Samstag, 26. Mai (Wels):
Regionalliga West:

SG Wels/Lambach - UHC Salzburg 32:26 (16:15)

UHC-Kader (Tore): Sperr, Hofmann, Michael Untersteiner (alle 5), Kschwendt, Mathias Schmied (je 4), Rhöse (2), Augustinus Untersteiner (1), Christian Schnöll, Schär; Tor: Mathias Schmied (1. – 30.), Manhart (31. – 60.)

Im bedeutungslosen letzten Saisonspiel der Regionalliga West zwischen dem Vorletzten Wels/Lambach und Schlusslicht UHC Salzburg brachten beide Trainer verstärkt ihre Jugendspieler zum Einsatz, damit diese (weitere) Westliga-Erfahrung sammeln konnten. Matchwinner war allerdings der einzige Routinier in den Reihen der oberösterreichischen Gastgeber, der starke Werfer Adrian Röthig, der mit insgesamt zehn Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg der SG Wels/Lambach hatte. Beim UHC wechselten sich – wie im gesamten Saisonverlauf – starke Phasen im Spiel mit mehreren Durchhängern ab. Solch ein Durchhänger von fünf Minuten war es dann auch, der nach einer ordentlichen ersten Halbzeit in Hälfte zwei zur Entscheidung führte: von der 48. bis zur 53. Minute konnten die Oberösterreicher ihre Führung von 24:21 auf 29:21 ausbauen und das Spiel für sich entscheiden.

Einer der Besten im UHC-Dress war diesmal der vielseitig einsetzbare Mathias Schmied, der vor der Pause als Torhüter mehrere Glanzparaden zeigte und nach der Pause als Feldspieler noch vier Tore für die Salzburger beisteuerte. Ein Pauschallob hat sich – zumindest über weite Strecken der Partie – die Abwehrleistung des UHC verdient. Im Angriff überzeugten des weiteren Flügelspieler Martin Sperr (auch aus schwierigen Winkeln), die Aufbauspieler Niki Hofmann und Michael Untersteiner (mit seinen unwiderstehlichen Einbrüchen in die gegnerische Verteidigung) sowie (zumindest vor der Pause) Kreisläufer Moritz Kschwendt. Schweiz-Legionär Martin Schär, der die Saison eigentlich als Kreisspieler begonnen hat, wächst unterdessen auch immer besser in die Rolle als Spielmacher hinein.



Abschlusstabelle:



Nr

Mannschaft

Spiele

+

±

-

 

D

Punkte

1

Edelweiß Linz

8/8

6

1

1

260:208

52

13

2

HC Tirol

8/8

6

0

2

234:207

27

12

3

TS Dornbirn

8/8

5

1

2

230:204

26

11

4

SG Wels/Lambach

8/8

2

0

6

218:245

-27

4

5

UHC Salzburg

8/8

0

0

8

179:257

-78

0


Samstag, 19. Mai (Salzburg, SH Riedenburg):
Regionalliga West:

UHC Salzburg - SG Wels/Lambach 24:31 (11:19)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (9), Hofmann (4), Rusche (3), Augustinus Untersteiner, Zeppezauer, Greim-Kuczewski (alle 2), Sperr, Rhöse (je 1), Christian Schnöll, Kschwendt, Schmied;
Tor: Lugstein (31. – 60.), Manhart (1. – 30.)

Die Regionalliga-Saison der Handballer nähert sich dem Ende – und der UHC Salzburg muss sich langsam damit anfreunden, die Westliga ohne Punktgewinn zu beenden. Zwar gab es im Heimspiel gegen die SG Wels/Lambach in Hälfte zwei, die mit einem Tor gewonnen wurde, einige Lichtblicke, für eine Aufholjagd reichte es aber nach dem 11:19-Halbzeitrückstand nicht mehr. Zu viele individuelle Fehler – meist zum ungünstigsten Zeitpunkt – verhinderten letztlich ein besseres Resultat und die SG Wels/Lambach ging als verdienter 31:24-Sieger vom Platz. Für die Gäste aus Oberösterreich, die ebenfalls im Tabellenkeller der Regionalliga stehen, waren es die ersten Punkte in der Westliga. Mit großem Abstand bester UHC-Spieler war der erfreulicherweise wieder einmal aufgelaufene Innsbruck-Student Lukas Schnöll mit neun ausgesprochen schönen Toren.


