NÄCHSTES SPIEL

 

Bayer. Bezirksliga
Sa, 29. April 2017

UHC - TSV Haar

(Liefering, 18 Uhr)

Total verrückter Play-off-Abschluss: UHC erkämpft sich mit zwei Mann Unterzahl noch ein 26:26-Remis

 

Montag, 9. Mai: Oberösterreichische Landesliga, Unteres Play-off:

SG Linz/Neue Heimat 2 – UHC Salzburg 26:26 (14:12)

UHC-Kader (Tore): Pitsch (10), Wagner (7), Schnöll, Zeppezauer (je 4), Mark Feichtinger (1); Tor: Manhart

Von Schockstarre bis zu euphorischem Jubel reichten am Montag die Emotionen bei den Handballern des UHC Salzburg, die zwar das „23:0-Play-off“ vergaben, aber mit einem unglaublichen 26:26-Remis zum Abschluss auch in der zehnten Play-off-Begegnung ungeschlagen blieben. Zunächst die Hiobsbotschaft am Spieltag: Vier UHC-Akteure mussten den ungünstigen Werktag-Abendtermin kurzfristig absagen, sodass (statt den benötigten sieben) nur sechs Salzburger Spieler die Reise zur letzten Play-off-Partie in Linz antraten. Diese verkauften ihre Haut in der ersten Halbzeit trotz permanenter Ein-Mann-Unterzahl recht ordentlich und lagen fast durchwegs nur ein bis zwei Tore zurück. Doch dann kam der zweite Schock: Mark Feichtinger traf bei einer unglücklichen Abwehraktion seinen Gegenspieler im Gesicht und kassierte in der 28. Minute eine direkte rote Karte. Statt 6 gegen 7 musste der UHC Salzburg nun die restlichen 32 Spielminuten sogar mit einer permanenten Zwei-Mann-Unterzahl von 5 gegen 7 Mann weiterspielen – im Handball für eine komplette Halbzeit eigentlich so etwas wie die Höchststrafe.

 

Als die SG Linz/Neue Heimat 2 ihre Führung zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 17:13 erhöhte, schien der weitere Spielverlauf vorgezeichnet, doch das verbliebene UHC-Quartett an Feldspielern kämpfte sich aufopferungsvoll wieder bis auf 19:19 heran (45.) bzw. lag in der Folge sogar seinerseits mit 20:19 und 21:20 voran (47.). Als die Linzer aggressiver deckten und wieder zu einer 25:22-Führung kamen, schien die Partie in der 55. Minute ein weiteres Mal entschieden, doch wieder kam der UHC Salzburg auf 25:24 heran. Genug an verrücktem Spielverlauf? Keines-wegs, denn nach dem 26:24-Treffer für die Linzer kassierte UHC-Spielertrainer Herbert Wagner wegen Schiedsrichter-Kritik in der 59. Minute auch noch eine Zwei-Minuten-Strafe (die einzige im ganzen Spiel für den disziplinierten UHC).

 

Zwei Tore Rückstand, nur noch 4 gegen 7 Spieler (bzw. 3 gegen 6 Feldspieler) – das sollte es nun aber wirklich gewesen sein mit den minimalen UHC-Hoffnungen auf einen Punktgewinn... Während jedoch Linz/Neue Heimat in der Endphase zwei Siebenmeter und einen Wurf frei vom Kreis vergab, fanden die restlichen UHC-Würfe selbst dann noch irgendwie den Weg ins Tor, wenn der ausgezeichnete Linzer Goalie bereits in die richtige Ecke unterwegs war. So auch ca. 10 Sekunden vor Schluss der Treffer vom Salzburger Topscorer Ricardo Pitsch. Nach einem fast schon missglückten Gegenstoß landete der Ball noch mit Glück bei Pitsch, dessen zehntes Tor zugleich der 26:26-Ausgleich und der Endstand in dieser verrückten Partie war – für Statistiker war es außerdem das exakt 300. Play-off-Tor des UHC.

Und für Historiker sei erwähnt: Wohl noch nie in der Vereinsgeschichte hat eine UHC-Mannschaft einen an und für sich „unwichtigen“ Punktgewinn so bejubelt.

Zwei Halbzeiten wie Tag und Nacht: UHC im Spitzenspiel schon 9:16 zurück und doch noch Sieger

 

Dienstag, 3. Mai: Oberösterreichische Landesliga, Unteres Play-off:

UHC Salzburg – Union Vöcklabruck 32:27 (14:17)

UHC-Kader (Tore):

Schnöll (9), Pitsch (7), Mark Feichtinger (5), Pac, Hofmann (je 3), Lichtenegger, Rudolf (je 2), Wagner (1); Tor: Lichtenegger (1. – 17.), Manhart (18. – 60.)

