Abschlusstabelle Bezirksliga 2015/16

   1

TSV München-Ost

20

16

3

1

628:471

+157

35:5

2

TSV Sauerlach

20

16

0

4

593:456

+137

32:8

3

TSV Ebersberg

20

13

4

3

542:474

+68

30:10

4

TSV Grafing

20

10

3

7

515:529

-14

23:17

5

TSV Brannenburg

20

10

0

10

521:541

-20

20:20

6

ESV Rosenheim

20

  8

1

11

528:578

-50

17:23

7

UHC Salzburg

20

  6

2

12

516:578

-62

14:26

8

MTSV Schwabing

20

  6

2

12

536:554

-18

14:26

9

SF Föching

20

  6

1

13

538:564

-26

13:27

10

TSV Haar

20

  5

2

13

515:580

-65

12:28

11

TSV Übersee

20

  5

0

15

475:582

-107

10:30

12

TuS Traunreut

 

 

 

 

zurückgezogen

 

 

 

Sonntag, 17. April (ULSZ Rif):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - TSV München-Ost  19:43 (10:20)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll, Lohmaier (je 5), Schimanski (3), Harbas (2), Gorbach, Höpper, Pac, Klettner (alle 1), Untersteiner, Tovilo, Unterberger, Treichl, Manuel Schmied; Tor: Klettner (1. – 60.), Ebner.

 

Bei den Handballern des UHC war zum Saisonabschluss der Bezirksliga leider schon die Luft draußen. Nach dem in der Vorwoche mühevoll fixierten Klassenerhalt gingen die Salzburger das letzte Spiel etwas zu entspannt an und konnten den Bezirksliga-Meister und Fixaufsteiger München-Ost nur äußerst selten ärgern. Für die Münchner wurde die Partie somit zu einer Gala, in der sie noch einmal ihre Stärken unter Beweis stellten und mit einem Kantersieg unterstrichen, dass sie ein würdiger Aufsteiger sind. Der UHC Salzburg hat das dritte Jahr in der Bezirksliga

letztlich auf dem 7. Platz und damit exakt auf dem gleichen Tabellenplatz wie

in den letzten beiden Jahren beendet. Aus der Liga absteigen müssen neben dem

zurückgezogenen TuS Traunreut auch der TSV Übersee und der TSV Haar.

Samstag, 9. April (München-Schwabing):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

MTSV Schwabing - SG SHV/UHC Salzburg  26:26 (15:12)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (10), Gorbach (5), Mark Feichtinger (4), Pac, Schimanski (je 3), Kucera (1), Lohmaier, Höpper, Hackenbuchner, Tovilo, Untersteiner, Unterberger; Tor: Ebner (1. – 60.), Klettner.

 

Vorgeschichte: Ein Auf und Ab der Emotionen gab es in dieser Woche für die Handballer des UHC Salzburg. Zuerst zog am Donnerstag TuS Traunreut seine Mannschaft zurück, was eine Streichung aller Traunreuter Spielergebnisse in dieser Saison zur Folge hatte. Von dieser unsportlichen und stark überdenkenswerten, weil stets meisterschaftsverfälschenden Regelung profitierten die Sportfreunde Föching: Als einziges von Traunreut besiegtes Team bekam SF Föching quasi zwei Punkte am grünen Tisch „geschenkt“ und zog ohne Spiel wieder in der Tabelle am UHC vorbei, während allen anderen Abstiegskandidaten nur Punkte abgezogen wurden.

 