Samstag, 21. April (Dornbirn):

Regionalliga West:

 

TS Dornbirn – UHC Salzburg 28:14 (13:8)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll, Michael Untersteiner (je 3), Ullrich, Schär, Christian Schnöll (alle 2), Augustinus Untersteiner, Mathias Schmied (je 1), Pfleger; Tor: Manhart.

 

Sechstes Regionalliga-Spiel für den UHC, sechste Niederlage der Salzburger – und wieder sah das Ergebnis am Ende viel schlimmer als der Spielverlauf aus. Ohne eine Vielzahl torgefährlicher Stammspieler wie Mark Feichtinger, Pac, Sperr, Kschwendt, Huber, Zeppezauer und den im Abschlusstraining umgeknöchelten Niki Hofmann hielten die Salzburger mit ihrem sehr jung aufgestellten Mini-Kader bei den ungeschlagenen Vorarlbergern überraschend lang mit. Der UHC führte mit 4:2, hielt nach 15 Minuten bei 5:5 und lag in der 40. Minute mit einem 12:15-Rückstand noch auf Augenhöhe, danach folgten aber zwei direkte rote Karten gegen Lukas Schnöll (die erste seiner Karriere) und Michi Untersteiner (nach einem unglücklichen Zusammenprall, der von den straffreudigen Schiris als Absicht interpretiert wurde).

 

Da nach 20 Spielminuten bereits Max Pfleger mit einer Knöchelverletzung ausgeschieden war, verblieb mit Tobias Ullrich nur noch ein gelernter Aufbauspieler auf dem Feld. Der mühte sich zwar redlich, zusammen mit Kreisspieler Martin Schär (sehr gute Partie) und dem wieder einmal zum Feldspieler umfunktionierten Tormann (!) Mathias Schmied für Druck vom Aufbau zu sorgen, doch es gelangen in den verbleibenden 20 Minuten nur noch zwei UHC-Tore bei 13 weiteren Gegentreffern. Die hohe 14:28-Schlappe gibt die Leistung der brav kämpfenden UHC-Spieler in Dornbirn somit nur bedingt wieder.


Samstag, 25. Februar (Salzburg, SH Riedenburg):

Regionalliga West:

 

UHC Salzburg – Edelweiß Linz 26:32 (11:15)

UHC-Kader (Tore): Christian Schnöll, Lukas Schnöll (je 6), Mark Feichtinger (5), Pac (4), Zeppezauer (3), Sperr, Hofmann (je 1), Augustinus Untersteiner, Michael Untersteiner, Kschwendt; Tor: Lugstein (31. – 60.), Manhart (1. – 30.)

 

Achtungserfolg für den UHC Salzburg: Im Heimspiel gegen Edelweiß Linz, den haushohen Favoriten der Regionalliga West, waren die Gastgeber 52 Minuten lang ebenbürtig. Und das, nachdem die Gäste aus Oberösterreich mit einem Angriffs-Furioso begonnen hatten und bereits nach acht Minuten mit 7:1 voran lagen. Erinnerungen an das 22:40-Hinspieldebakel wurden wach, aber diesmal wusste der sehr ambitionierte UHC mit enormem Kampfgeist und dem einen oder anderen spielerischen Leckerbissen ein ähnliches Resultat zu verhindern. Letztlich erzielten beide Teams in den restlichen 52 Spielminuten gleich viele Tore (25:25) und die sechs Treffer Differenz standen auch am Ende der Begegnung zu Buche.