 

m Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Union Vöcklabruck feierten die UHC-Handballer den neunten Play-off-Sieg in Serie – nun fehlt den Salzburgern nur noch ein Erfolg (am nächsten Montag auswärts bei der SG Linz/Neue Heimat 2), um das untere Play-off der OÖ Landesliga mit dem Punktemaximum zu beenden.

Beim Tabellendritten erwartet den Spitzenreiter freilich eine ähnlich schwierige Aufgabe wie beim hart erkämpften 32:27-Heimerfolg über Union Vöcklabruck.

 

Zum Spiel: Die Partie war kein Spiel für schwache Nerven, denn einmal mehr unterstrich der UHC, dass die „ersten Halbzeiten“ zuletzt nicht mehr zu den Stärken der Salzburger zählten. Nach ausgeglichenen zehn Minuten (4:4) übernahmen die Gäste aus Vöcklabruck mehr und mehr das Kommando –

vor allem auf ihrer rechten Flügel- und der linken Aufbauposition konnten die Oberösterreicher des öfteren nach Belieben schalten und walten. Hinzu kamen (ebenfalls wie in den letzten Spielen) zu viele UHC-Fehlwürfe in der Offensive, sodass die Gastgeber meist zwei bis drei Angriffe für einen Torerfolg benötigten und Vöcklabruck obendrein zu Kontertoren eingeladen wurde. Logische Folge:

der UHC geriet immer mehr ins Hintertreffen – von 4:7, 5:9, 6:11 und 7:13 bis

zu einem Rückstand von sieben Toren (8:15 und 9:16). Lediglich einem ersten Aufbäumen noch vor dem Halbzeitpfiff war es zu verdanken, dass der UHC Salzburg letztlich „nur“ mit einem 14:17-Rückstand in die Pause ging.

 

Leichter wurde das Unternehmen „neunter Play-off-Sieg in Serie“ auch nach

der Halbzeitpause nicht, doch die Gastgeber zeigten sich nun in allen Bereichen verbessert und kamen dementsprechend dem Ausgleich immer näher. Im Angriff stimmte die Trefferquote wieder (UHC-Topscorer Christian Schnöll mit sagenhaften 100 Prozent), in der Abwehr wurden die gefährlichsten Gegner per Manndeckung entschärft und auch beim UHC-Torwart zeigte die Leistungskurve steil nach oben (Vöcklabruck vergab unter anderem vier Siebenmeter-Strafwürfe). In der 42. Minute gelang den Salzburgern erstmals der Ausgleich (20:20), in der 44. Minute erstmals wieder die Führung (23:22) und drei Minuten später lag der UHC bereits mit 26:22 voran. Bis zum Spielende pendelte die UHC-Führung dann stets zwischen drei und fünf Toren – die zweite Halbzeit ging letztlich überlegen mit 18:10 an den noch rechtzeitig in Schwung gekommenen Tabellenführer.

Achter Play-off-Sieg in Serie: UHC baut die Führung mit einem 38:25-Heimerfolg über Eferding aus

 

Samstag, 30. April: Oberösterreichische Landesliga, Unteres Play-off:

UHC Salzburg – HC Eferding 38:25 (17:14)

UHC-Kader (Tore): Pitsch (10), Schnöll (9), Musija (7), Rusche, Schauli (je 4), Hofmann, Wagner (je 2), Rudolf; Tor: Manhart

 

Die UHC-Handballer marschieren im unteren Play-off der Oberöstereichischen Landesliga weiter einem „Zu-Null-Ergebnis“ entgegen. Das achte Spiel brachte mit dem 38:25-Heimerfolg über den HC Eferding den achten Sieg in Serie – zusammen mit den drei Bonuspunkten aus dem Grunddurchgang halten die Salzburger somit bei 19:0 Zählern und liegen uneinholbar an der Tabellenspitze.

 

Zum Spiel: Da der Sieg im unteren Play-off bereits vor dem Anpfiff der Partie gegen Eferding feststand, ging es der UHC im vorletzten Heimspiel der Saison locker an – zu locker, wie es zunächst den Anschein hatte. Nach Rückständen

von 3:6 und 7:10 bekamen die Salzburger Gastgeber die Begegnung erst ab der

20. Minute in den Griff. Bis zu diesem Zeitpunkt war Eferding vor allem durch gut und schnell vorgetragene Gegenstöße nach UHC-Patzern im Angriff erfolgreich.

