC Salzburg die (beruflich verhinderte) Kreativabteilung in Form der beiden Feichtinger-Brüder schmerzlich vermisst wurde (ebenso wie die Flügel-Routiniers). Fazit: Mit viel zu viel Respekt glich das Spiel der Salzburger gegen die erfahrenen Linzer dem sprichwörtlichen Auftritt des Kaninchens vor der Schlange.

Freitag, 9. September (Eferding):

Oberösterreichische Landesliga, Gruppe A:

HC Eferding – UHC Salzburg 27:30 (10:13)
UHC-Kader (Tore): Pac (7), Schneider, Dominik Feichtinger (je 4), Pfleger,
Mark Feichtinger, Lukas Schnöll, Christian Schnöll (alle 3), Sperr, Hofmann,
Schär (alle 1), Augustinus Untersteiner; Tor: Mathias Schmied, Manhart

Dem stark verjüngten UHC ist bereits im ersten Spiel der Oberösterreichischen Landesliga ein wichtiger Schritt in Richtung Meister-Play-off gelungen. Beim HC Eferding, einem direkten Konkurrenten um den dritten Platz, gewannen die Salzburger trotz harter Gegenwehr der von Saison zu Saison stärker agierenden Oberösterreicher mit 30:27 (13:10). Nach zwischenzeitlicher 10:4- und 24:15-Führung verabsäumten die Gäste zwar einen (möglichen) deutlicheren Erfolg, das erste Liga-Spiel des UHC stand aber auch im Zeichen des Experimentierens. Neo-Coach Michael Huber bemühte sich, allen Mitgereisten genug Spielzeit zu geben, und probierte in der Schlussphase auch verschiedene Deckungsvarianten aus.


Zum Spiel: Vom Start weg erwiesen sich die Eferdinger als der erwartet harte Auftaktgegner. Zwar ließ der UHC in der ersten Hälfte mit streckenweise guter Deckungsarbeit wenig Gefahr für das eigene Tor aufkommen, doch auch die Salzburger scheiterten viel zu oft mit ihren Angriffsbemühungen (was u. a. am über die gesamten 60 Minuten sehr gut haltenden Goalie der Eferdinger lag). So entwickelte sich zunächst kein torreiches Spiel, aber doch ein Spiel, in dem der UHC mit Fortdauer mehr und mehr Dominanz ausstrahlte und zum Teil nur durch Siebenmeter-Fouls gestoppt werden konnte. Logische Konsequenz war eine 10:4-Führung nach 22 Minuten – die erste große Chance zu einer Vorentscheidung.

 

Am nötigen „Killerinstinkt“ mangelt es der neu zusammengestellten Salzburger Mannschaft freilich noch, denn die klare Führung schrumpfte durch überhastete Abschlüsse und plötzliche Unachtsamkeiten in der Verteidigung wieder auf drei Tore (13:10-Halbzeitstand). Zu den auffälligsten Spielern in Hälfte eins zählte neben Spielmacher Mark Feichtinger der erst 18-jährige Flo Schneider, dessen Angriffsspiel bereits von viel Selbstbewusstsein geprägt war. Der wurfgewaltige Rückraumspieler zeichnete aber auch für den negativen Höhepunkt aus Salzburger Sicht verantwortlich. Bei einer Rettungsaktion mit letztem Einsatz konnte er den Ball für den UHC sichern, rutschte aber unglücklich gegen die Kletterstangen an der Hallenwand und verletzte sich so schwer am Handgelenk, dass das Spiel für den Youngster vorzeitig beendet war.

 

Leicht geschockt ging es somit in die zweite Hälfte, doch der UHC machte dort weiter, wo er Mitte der ersten Halbzeit begonnen hatte und setzte sich wieder ab. Besonders erfreulich waren dabei die Leistungen der jungen Spieler aus dem SHVLeistungszentrum: von Max Pfleger (16), der drei Tore zum Sieg beisteuerte; von Martin Sperr (18), der seinen ersten Treffer für den UHC erzielte; von Augustinus Untersteiner (15), dem sein Treffer leider von den Schiris aberkannt wurde; und von Mathias Schmid (17), der zwar nur zu einem Kurzeinsatz im Tor kam, aber dabei einen Siebenmeter-Treffer der Gastgeber verhinderte.