 

Für eine Überraschung waren die Linzer auch diesmal zu stark, die fast durchwegs bundesliga-erfahrenen Edelweiß-Spieler hätten sich das Match in Salzburg aber sicherlich etwas einfacher vorgestellt. Nach dem katastrophalen Start und dem 1:7-Rückstand kam der UHC mit starken Defensivleistungen von Abwehr und Torhüter wieder ins Spiel. Die Linzer vergaben nicht nur einen Siebenmeter, sondern immer mehr ihrer zahlreichen Großchancen. Auf der Gegenseite taten sich zwar auch die Salzburger Handballer schwer gegen die starke Linzer Abwehr, die Gastgeber steckten aber nie auf – auch dann nicht, als der stark in die Partie gestartete Lukas Schnöll behandelt werden musste und zwischenzeitlich ausfiel. Mark Feichtinger und Christian Schnöll trafen in dieser Phase ebenso sicher wie Patrick Zeppezauer und Niki Hofmann, Steve Pac (der in der zweiten Hälfte zu noch besserer Form auflief) half im Rückraum mit, das Spiel anzukurbeln. Der UHC verkürzte von 1:7 auf 4:8 und 8:12, aber auch die Linzer hielten dagegen (9:14) und der ebenfalls in sehr guter Form spielende Linzer Goalie verhinderte ein besseres UHC-Resultat zur Pause (11:15). Generell ließen die Tiroler Schiris eine harte Gangart beider Teams zu, was die routinierteren Edelweiß-Spieler besser als die Salzburger auszunutzen wussten.

 

Der Auftakt zur zweiten Spielhälfte gehörte dann ganz dem UHC Salzburg, der bis zur 39. Minute auf 16:17 herankam. Verantwortlich dafür waren beim UHC die beiden Namensvettern Christian Schnöll (traf wie schon im Auswärtsspiel sicher vom Flügel) und Lukas Schnöll (mit zwei gewohnt schönen Einzelaktionen) sowie eine Vielzahl toller Torhüterparaden vom nach der Pause ins Spiel gekommenen UHC-2-Goalie Wolfgang Lugstein. In der Folge pendelte der Salzburger Rückstand bis zur 51. Minute (22:25) zwischen drei und vier Toren, eine finale Aufholjagd ließ der Gegner aber nicht zu. Beide Teams wurden in den letzten zehn Minuten hektischer bzw. nervöser und fabrizierten unnötige technische Fehler, doch nur die Linzer konnten daraus auch mit Kontertoren Kapital schlagen. Ein Sechs-Tore-Vorsprung (22:28, 23:29, 24:30), den die Gäste von der 53. bis in die 57. Minute – und letztlich bis zum Ende – mitnahmen, bedeutet schließlich die Entscheidung.

 

Fazit: Eine Teamleistung, auf der man beim UHC für die nächsten Spiele in der Oberösterreichischen Landesliga aufbauen kann. Auch Interims-Coach Martin Schär, der die Mannschaft während des Urlaubs von Trainer Huber betreute, erledigte einen vorbildlichen Job und darf stolz auf sein Motivationstalent sein.


Sonntag, 12. Februar (Salzburg, SH Riedenburg):

Regionalliga West:

 

UHC Salzburg – HC Tirol 16:30 (7:12)

UHC-Kader (Tore): Sperr (6), Augustinus Untersteiner, Zeppezauer, Hofmann, Schär (alle 2), Christian Schnöll, Mark Feichtinger (je 1), Kschwendt, Michael Untersteiner, Greim-Kuczewski; Tor: Matthias Schmied (23. – 25., 40. – 60.), Manhart (1. – 22., 26. – 39.)

 