 

Mit Fortdauer der Begegnung wurde der UHC Salzburg allerdings im Angriffsspiel sicherer, stand in der Verteidigung kompakter und konnte seinerseits einige schöne Kontertore erzielen (17:14 zur Pause, 30:20 nach 45 Minuten). Besonders stark agierte die rechte Angriffsseite des UHC mit den beiden Linkshändern Christian Schnöll (aus dem Spiel heraus mit 9 Treffern der Topscorer) und Armin Musija (der Bosnier war diesmal mit sieben Treffern maßgeblich am Kantersieg beteiligt). Da die Salzburger Angreifer oft nur durch Fouls am Torerfolg gehindert werden konnten, avancierte letztlich aber Siebenmeterschütze Ricardo Pitsch mit 10 Toren (davon sechs Tore aus Siebenmeter-Würfen) zum erfolgreichsten Werfer des UHC.

Siebter Play-off-Sieg des UHC Salzburg

UHC-3-Leihgabe Hervé Schauli glänzt als Topscorer

 

 

Donnerstag, 14. April (Riedenburg): OÖ Landesliga, Unteres Play-off:

UHC Salzburg – SK Traun 32:27 (14:14)

UHC-Kader (Tore): Schauli (7), Wagner (5), Pac, Musija, Pitsch (alle 4), Mark Feichtinger, Rudolf (je 3), Hofmann (2); Tor: Manhart

 

Die Personalsituation ist weiter angespannt, die Leistung hohen Schwankungen unterworfen, aber der UHC Salzburg bleibt im Play-off dennoch ungeschlagen. Gegen das Landesliga-Team des SK Traun haperte es zwar über weite Strecken

in der Verteidigung und an der Chancenverwertung, letztlich bogen die Salzburger in der zweiten Hälfte aber doch noch auf die Siegerstraße ein (ab der 30. Minute lagen die Gäste aus Traun nie mehr in Führung). Einer der Matchwinner war der schon in früheren Jahren sehr spielstarke „UHC-Franzose“ Hervé Schauli, der eigentlich nur noch beim UHC 3 in der Salzburger Landesliga aktiv ist. Er erzielte bei nur 20 Minuten Spielzeit sieben Treffer. Für den UHC war der 32:27-Erfolg im Play-off der Oberösterreichischen Handball-Landesliga der siebte Sieg in Serie.

 

In der Westliga-Partie am Samstag gegen Dornbirn (Riedenburg, 19.15 Uhr) muss freilich eine ordentliche Leistungssteigerung her, um gegen den Tabellenzweiten aus Vorarlberg halbwegs auf Augenhöhe zu bleiben (gegen den SK Traun wurden in der ersten Spielhälfte – auch aufgrund eines stark spielenden Gästetorhüters – reihenweise Topchancen vom Kreis und im Tempogegenstoß vergeben).

Sechster UHC-Sieg trotz 1:7-Katastrophenstart

 

 

Sonntag, 10. April (Lambach): OÖ Landesliga, Unteres Play-off:

SG Wels/Lambach 2 – UHC Salzburg 27:31 (16:14)

UHC-Kader (Tore): Mark Feichtinger (7), Pitsch, Rusche (je 6), Holzner (5), Musija (3), Hofmann, Wagner (je 2); Tor: Manhart

 

Trotz einer Zitterpartie in Lambach (Spielort kurzfristig verlegt) bleibt der UHC im unteren Play-off der Oberösterreichischen Handball-Landesliga ungeschlagen an der Tabellenspitze – der 31:27-Erfolg beim Schlusslicht Wels/Lambach 2 nach durchwachsener Leistung bedeutete den sechsten Play-off-Sieg in Serie.

 

Zum Spiel: Der UHC Salzburg erwischte einen katastrophalen Start, lag nach zehn Minuten mit 1:7 zurück und musste insgesamt 40 Minuten lang einem Rückstand hinterher laufen. Die oberösterreichischen Gastgeber präsentierten sich hingegen weitaus stärker als bei ihrer 22:45-Niederlage in Salzburg, profitierten aber auch von der bislang schwächsten Play-off-Leistung des UHC. In der Abwehr wurden die gegnerischen Angreifer eher „freundschaftlich begleitet“ als am Wurf gehindert und im Angriff wurden so lange die besten Chancen vergeben, bis endlich auch der Torhüter von Wels/Lambach warm geschossen war. So waren es am Ende sieben starke Minuten, welche die Wende zugunsten des UHC brachten: von der 37. bis zur 44. Minute verwandelten die Salzburger Gäste einen 17:20-Rückstand in eine 23:20-Führung. Diese wurde zwar auch noch einmal verspielt (49./23:23), doch mit dem Selbstbewusstsein der geglückten Aufholjagd hatte der UHC am Ende den längeren Atem (Spielstände aus UHC-Sicht: 24:24, 27:24, 27:26, 28:27, 31:27).