Am Spieltag selbst gab es dann den nächsten Dämpfer. Vor dem Salzburger Match in Schwabing wurde bereits die Partie zwischen Haar und Brannenburg ausgetragen, in der eine Niederlage Haars bereits den Klassenerhalt für den UHC bedeutet hätte. Doch Brannenburg reiste ob des eigenen Tabellenplatzes jenseits von Aufstiegs- und Abstiegssorgen nur mit einer Rumpftruppe an und musste sich Haar mit 25:29 geschlagen geben. Der UHC war somit in der Abendpartie gehörig unter Druck, in Schwabing den einen noch fehlenden Punkt gegen den Abstieg zu holen, und schaffte in einem spannungsreichen Spiel mit 26:26 die Punktlandung – zumal jeder Sportinteressierte weiß, dass es im Handball praktisch unmöglich ist, gezielt auf ein Unentschieden hin zu spielen. Dabei lagen die Salzburger, bei denen u. a. Harbas, Treichl und Huber fehlten, fast permanent zurück, gingen erst in der 50. Minute erstmals in Führung (von 17:21 auf 23:22) und retteten sich von diesem Zeitpunkt an, ohne noch einmal in Rückstand zu geraten, knapp über die Ziellinie. Die UHC-Handballer blieben zum vierten Mal in Folge ungeschlagen und können in der letzten Runde auch bei einer eventuellen Heimniederlage gegen den starken Tabellenführer und Fixaufsteiger München-Ost nicht mehr aus der Bezirksliga absteigen.

 

Zum Spiel: Die Gastgeber aus Schwabing, die in der Vorsaison noch eine Klasse höher in der Bezirksoberliga aktiv waren, legten vom Start weg immer leicht vor, doch der UHC, der das Heimspiel in Salzburg knapp mit 29:28 gewonnen hatte, hielt motiviert dagegen (Spielstände aus UHC-Sicht: 0:2, 2:2, 3:5, 5:5, 5:7, 6:8, 8:8, 9:9). Geprägt war das Spiel von den starken Aufbaureihen einerseits und den auf beiden Seiten kompromisslosen Defensivreihen andererseits (nach dem Motto „hart aber fair“ gab es bis Spielende je fünf Zeitstrafen für beide Teams). Als sich beim UHC kurz nacheinander zuerst Kreisspieler Klaus Lohmaier (konnte später weitermachen) und Aufbauspieler Jonas Kucera (Bänderdehnung oder -riss / Saison-Out) verletzten, drohte das Match erstmals zugunsten der Gastgeber zu kippen. Schwabing konnte sich mit 14:10 etwas deutlicher absetzen, während Salzburg noch nach der neuen taktischen Ausrichtung suchte, letztlich schaffte der UHC vor dem Seitenwechsel aber noch Ergebniskosmetik und ging „nur“ mit einem

12:15-Rückstand in die Pause.

 

Im zweiten Spielabschnitt versuchten beide Teams verstärkt, mit etwas offensiverer Verteidigung die Rückraum-Aktionen des Gegners zu stören bzw. zu unterbinden – am ausgeglichenen Spiel änderte dies freilich wenig. Schwabing konnte den Vorsprung lange halten (16:12, 17:13, 18:14, 21:17), ehe der UHC zur Aufholjagd startete. Angeführt vom überragenden Spielmacher und UHC-Topscorer Lukas Schnöll verkürzten die Salzburger auf 18:21, 19:21, 20:21 bzw. später auf 22:22 und gingen erstmals in Führung (23:22). Einige Mal wurde die Chance auf eine Zwei-Tore-Führung vergeben, aber auch Schwabing hatte bei Gleichstand einige Male die Chance, sich die Führung zurückzuholen und scheiterte mit zu überhasteten Würfen. Der Spielfilm der Schlussminuten liest sich somit nicht nur spannend (23:23, 24:23, 24:24, 25:24, 25:25, 26:25, 26:26), er war auch in der

Realität ein Handballkrimi vom Feinsten, in dem der UHC die Nerven behielt, sich

keinen Rückstand mehr einfing und letztlich mit dem Unentschieden den Klassenerhalt endgültig absicherte (theoretisch könnten am Ende einige Teams

mit den Salzburgern punktgleich sein, aber sowohl im direkten Duell mit Schwabing als auch in den „kleinen Tabellen“ bei mehreren punktgleichen Teams ist der UHC Salzburg auf einem Nichtabstiegsplatz). 