 

Mit einem Zwischenspurt von der 39. bis zur 45. Minute bzw. von der 17:13- zur 24:15-Führung gelang dem UHC schließlich die Vorentscheidung. In dieser Phase stand die Deckung gut oder die gegnerischen Wurfversuche waren Beute des UHC-Torhüters, während den Salzburgern im Gegenzug mehrere „leichte“ Tore aus Tempogegenstößen gelangen. Eferding musste wieder etliche Male per Foul die Notbremse ziehen und UHC-Topscorer Steve Pac verwandelte sicher vom Siebenmeterpunkt, von wo aus er fünf seiner sieben Treffer erzielte. Überhaupt harmonierten die altersmäßig so unterschiedlichen Mannschaftsblöcke bereits überraschend gut: von den Routiniers wie Pac (40 Jahre), Christian Schnöll (35) und dem Schweizer UHC-Neuzugang Martin Schär (Kreisspieler/37 Jahre) über die „Zwischengeneration“ um die beiden Feichtinger-Brüder (21 und 23 Jahre)
sowie Lukas Schnöll (20) bis zu Niki Hofmann (18), der bereits länger beim UHC spielt, und den neu zum UHC gestoßenen 15- bis 18-jährigen SHV-Youngsters. Dass in Eferding starke Akteure wie Zeppezauer, Musija oder Jugendteamspieler Severin Huber noch fehlten, sei dabei nur am Rande erwähnt.  

 

Statt den Nöten des Vorjahres, wo gegen Saisonende oft nur sieben Akteure zu den Auswärtsspielen fuhren, hat der UHC Salzburg nun auf einigen Positionen bereits ein kleines „Luxusproblem“ bzw. muss Trainer Huber entscheiden, welche Spieler im 14-Mann-Kader mitfahren dürfen. Dass noch lange keine Überheblichkeit angebracht ist, zeigte freilich die Schlussphase, in der Eferding wieder bis auf zwei Tore herankam (von 29:23 auf 29:27). Diese Phase des Spiels stand allerdings auch im Zeichen zahlreicher Wechsel und einer nicht geglückten Deckungsvariante. „Mir waren die Spielzeiten für alle Mitgereisten wichtiger als ein höherer Sieg“, betonte Michael Huber die Wichtigkeit des „Teambuildings“ in einer Mannschaft, die sich heuer neu zu einem harmonierenden Gefüge zusammenfinden muss.

Sonntag, 28. August: OÖ. Landescup (Hubert Fürstberger Cup), Eferding:


Halbfinalspiele: Edelweiß Linz – SG Linz/Neue Heimat  30:31
UHC Salzburg – SG Wels/Lambach/Gmunden  24:30 (15:14)
 
Finale:  SG Linz/Neue Heimat – SG Wels/Lambach/Gmunden (noch im Gang)
 
Beste UHC-Werfer (beide Tage): Lukas Schnöll, Mark Feichtinger (je 16 Tore), Stefan Pac (8), Christian Schnöll, Maximilian Pfleger (je 7).
 
Mit einer positiven Überraschung ist das neue formierte Handballteam des UHC Salzburg in die Saison gestartet. Ohne ein einziges Testspiel in den Beinen und mit einem ganzen Schwung neuer Jugendspieler im Kader ging es am Wochenende zum Oberösterreichischen Landescup, der eigentlich nur den Charakter eines Vorbereitungsturniers haben sollte – doch dann hätte es fast zum sensationellen Finaleinzug gereicht. Schon in der Vorrunde erwies sich das Kollektiv aus erfahrenen Spielern (wie Mark und Dominik Feichtinger, Steve Pac, Christian Schnöll und Co.), neuen Jugendspielern (wie Alexander Miladic, Max Pfleger, Moritz Kschwendt und Lukas Kastner) sowie dem Heimkehrer Lukas Schnöll (nach einem Auslandsjahr) als gut harmonierende Mannschaft. Statt „Lehrgeld“ zu zahlen, wurden die Gegner bereits voll gefordert. Und trotz noch verständlichen Abstimmungsproblemen gab es am Samstag gleich drei tolle Spiele des UHC zu sehen: Zuerst eine Defensivschlacht gegen den Gruppenfavoriten und Bundesliga-Absteiger Edelweiß Linz, dem erst nach acht (!) Minuten das erste Tor gegen den UHC gelang und der sich am Ende nur knapp mit 13:12 durchsetzen konnte. Sowie danach zwei überraschend klare Siege gegen den SK Traun und Vöcklabruck. Am Ende des ersten Turniertages wies die Statistik den UHC Salzburg mit 44 Gegen-treffern in drei Spielen als Team mit der zweitbesten Abwehr aller acht Clubs aus. Mit Gruppenplatz zwei standen die Salzburger nach dieser Leistung im Halbfinale.
 