Die Regionalliga bleibt für den heuer stark umgebauten UHC Salzburg weiterhin eine Nummer zu groß. In der vierten Partie gab es die vierte Niederlage, wobei das Heimspiel gegen den HC Tirol viele Parallelen zur ebenfalls klar verlorenen Auswärtspartie im November aufwies (24:35 in Innsbruck). Auch diesmal taten sich die Salzburger Handballer extrem schwer gegen die Tiroler Verteidigung, scheiterten entweder bereits beim Spielaufbau oder am starken Innsbrucker Goalie und fingen sich so ein Kontertor nach dem anderen ein. Bereits beim Ansatz eines UHC-Wurfes waren zumeist schon zwei Tiroler Spieler in Richtung Mittellinie unterwegs – ein vorbildliches Konterspiel der Gäste, die sich auch vorrangig durch ihre Gegenstöße entscheidend absetzen konnten. Im normalen Positionsspiel ging von den Innsbruckern nämlich auch keine große Gefahr aus (zumal die Salzburger Deckung in den ersten 30 Minuten noch recht ordentlich agierte). Wenn man freilich wie der UHC in den ersten 27 Minuten nur fünf Treffer erzielt, macht man es dem Gegner leicht, sein schnelles Konterspiel erfolgreich umzusetzen. So konnten beim UHC lediglich Topscorer Martin Sperr, Goalie Matthias Schmied und Michael Untersteiner einen durchgängig positiven Eindruck hinterlassen.


Samstag, 4. Februar (Linz, Hüttnerschule):

Regionalliga West:

 

Edelweiß Linz – UHC Salzburg 40:22 (19:9)

UHC-Kader (Tore):

Christian Schnöll (8), Hofmann (5), Zeppezauer (4), Michael Untersteiner, Matthias Schmied (je 2), Kschwendt (1), Michael Huber; Tor: Manhart

 

Nach etlichen Verletzungen und Absagen unmittelbar vor dem Spieltag musste der UHC Salzburg am Samstag mit lediglich sieben Spielern zur Regionalliga-Partie beim Bundesliga-Absteiger und Westliga-Topfavoriten Edelweiß Linz anreisen. Dieses "letzte Aufgebot" schlug sich zwar tapfer und konnte eine noch höhere Niederlage verhindern, die Kräfteverhältnisse waren aber von Beginn an eindeutig und der klare Linzer 40:22-Erfolg stand nie in Frage.


Ein Torwart (Schmied) auf dem linken Flügel, ein Flügelspieler (Zeppezauer) auf dem linken Aufbau und überhaupt nur ein gelernter Aufbauspieler (Hofmann) im Kader – so präsentierte sich der stark dezimierte UHC ausgerechnet bei dieser anspruchsvollen Regionalliga-Partie, die man auch in Bestbesetzung als klarer Außenseiter in Angriff genommen hätte. Wenig überraschend führten die Gastgeber nach achteinhalb Minuten bereits mit 8:1 und waren über weite Strecken des Spiels deutlich überlegen. So überlegen, dass sich Edelweiß Linz sogar eine Vielzahl von Fehlwürfen im Angriff leisten konnte. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kämpfte sich der UHC langsam ins Spiel: nach einem 4:13-Rückstand in der 20. Minute verkürzten die Salzburger den Rückstand bis zur 28. Minute auf 9:16 (den bis zum Ende der Partie "knappsten" Rückstand), fingen sich aber vor der Pause noch drei Treffer zum 9:19-Halbzeitstand ein.

 

Der Teamgeist und die Einstellung in diesem Kampf "David gegen Goliath" waren vorbildlich, doch neben der dünnen Personaldecke kam erschwerend hinzu, dass die anwesenden Akteure des UHC in dieser Konstellation und auf diesen Positionen kaum je zusammen gespielt hatten – flüssige Kombinationen durfte man von diesem Not-Team nicht erwarten. Die Folge waren auch mehrere Ballverluste im Angriff, die von den Linzern mit Gegenstoß-Toren bestraft wurden. Auch in der Abwehr konnte der UHC nicht mehr mit letzter Konsequenz agieren, da bereits zwei Spielern die komplette zweite Halbzeit lang die rote Karte drohte (Untersteiner und Hofmann waren mit je zwei Zeitstrafen vor der Pause belastet).