 

Neben dem zehnfachen Torschützen Lukas Schnöll, der neben sieben Feldtoren drei Strafwürfe verwandelte, scorten auch der stets wurfgewaltige Ingo Gorbach (5) und

der wieder sehr stark im Eins-gegen-Eins agierende Nico Schimanski (3) aus dem Rückraum. Am Flügel und im Konter steuerte Routinier und Co-Trainer Stefan Pac drei wichtige Treffer zum Sieg bei (darunter ein unwiderstehliches Kontertor, bedrängt von mehreren Gegenspielern, das quasi stellvertretend den vorbildlichen Kampfgeist das ganzen UHC-Teams an diesem Tag zum Ausdruck brachte). Am zweiten Flügel brachte Trainer Kai Heep wieder einmal überraschend den gelernten Aufbauspieler Mark Feichtinger, der mit seinen vier tollen Treffern ebenfalls zu den Vätern dieses UHC-„Erfolges“ wurde.

Samstag, 2. April (SH Alpenstraße):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - TSV Grafing  26:21 (12:9)

UHC-Kader (Tore):

Pac (6), Schimanski (5), Kucera, Lukas Schnöll (je 4), Höpper (3),

Harbas (2), Tovilo, Huber (je 1), Lohmaier; Tor: Ebner (1. – 60.), Klettner.

 

Jubel und Erleichterung beim UHC: Mit dem allerersten Sieg in einem Pflichtspiel gegen den „Angstgegner“ TSV Grafing und dem dritten Sieg in Serie haben sich die Salzburger Handballer weiter von den drei Abstiegsplätzen abgesetzt und müssen wohl nur noch theoretisch um den Klassenerhalt bangen (rein rechnerisch wäre der Abstieg im Extremfall leider immer noch möglich). Der 26:21-Erfolg gegen Grafing

unterstreicht, dass man an guten Tagen nahezu jeden Gegner in der Bezirksliga schlagen kann und dass die Mannschaft rechtzeitig zur Saison-Schlussphase den Ernst des drohenden Abstiegs verinnerlicht bzw. Nervenstärke bewiesen hat. Selbst der kurzfristige Ausfall von Mannschaftsstützen (wie eine Verletzung von Flügelspieler Martin Hackenbuchner im Donnerstag-Training) wird durch Teamgeist kompensiert.

 

Zum Spiel: Beide Mannschaften konnten nicht in Bestbesetzung antreten. So fehlten beim UHC neben Hackenbuchner u. a. Gorbach, Treichl, Hirsch und Mark Feichtinger bzw. bei Grafing der verletzte Topscorer Thomas Ernst, der im Hinspiel 15-mal gegen damals inferiore Salzburger getroffen hatte. UHC-Trainer Kai Heep konnte dank des heuer breiten Kaders aber dennoch eine starke Truppe aufs Feld schicken, die dem Tabellenvierten vom Start weg einen offenen Schlagabtausch bot. Die Führung wechselte in der ersten Halbzeit einige Male, da beide Teams mit ähnlichen Stärken und Schwächen aufwarteten. Einem Fehler hier folgte ein Ballverlust dort, auf einen schönen Spielzug oder eine gelungene Einzelaktion des UHC antwortete Grafing mit einem ebenso schönen Torerfolg, und auch im Konter waren beide Mannschaften nach Fehlern des Gegners stets gefährlich. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit schlug das Pendel ein wenig stärker zugunsten der Gastgeber aus. Der UHC hatte einen kleinen „Lauf“ und verwandelte einen 7:8-Rückstand in die 12:9-Pausenführung – auch dank toller Paraden von Goalie Martin Ebner, der u. a. zwei Grafinger Kontertore verhinderte, und einem Treffer aus fast „unmöglichem“ Winkel von Flügel Marcel Höpper drei Sekunden vor der Sirene.

 

Die starke Schlussphase der ersten Hälfte tat den Salzburger Handballern gut. Nach dem Seitenwechsel wirkten die UHC-Akteure deutlich weniger nervös und konnten dem Spiel immer mehr ihren Stempel aufdrücken. Zwar wurden nach wie vor viel zu viele Chancen vergeben, u. a. drei Siebenmeterwürfe, aber es wurden eben auch viele Chancen herausgespielt. Grafing scheiterte seinerseits immer öfter am weiter in Hochform spielenden UHC-Goalie Martin Ebner oder kam mangels Ideen im Angriffsspiel und einer aufmerksamen UHC-Verteidigung überhaupt nicht zum Abschluss. Auch dem UHC gelang in der zweiten Hälfte beileibe nicht alles, aber der Kampfgeist und Einsatz waren hundertprozentig so, wie man es sich von einem Team, das den Klassenerhalt mit aller Macht schaffen will, erwarten darf. Mangelte es zum Beispiel in einigen Phasen beim Kombinationsspiel an der Abstimmung oder