UHC Salzburg beendet Play-off-Hinrunde

mit fünftem Sieg in Folge und 13:0 Punkten

 

Samstag, 19. März (Riedenburg): OÖ Landesliga, Unteres Play-off:

UHC Salzburg – SG Wels/Lambach 2 45:22 (22:10)

UHC-Kader (Tore): Pitsch (11), Schnöll (9), Zeppezauer (7), Pac (6), Musija (4), Mark Feichtinger, Rudolf (je 3), Wagner (2);

Tor: Lugstein (31. – 60.), Manhart (1. – 30.).

 

Der UHC bleibt im unteren Play-off der Oberösterreichischen Handball-Landesliga weiter ungeschlagen. Beim 45:22-Kantersieg gegen das fast ausschließlich aus U17-Spielern zusammengesetzte Team des Schlusslichts SG Wels/Lambach 2 waren die Kräfteverhältnisse eindeutig. Zwar kehrte zu Beginn der zweiten Hälfte wieder kurzzeitig der Schlendrian im UHC-Spiel ein, in Summe war die Leistung aber deutlich konzentrierter als am Dienstag gegen die SG Linz/Neue Heimat 2 – letztlich wurde diesmal auch die zweite Halbzeit deutlich gewonnen (23:12). Der UHC Salzburg hat somit die Hinrunde mit 13:0 Punkten beendet (inklusive der drei Bonuspunkte aus dem Grunddurchgang) bzw. gegen alle Play-off-Gegner je einmal gespielt und gewonnen. Das 45:22 war der zweithöchste UHC-Sieg der Saison (im Grunddurchgang gab es einen 45:17-Efolg über Vöcklabruck).

 

Zum Spiel: Verdienter Topscorer und eine der treibenden Kräfte beim UHC war diesmal der elffache Torschütze Ricardo Pitsch, der sich ein ums andere Mal auf der linken Aufbauposition gegen die nicht sehr sattelfeste Welser Verteidigung durchsetzen und seine Vorstöße erfolgreich abschließen konnte. Allein in Hälfte eins traf Pitsch sieben Mal und war (bis auf einen verworfenen Siebenmeter) der Sieggarant. Ähnlich stark agierte die UHC-Flügelzange, die sowohl im Konter als auch im Positionsangriff zu etlichen Chancen kam. Zwar passierten den Salzburger Flügelspielern auch einige Fehlwürfe, doch in Summe erzielte das UHC-Flügel-Trio Schnöll (9), Zeppezauer (7) und Pac (6/Flügel und Kreis) gleich viele Tore wie alle gegnerischen Spieler zusammen (22). Pech hatte der in Hälfte eins noch beruflich verhinderte Aufbauspieler Mark Feichtinger, der nach nur 22 Minuten Einsatz in der zweiten Halbzeit bereits drei Zwei-Minuten-Strafen kassiert hatte (die dritte – wie auch der Gegenspieler bestätigte – eher fragwürdig) und mit Rot vom Feld musste. Angesichts dieses Kurzeinsatzes waren drei Tore durch drei knackige Rückraum-Würfe gar keine schlechte Ausbeute (ein viertes Feichtinger-Tor wurde leider wegen des Stürmerfouls eines Teamkollegen aberkannt).

UHC Salzburg weiter ungeschlagen – gegen

die SG Linz/Neue Heimat 2 reichte eine gute Halbzeit

 

Dienstag, 15. März (Riedenburg): OÖ Landesliga, Unteres Play-off:

UHC Salzburg – SG Linz/Neue Heimat 2 30:23 (15:7)

UHC-Kader (Tore): Musija (6), Zeppezauer, Schnöll (je 5), Mark Feichtinger, Pitsch, Pac (je 4), Rudolf (2); Tor: Lichtenegger (31. – 60.), Manhart (1. – 30.).