 

Die Niederlage hätte somit weit höher ausfallen können, doch UHC-Topscorer Christian Schnöll entnervte den Edelweiß-Goalie vor allem nach der Pause mit einem Flügeltor nach dem anderen. Ähnlich starke Leistungen boten Niki Hofmann, Patrick Zeppezauer und Goalie Thomas Manhart (neben Schnöll die erfahrensten Spieler im UHC-Aufgebot). In diesem Umfeld vermochten sich letztlich auch die drei Youngsters zu steigern – Untersteiner, Schmied und Kschwendt halfen an der Seite der Routiniers tatkräftig mit, ein noch ärgeres Debakel zu vermeiden. Nachdem sich Michael Untersteiner in der 57. Minute doch noch die dritte Zeitstrafe samt roter Karte einhandelte, kam am Schluss sogar UHC-Trainer Michi Huber zu seinem Debüt in der Regionalliga West.


Samstag, 10. Dezember 2011 (Salzburg, SH Riedenburg):

Regionalliga West:

 

UHC Salzburg – TS Dornbirn 27:29 (15:14)

UHC-Kader (Tore): Pac, Christian Schnöll (je 5), Zeppezauer, Mark Feichtinger (je 4), Michael Untersteiner (3), Ullrich, Kschwendt (je 2), Sperr, Pfleger (je 1), Huber, Mathias Schmied; Tor: Miladic (22. – 60.), Manhart (1. – 21.)

Die Formkurve zeigt nach oben, für einen Sieg hat es aber wieder nicht gereicht: Der UHC Salzburg verspielte in der Regionalliga West gegen Dornbirn eine 20:14-Führung und musste sich am Ende noch mit 27:29 geschlagen geben. Neben der knappen Niederlage schmerzte auch der Ausfall von Aufbauspieler Severin Huber, der mit einer Bänderverletzung wohl mehrere Wochen pausieren muss.

Zum Spiel: Der UHC erwischte diesmal einen guten Start und beendete die erste Viertelstunde mit einer 6:3-Führung (wobei zwei der drei Gegentreffer aus Siebenmeter-Strafwürfen resultieren). Die Salzburger Abwehr stand also von Beginn an – und auch über weite Teile des restlichen Spiels – weitaus besser, als in den letzten Begegnungen. Auch das Angriffsspiel des UHC war durchaus gefällig, allerdings mit viel zu wenigen Treffern im Vergleich zu den herausgespielten Torchancen. Diese mangelnde Wurfausbeute führte dazu, dass die Gäste aus Vorarlberg nun aufkamen bzw. zwischen der 20. und 30. Minute mehrmals ausgleichen und kurz in Führung gehen konnten (7:7, 8:9, 10:11). Was sich ebenfalls schon in der ersten Hälfte andeutete: Eine von beiden Seiten beobachtete katastrophale Schiedsrichter-Leistung des Tiroler Duos Brugger/Brugger, die das Spiel immer ruppiger werden ließ. Mehrfach lagen Akteure beider Teams verletzt am Boden, mit dem schmerzhaftesten Ende für UHC-Spieler Severin Huber, der nach seinem Ausscheiden vom Krankenhaus aus eine Überdehnung der Bänder mit längerer Spielpause meldete.

Auf diesen Schock folgte in Hälfte zwei trotzdem ein Aufbäumen der Gastgeber. UHC-Goalie Alexander Miladic verhängte mit einer starken Parade nach der anderen eine achtminütige Torsperre und legte damit den Grundstein für erfolgreiche Salzburger Angriffe, die nach dem 14:14-Zwischenstand in einer 20:14-Führung resultierten. Doch es folgte ein zweiter Rückschlag: Ausgerechnet der quirlige Tobias Ullrich, bei dem die vielen Fouls der Gegner von den schwachen Schiris kaum geahndet wurden, erhielt die dritte Zwei-Minuten-Strafe und musste mit Rot vom Platz. Dem ersatzgeschwächt angetretenen UHC gingen somit langsam die Aufbauspieler aus (auf dieser Position fehlte mit Dominik Feichtinger, Lukas Schnöll, Hofmann, von Götz, Schneider und Deinhamer eine Vielzahl von Spielern).