Passgenauigkeit, dann fasste sich eben ein UHC-Spieler allein ein Herz, ließ die Grafinger Abwehr mit einem Haken aussteigen (wie mehrere Male Jonas Kucera) oder ließ sich mit unwiderstehlichem Zug zum Tor nicht mehr von der Defensive des Gegners stoppen (wie der sehr starke Nico Schimanski). Nach anfangs ungewohnt vielen Fehlwürfen steuerte am Ende auch Kapitän Lukas Schnöll noch vier wichtige Treffer zum Sieg bei. UHC-Topscorer Stefan Pac, der zuvor bereits am Flügel und im Konter erfolgreich war, beendete letztlich auch die Siebenmeter-Flaute und der UHC bog endgültig auf die Siegerstraße ein. Grafing versuchte in den letzten Minuten noch, mit kompletter Manndeckung den Rückstand aufzuholen, aber der UHC blieb souverän und erhöhte stattdessen die Führung. Markante Zwischenstände nach der Pause (aus UHC-Sicht): 13:11, 17:12, 17:14, 20:15, 21:18, 23:18, 24:21, 26:21.

Samstag, 19. März (Traunreut):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TuS Traunreut - SG SHV/UHC Salzburg  22:41 (12:19)

UHC-Kader (Tore): Kucera (6), Huber, Hirsch, Schimanski (alle 5), Harbas,

Pac (je 4), Höpper (3), Hackenbuchner, Feichtinger, Tovilo, Lohmaier (alle 2),

Untersteiner (1), Treichl; Tor: Ebner.

 

Der Klassenerhalt für den UHC rückt näher. Im letzten Spiel vor der Osterpause lösten die Salzburger Handballer die Pflichtaufgabe beim Schlusslicht Traunreut mit Bravour und fuhren mit einem 41:22-Auwärtserfolg den mit Abstand höchsten Saisonsieg ein. Da zugleich die Tabellennachbarn Föching und Schwabing sieglos blieben, kletterte der UHC in der Bezirksliga-Tabelle von Platz neun auf Platz sieben und könnte am Sonntag sogar noch auf Platz sechs vorrutschen (falls Rosenheim in Haar verliert). Besonders erfreulich war beim Sieg in Traunreut die einmal mehr geschlossen starke Mannschaftsleistung. Als Trainer Kai Heep in der zweiten Halbzeit den kompletten Kader zum Einsatz brachte, knüpften die eingewechselten Spieler nahtlos an die Leistung der zuvor eingesetzten Startformation an und konnten den Vorsprung sogar noch ausbauen, anstatt die Führung lediglich bis zum Spielende zu verwalten.

 

Zum Spiel: Der UHC Salzburg kam mit der Startaufstellung Martin Ebner (Tor), Martin Hackenbuchner, Stefan Pac (Flügel), Nicolas Schimanski, Jonas Kucera, Jasmin Harbas (Rückraum) und Severin Huber (Kreis) gleich gut in die Partie und lag von Beginn an nie in Rückstand (2:0, 3:1, 3:3, 5:3, 7:5). Es dauerte eine Weile bis man sich an die sehr strenge Linie der Schiedsrichter gewöhnt hatte, die im Laufe des Spiels 19 Zeitstrafen aussprachen (13 Strafen inkl. drei rote Karten gegen Traunreut, 6 Strafen gegen den UHC). In dieser Phase glichen die Gastgeber noch einmal zum 7:7 aus, doch danach hatten die Salzburger das Spiel im Griff, gingen mit 12:7 in Führung und erhöhten den Vorsprung bis zur Pause auf 19:12. Der UHC spielte im Angriff schneller und ideenreicher und hatte auch in der Abwehr kaum Probleme mit dem krisengeschüttelten Team des Fixabsteigers TuS Traunreut, das bislang lediglich zwei Punkte auf dem Konto hat und zur Hälfte mit Jugendspielern antreten musste. Entweder war die aufmerksame UHC-Abwehr zur Stelle oder Salzburgs Goalie Martin Ebner glänzte mit einer seiner zahlreichen Paraden, darunter fünf von acht gehaltenen Siebenmetern.