Im Halbfinale gegen den amtierenden Westliga-Meister SG Wels/Lambach/
Gmunden (betreut vom ehemaligen UHC-Trainer Mandi Freinschlag) war die Leistung des UHC dann sogar noch höher zu bewerten. Der am Vortag verletzte Dominik Feichtinger musste passen, aber die verbliebenen Akteure des UHC boten – angeführt vom neunfachen Torschützen Lukas Schnöll – wiederum eine Topleistung, die man dem neu formierten Team nicht zugetraut hätte. So führte der UHC Salzburg bereits mit 10:6 und 12:8 gegen den haushohen Favoriten (im Gruppenspiel hatten die Welser noch den starken HC Urfahr mit 30:18 aus dem Bewerb geschossen). Auch nach der 15:14-Halbzeitführung lag der UHC dank einer sehr starken Partie von Goalie Alexander Miladic noch bis zum 22:21 (45.) in Front, doch schließlich setzte sich doch der Favorit durch. Die Oberösterreicher gingen mit 25:22 in Führung, der UHC Salzburg musste in der Schlussphase beim Stand von 24:27 noch mehr riskieren und fing sich letztlich eine 24:30-Niederlage ein, die dem Spielverlauf nicht gerecht wurde.
 
Fazit: Die „Chemie“ zwischen dem neuen UHC-Trainer Michi Huber, den „alten“ UHC-Spielern und den Nachwuchs-Handballern, die aus dem SHV Leistungs-zentrum hinzu gestoßen sind, stimmt bereits jetzt. Von allen Seiten gab es beim Hubert Fürstberger Cup Lob, sowohl für das disziplinierte Auftreten als auch für die Leistung des „neuen“ UHC – inklusive eines Extralobes für Lukas Schnöll vom ehemaligen UHC-Trainer Mandi Freinschlag (Wels): „Er war im Halbfinale der beste Spieler auf dem Feld.“

 

OÖ Cup als Testlauf: UHC geht mit neuem Trainer und frischer Jugendpower in die Saison 2011/2012

 

Samstag, 27. August: OÖ. Hubert Fürstberger Cup (BSH Eferding):

Vorrunde, Gruppe A:

Edelweiß Linz – UHC Salzburg (9.30 Uhr)

SK Traun – Union Vöcklabruck (11.10 Uhr)

UHC Salzburg – SK Traun (12.50 Uhr)

Union Vöcklabruck – Edelweiß Linz (14.30 Uhr)

Edelweiß Linz – SK Traun (16.10 Uhr)

UHC Salzburg – Union Vöcklabruck (17.50 Uhr)

Vorrunde, Gruppe B:

SG Wels/Lambach/Gmunden – SG Linz/Neue Heimat (10.20 Uhr)

ASKÖ Urfahr – HC Eferding (12.00 Uhr)

SG Linz/Neue Heimat – ASKÖ Urfahr (13.40 Uhr)

HC Eferding – SG Wels/Lambach/Gmunden (15.20 Uhr)

SG Wels/Lambach/Gmunden – ASKÖ Urfahr (17.00 Uhr)

SG Linz/Neue Heimat – HC Eferding (18.40 Uhr)

 

Sonntag, 28. August: Halbfinal-Kreuzspiele und Endspiel (BSH Eferding):

1. Halbfinale (10.00 Uhr) – 2. Halbfinale (11.30 Uhr) – Finale (16.00 Uhr)

 

Die bevorstehende Saison bringt einige Änderungen, sowohl beim UHC Salzburg als auch im Oberösterreichischen Verband, wo die Salzburger Handballer wie in den Vorjahren als Gastmannschaft um Punkte und Siege kämpfen. So wurden aus organisatorischen Gründen sowohl der Saisonstart (9. September) als auch der Oberösterreichische Landescup – „Hubert Fürstberger Cup“ (27./28. August) um mehrere Wochen vorverlegt. Aus Salzburger Sicht hat der OÖ Cup somit mehr den Charakter eines Vorbereitungsturniers als des ersten „wichtigen“ Bewerbes (zumal die UHC-Spieler in der Vorbereitung noch kein einziges Testmatch bestritten haben). Als weitere Neuerung kommt dann im September ein geänderter Modus für den Oberösterreichischen Landesliga-Grunddurchgang zum Tragen: statt der üblichen Hin- und Rückrunde aller Teams wurden heuer zwei Gruppen mit fünf bzw. sechs Teams ausgelost (die Top 3 erreichen jeweils das Meister-Play-off).

 

Auch beim Hubert Fürstberger Cup wird in zwei Gruppen gespielt. Dabei trifft ein in vielerlei Hinsicht neu formierter UHC Salzburg auf den Topfavoriten Edelweiß Linz (Bundesliga-Absteiger) sowie die beiden Teams aus Traun und Vöcklabruck. Die Chancen auf den Halbfinaleinzug werden davon abhängen, wie sich die beiden wichtigsten „UHC-News“ auf das Leistungspotenzial der Mannschaft auswirken.