Die TS Dornbirn erkannte diesen Schwachpunkt des UHC und stellte auf doppelte Manndeckung um. So kamen die Vorarlberger wieder Tor um Tor heran und konnten in der 51. Minute auf 23:23 ausgleichen. In den letzten zehn Minuten musste stets der UHC einer knappen Gäste-Führung hinterher laufen, doch der Ausgleichstreffer wollte beim 27:28-Rückstand in der Schlussminute nicht mehr gelingen.

Stärkste UHC-Spieler waren Goalie Alexander Miladic (hielt auch wieder einen Siebenmeter), Spielmacher Mark Feichtinger, die Routiniers Christian Schnöll und Stefan Pac (hielt den UHC auch als Aufbauspieler während der Manndeckung im Spiel), Rückkehrer Patrick Zeppezauer am Flügel (starkes Comeback) sowie der unermüdlich kämpfende Michi Untersteiner, der mit seinen Treffern in der Schlussphase die Chance auf den Punktgewinn bis zum Ende offen hielt.


Samstag, 19. November 2011 (Innsbruck):

Regionalliga West:

  

HC Tirol – UHC Salzburg 35:24 (17:10)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll, Pfleger (je 6), Ullrich (5), Mark Feichtinger (3), Christian Schnöll, von Götz (je 2), Hofmann, Schär, Michael Untersteiner, Augustinus Untersteiner; Tor: Mathias Schmied (50. – 60.), Manhart (1. – 50.)

Mit einer 24:35-Niederlage und mehreren verletzten bzw. angeschlagenen Spielern kehrten die Handballer des UHC Salzburg vom Auftaktspiel in der Regionalliga West beim HC Tirol zurück. Am schlimmsten erwischte es den Schweizer UHC-Kreisspieler Martin Schär, dem nach einer Achillessehnen-Verletzung eine längere Pause droht.

 

 Zum Spiel: Bereits die Anfangsphase war bezeichnend für die ganze Begegnung – erst nach acht Minuten gelang dem UHC durch einen Siebenmeter das erste Tor, während für die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt bereits eine 4:0-Führung auf der Anzeigetafel aufschien. Der HC Tirol blieb über die ganze Spieldauer hinweg das bestimmende Team, stand besser in der Abwehr und war im Angriff sowohl mit Einzelaktionen als auch spielerisch überlegen. So konnten die Gastgeber ihre Führung kontinuierlich ausbauen (15./9:4 – 22./13:7 – Halbzeit/17:10).

  

Auf der Gegenseite lief beim UHC in der ersten Spielhälfte nur wenig zusammen. Die Angrifffszeiten waren meist zu kurz, die Abschlüsse entsprechend schlecht vorbereitet und selten erfolgreich. In der Verteidigung wurde zwar gerackert, aber die besser kombinierenden Gegner konnten die UHC-Abwehr dennoch viel zu oft ausspielen und meist frei von sechs Metern abschließen (und das auf nahezu allen Positionen, nicht nur am Kreis und von den Flügeln). Hinzu kam ein gefälliges Konterspiel der Tiroler als logische Folge der vielen vergebenen UHC-Angriffe. Über die ganze Spieldistanz betrachtet, erzielte der HC Tirol rund ein Drittel seiner Treffer aus Gegenstößen.

  

Der UHC Salzburg kam erst ins Spiel, als es beim Stand von 11:21 (34. Minute) schon zu spät war – von nun an verlief die Partie mit 13 weiteren Toren des UHC und 14 weiteren Treffern der Tiroler (zumindest was zählbare Erfolge anbelangt) ausgeglichen. Der Rückstand wurde sogar noch einmal bis auf 15:22 verkürzt und es folgten mehrere gute Aktionen, die Hoffnung für die zukünftigen Auftritte der jungen UHC-Truppe geben.

  

Beste Salzburger Spieler waren der Neuzugang aus Ingolstadt, Tobias Ullrich, der neben seinen fünf Treffern auch immer wieder Tempo ins Spiel brachte und mehrere Siebenmeter herausholte, sowie Nachwuchs-Goalie Mathias Schmied, der vor der Pause zwei Siebenmeter parierte und in den letzten zehn Minuten des Spiels eine tolle Parade nach der anderen zeigte.