 

Die UHC-Handballer setzen ihren Siegeszug im unteren Play-off der Landesliga Oberösterreich fort. Gegen die SG Linz/Neue Heimat 2 machten die Gastgeber bereits in der ersten Spielhälfte alles klar und warfen eine 15:7-Führung heraus. Danach war allerdings von Spielfreude und vollem Einsatz nicht mehr viel zu sehen: Die Begegnung verflachte zu einer „Dienstag-Abend-Partie“, in der die Linzer sogar die zweite Hälfte mit 16:15 für sich entscheiden konnten. Am Ende stehen dennoch der vierte UHC-Sieg in Folge, eine makellose Play-off-Bilanz von 11:0 Punkten und die Verteidigung der Tabellenspitze zu Buche.

 

Zum Spiel: Wie in den letzten Partien begannen die Salzburger mit einer starken Deckung und kassierten in den ersten 12 Minuten nur ein Gegentor (7:1). Ricardo Pitsch setzte vom Aufbau in 1-gegen-1-Aktionen die ersten Akzente, danach folgten auch von seinen Teamkollegen einige schöne Spielzüge oder erfolgreich abgeschlossene Tempogegenstöße. In puncto Wurfausbeute konnte der UHC zwar nicht überzeugen, aber der Gegner verzeichnete noch mehr Fehlwürfe und konnte die Salzburger in den ersten 30 Minuten nie ernsthaft gefährden. Das änderte sich, als die Gastgeber in Hälfte zwei schon frühzeitig mit den Gedanken in der Kabine waren. Es entwickelte sich gegen die eigentlich deutlich schwächeren Linzer ein munteres Hin und Her, in dem beide Verteidigungsformationen durch Arbeits-verweigerung glänzten. Fazit: Ein verdienter Teilerfolg für die Gäste und eine nur deshalb entschuldbare UHC-Leistung, weil der Sieg dennoch nie in Gefahr war.

UHC nach roter Karte mit Trotzreaktion

zum 27:14-Kantersieg in Eferding

 

 

Freitag, 11. März (Eferding): OÖ Landesliga, Unteres Play-off:

HC Eferding – UHC Salzburg 14:27 (9:13)

UHC-Kader (Tore): Zeppezauer (7), Wagner (6), Musija, Lichtenegger (je 5), Pitsch, Deinhamer (je 2); Tor: Manhart.

 

Mit einem überraschend hohen 27:14-Sieg kehrte der UHC am Freitag vom Auswärtsspiel in Eferding zurück und verteidigte damit souverän die Tabellen-führung. Nach zwei kurzfristigen Absagen hatten die Salzburger wieder nur sieben Spieler, darunter zwei Torhüter, zur Verfügung. Goalie Wolfgang Lichtenegger feierte somit ein (gelungenes) Comeback als Feldspieler am Kreis. Dank einer geschlossen guten Teamleistung gelang es dem UHC sogar, den Ausschluss von Ricardo Pitsch in der 40. Minute und die anschließende Spielphase (12 Minuten) in Unterzahl wegzustecken – zumal ab der 52. Minute auch der Gegner mit nur noch sechs Spielern auskommen musste. Ein Akteur des Eferdinger Acht-Mann-Kaders hatte sich verletzt und Spielertrainer Vikstrems sah nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe die rote Karte.

 

Zum Spiel: Nach einer ausgeglichenen Startphase erarbeitete sich der UHC gegen Mitte der ersten Halbzeit einen Drei- bis Vier-Tore-Vorsprung, der bis zur Pause gehalten werden konnte. Die Salzburger agierten in den ersten 30 Minuten sehr diszipliniert, kamen ohne eine einzige Zwei-Minuten-Strafe aus und verringerten damit – ob des Minikaders – die Gefahr eines frühen Unterzahl-Spiels. Aus der gesicherten Deckung resultierten einige erfolgreich abgeschlossene Konter, allerdings kamen auch die Gastgeber einige Male mit Tempogegenstößen zum Erfolg, wenn im UHC-Angriff zu hastig bzw. zu unvorbereitet der Abschluss gesucht wurde. Trotz (zu) vieler Salzburger Fehlwürfe stand es zur Pause 13:9.