 

Nach der Pause wurde die Salzburger Überlegenheit dann noch deutlicher, während die Gastgeber auch noch die Kräfte verließen. Auf der Gegenseite bewiesen alle eingewechselten UHC-Akteure, dass sie weit mehr als nur „Ersatzspieler“ sind – von den Routiniers wie Mark Feichtinger, Gerhard Treichl und Marcel Höpper (erstmals nach seiner Verletzung) bis hin zur jüngeren Garde. Angeführt vom äußerst stark

aufspielenden Constantin Hirsch mit fünf Treffern in wenigen Minuten steuerten

auch noch Augustinus Untersteiner sowie die A-Jugend-Spieler Marian Tovilo und

Klaus Lohmaier sehr schöne Treffer zum UHC-Kantersieg bei. Markante Zwischenstände nach der Pause: 22:12, 25:13, 35:17, 40:21, 41:22.

 

Fazit: Das Feld der abstiegsbedrohten Klubs liegt in der Tabelle immer noch eng beieinander, der UHC Salzburg hat sich mit diesem Erfolg aber eine exzellente Ausgangsposition für die drei letzten Spiele nach Ostern geschaffen und außerdem ordentlich Selbstbewusstsein getankt – zumal in Traunreut mit Lukas Schnöll und Ingo Gorbach sogar noch zwei der stärksten UHC-Akteure fehlten.

Sonntag, 13. März (SH Alpenstraße):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - TSV Brannenburg  29:24 (14:14)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (10), Hackenbuchner (6), Gorbach (5), Huber, Kucera (je 3), Feichtinger, Pac (je 1), Lohmaier, Christian Schnöll, Hirsch, Harbas, Schimanski; Tor: Ebner (1. – 60.), Klettner.

 

Aufatmen bei den UHC-Handballern: Vier Runden vor Meisterschaftsende haben die Salzburger mit einem 29:24-Heimsieg über den Tabellenvierten TSV Brannenburg die Abstiegszone der Bayerischen Bezirksliga verlassen und sich einen hauchdünnen Vorteil gegenüber den Verfolgern verschafft. Trotzdem kämpfen in der heuer extrem ausgeglichenen Bezirksliga nach wie vor alle Teams der unteren Tabellenhälfte bis hin zum Sechstplatzierten ESV Rosenheim gegen den Abstieg (der am Ende die drei

letztplatzierten Mannschaften treffen wird). Dem UHC ist gegen Brannenburg ein

wichtiger Schritt zum Klassenerhalt gelungen, dem am kommenden Wochenende

auswärts beim Schlusslicht Traunreut zwei weitere Punkte folgen müssen, um die

Ausgangsposition vor den letzten drei Spielen weiter zu verbessern.

 

Zum Spiel: Bereits in der ersten Hälfte kam der UHC gut ins Spiel und war drauf und dran, sich von den Gästen abzusetzen (6:3, 11:6, 13:10). Doch Brannenburg bewies Kampfgeist und kam jedesmal wieder heran. Der UHC war oft zu ungeduldig und schloss seine Angriffe frühzeitig ab, anstatt sich „hundertprozentige Chancen“ herauszuspielen. Umgekehrt ließ Brannenburg beim Konterspiel jene Präzision vermissen, die mitverantwortlich für die 26:33-Auswärtsniederlage des UHC in der Hinrunde war. Der aus Salzburger Sicht äußerst unbefriedigende Pausenstand: 14:14.