 

In Hälfte zwei wollte der UHC eigentlich in dieser Tonart weiterspielen und sich Schritt für Schritt absetzen, doch dann kam die Schocksekunde: Ricardo Pitsch, der zuvor noch nicht einmal Gelb gesehen hatte, sah beim Stand von 13:10 für den UHC nach einem Allerweltsfoul die rote Karte (40. Minute) – den Salzburgern drohten somit 20 Minuten in Unterzahl. Statt mit dem Schicksal zu hadern, folgte nun aber eine Trotzreaktion. Die Abwehr konzentrierte sich auf die stärksten Eferdinger Spieler, im Angriff wurde die maximale Spielzeit so gut wie möglich ausgenutzt und die Eferdinger leisteten ebenfalls Hilfestellung, indem sie sich durch Zwei-Minuten-Strafen schwächten und für einen personellen Ausgleich sorgten. Statt des befürchteten Ansturms der Gastgeber zog der UHC auf 15:10 bzw. 15:11 davon, kassierte von der 42. bis zur 57. Minute nur ein Tor und erhöhte seine Führung auf 24:12. Selbst Phasen mit nur vier Salzburger Feldspielern wurden überstanden. Die dritte Zwei-Minuten-Strafe und folglich rote Karte gegen den Eferding Spielmacher Ugis Vikstrems (wegen Schiri-Kritik!) brachte nicht nur den Gleichstand an Spielern, sondern auch die endgültige Vorentscheidung.

 

Die wichtigsten Treffer für den UHC Salzburg erzielte in diesem Spielabschnitt Armin Musija, der in Hälfte eins nicht einen seiner Würfe vom rechten Flügel im Tor untergebracht hatte. Nun traf der Linkshänder aber vom Aufbau und Flügel fünfmal innerhalb von 13 Minuten (zum 16:12, 17:12, 19:12, 21:12 und 24:12).

UHC siegt trotz Minimalbesetzung

und verteidigt die Tabellenspitze

 

 

Samstag, 5. März (Traun): OÖ Landesliga, Unteres Play-off:

SK Traun – UHC Salzburg 21:27 (8:14)

UHC-Kader (Tore): Rusche (8), Pitsch (7), Wagner (4), Rudolf (4), Schnöll (3), Holzner (1); Tor: Manhart.

 

Mit nur sieben gesunden bzw. beruflich abkömmlichen Spielern mussten die

UHC-Handballer am Samstag zum Auswärtsspiel in Traun anreisen – besonders die Aufbaureihe war ohne Tomala, Deinhamer, Musija, Hofmann und die beiden Feichtinger-Brüder stärkstens dezimiert. Die Salzburger „Minimalbesetzung“ verkaufte sich beim Tabellenletzten aber von Beginn an gut und legte mit einem 9:1-Traumstart in den ersten elf Minuten die Basis für den letztlich klaren 27:21-Erfolg. Zwischenzeitliche Schwächephasen waren zu erwarten gewesen und traten auch ein – die Gastgeber aus Traun kamen aber nur einmal gefährlich bis auf 13:16 heran, ansonsten verwalteten die UHC-Spieler mit Cleverness und einer guten Deckungsarbeit ihren Vorsprung (meistens um die 5 bis 6 Tore, maximal 9 Tore).

 

Das Angriffsspiel bot naturgemäß kaum spielerische Leckerbissen, aber die bunt zusammengewürfelte UHC-Resttruppe kämpfte beherzt: Topscorer Christian Rusche glänzte sowohl am Kreis als auch im Tempogegenstoß (trotz gerade überstandener Bronchitis und Atembeschwerden). Ricardo Pitsch harmonierte am linken Aufbau gut mit seinen Nebenspielern am Flügel und in der Mitte, erzielte fünf Tore aus dem Spiel und verwertete auch seine beiden Siebenmeter-Strafwürfe bombensicher. UHC-Neuzugang Johannes Rudolf (D), der vor einer Woche in der Westliga gegen den HC Tirol nur zu Kurzeinsätzen gekommen war, erwies sich in seinem erst zweiten Pflichtspiel als echte Verstärkung für die Aufbauposition und trug sich mit vier Treffern erstmals für den UHC Salzburg in die Scorerliste ein. Am rechten Flügel und auf der rechten Aufbauposition wechselten sich die beiden Linkshänder Christian Schnöll (3 Tore) und Michael Holzner (1 Tor) ab, trafen auf dieser Seite aber auf härtere Gegenwehr in Form einer besser postierten Abwehr der Gastgeber. Holzner agierte dafür gewohnt stark in der Deckung und Routinier Schnöll hielt trotz erst vor kurzem überstandener Verletzung immerhin das ganze Spiel durch. Und schließlich feierte Herbert Wagner ein gelungenes Comeback als Spieler, indem er zwischen Kreis, Flügel- und Aufbauposition rochierte und eine gleichermaßen torgefährliche wie routinierte Leistung ablieferte.