 

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie bis zur 45. Minute ausgeglichen (21:21). Beide Teams gingen in der Abwehr ordentlich zur Sache, sodass bis zum Spielende insgesamt 13 Tore aus Siebenmeter-Strafwürfen fielen (der von der Siebenmeter-Linie wieder extrem sichere UHC-Topscorer Lukas Schnöll erzielte beispielsweise sieben seiner zehn Tore aus Strafwürfen). Tore wurden mit Fortdauer der Partie weniger durch geschicktes Ausspielen des Gegners erzielt, sondern eher von jenen Akteuren, die bereits gefoult (oder zumindest von ihren Gegenspielern aufs Heftigste bedrängt) weiter mit vollem Zug zum Tor ihren Siegeswillen unter Beweis stellten. Was diese kämpferische Tugend anbelangt, war der UHC durch die drohende Abstiegsgefahr offensichtlich um einiges stärker motiviert als die im sicheren Tabellen-Niemandsland befindlichen Brannenburger, die aktuell weder um den Aufstieg noch gegen den Abstieg kämpfen. Salzburg zog noch einmal davon – und schaffte es diesmal, den Vorsprung entscheidend auf 28:22 zu erhöhen (55. Minute). Die letzten Minuten brachten keine Gefahr mehr, der Sieg wurde mit 29:24 sicher nach Hause gespielt.

 

Statt einer Einzelkritik ist diesmal eindeutig ein Pauschallob für die ganze Mannschaft angesagt. Alle eingesetzten Spieler hatten stärkere und schwächere Phasen, glänzten aber mit dem oben erwähnten Siegeswillen und hatten ihre stärksten Szenen genau zum richtigen Zeitpunkt, um die Partie in engen Phasen ausgeglichen zu halten bzw. in der Schlussphase den entscheidenden Vorsprung herauszuwerfen. Eine gute Abwehr und viele erfolgreiche Konter komplettierten den insgesamt überzeugenden Auftritt des vom Trainer-Duo Kai Heep und Stefan Pac bestens eingestellten Teams.

Samstag, 5. März (Ebersberg):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Ebersberg - SG SHV/UHC Salzburg  23:22 (10:10)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (5), Harbas (4), Hackenbuchner,

Kucera, Pac (alle 3), Huber, Treichl (je 2), Lohmaier, Deinhamer;

Tor: Ebner (1. – 60.), Klettner, Manhart.

 

Die UHC-Handballer sind weiterhin nicht vom Glück verfolgt. Mit einer der besten Saisonleistungen brachten die Salzburger den Tabellendritten Ebersberg in der eigenen Halle an den Rand einer Niederlage, führten in der Schlussphase einer von Anfang bis Ende engen Partie sogar mit 21:19 und mussten trotzdem wieder ohne zählbaren Erfolg die Heimreise antreten. „Ich kann mich an keine andere Niederlage in dieser Saison erinnern, in der wir einen, wenn nicht gar zwei Punkte so sehr verdient hätten wie in dieser Partie“, haderte UHC-Obmann Thomas Manhart mit dem Handball-Schicksal, das den UHC weiter auf einem der drei Abstiegsplätze belässt.

 

Zum Spiel: Mit einem stark dezimierten Kader (ohne Gorbach, Schimanski, Höpper, Hirsch, Untersteiner, Tovilo, Jeckel, Kschwendt, Feichtinger…) musste der UHC zu einem der Topteams der Liga, das bereits in Salzburg mit 27:18 gesiegt hatte. Doch von der damit verbundenen Außenseiterrolle war in Ebersberg 60 Minuten lang nichts zu bemerken. Hatten die Gastgeber beim Hinspiel vor allem mit ihrer starken,

beweglichen Abwehr geglänzt und schon allein damit die Basis für den hohen Sieg gelegt, so zeigten diesmal auch die Salzburger Handballer mit einer Topleistung in der Verteidigung auf. Auf beiden Seiten musste jeder Torerfolg hart erkämpft werden, wobei sich der UHC in der Defensive neben den Comebacks des zuletzt verletzten Severin Huber und des „Edelreservisten“ Florian Deinhamer (beide bärenstark) auf einen überragenden Martin Ebner im Tor verlassen durfte.

 

Der komplette UHC-Kader agierte in diesem so schwierigen Auswärtsspiel an der obersten Leistungsgrenze. So ließ man sich auch durch zwei frühe Zwei-Minuten-Strafen gegen den Spielmacher und Topscorer Lukas Schnöll nicht aus der Ruhe bringen, oder eben auch durch die eingangs erwähnte Tatsache, dass die gute, sehr offensiv ausgelegte Abwehr der Bayern kaum „einfache“ Tore zuließ. Da der UHC Salzburg im Gegensatz zum Heimspiel kaum technische Fehler machte, seine Angriffe geduldig zu Ende spielte und sich demzufolge kaum Kontertore einfing, ergab sich in Kombination mit der starken Verteidigungsleistung eine Begegnung ohne merklichen Klassenunterschied. Dass hier ein Aufstiegs- gegen einen Abstiegskandidaten spielte, war zu keiner Phase der spannenden Partie ersichtlich.

 

Was den Spielverlauf anbelangt, versuchte der TSV Ebersberg in der ersten Hälfte einige Male, sich mit mehr als drei Toren abzusetzen, der UHC wusste dies aber stets zu verhindern und kam immer wieder heran. Über Zwischenstände (aus UHC-Sicht) von 1:0, 1:3, 3:6, 4:7, 5:8, 6:9 und 9:9 ging es letztlich mit einem verdienten 10:10 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel verschob sich das Momentum dann sogar ein wenig in Richtung der Salzburger Gäste. Der Spielstand pendelte zwischen Unentschieden (10 x), knappen Führungen der Gastgeber (die nie mehr als ein Tor vorne lagen) und ebenso knappen UHC-Führungen (zumeist auch nur ein Tor, 2 x mit zwei Toren). Eine dieser raren Zwei-Tore-Führungen war es auch, die den UHC von einer Sensation träumen ließ. Sechs Minuten vor Spielende lagen die Salzburger Handballer plötzlich mit 21:19 in Front und hatten den Sieg vor Augen, doch ausgerechnet in dieser Phase passierten drei technische Fehler, die allesamt in Gegentoren und einer Ebersberger 22:21-Führung mündeten. Der UHC glich noch einmal aus, kassierte aber in der Schlussminute das 22:23 und brachte den letzten Angriff (inklusive einem gut vom Ebersberger Schlussmann parierten Freiwurf in der letzten Sekunde) nicht mehr im Tor unter.

 

Unter dem Strich stand somit doch ein Sieg des hohen Favoriten, auch wenn an diesem Abend jeder einzelne UHC-Spieler auf seine Leistung stolz sein durfte und die Art und Weise, wie man in Ebersberg aufgetreten ist, als kräftiges Ausrufezeichen im Abstiegskampf gewertet werden darf. Mit diesem Einsatz, diesem Kampfgeist und der Motivation aus diesem begeisternden Spiel sollte der UHC Salzburg in den letzten fünf Saisonspielen jedem Gegner das Leben schwer machen können und im Idealfall noch genügend Punkte für den Klassenerhalt sammeln.

Samstag, 27. Februar (SH Alpenstraße):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - SF Föching  29:34 (13:20)

UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (7), Pac (6), Gorbach (5),

Schimanski, Harbas (je 3), Lukas Schnöll, Kucera (je 2),

Hirsch (1), Tovilo, Alexander Hauch, Treichl, Lohmaier;

Tor: Klettner (1. – 8., 27. – 50.), Manhart (9. – 26., 51. – 60.).

 

Eine bittere 29:34-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten SF Föching und damit einen herben Rückschlag im Abstiegskampf mussten die Handballer des UHC Salzburg am Samstag in der Sporthalle Alpenstraße hinnehmen. Den zuletzt eigentlich in guter Form agierenden Gastgebern missglückte diesmal wirklich alles – von der schwachen Torhüterleistung über ein katastrophales Abwehrverhalten bis zu schlechten Würfen und Ballverlusten im Angriff. So lag man gegen ein Team, das in der Tabelle zuvor punktegleich war und auswärts noch knapp besiegt werden konnte, bereits in der ersten Hälfte mit 10:19 zurück, schaffte auch nach der Pause nur ein kurzes Aufbäumen (16:22, 19:25) ehe man den Gegner endgültig ziehen lassen musste. Beim Zwischenstand von 19:29 war die Partie endgültig entschieden. Eine offensive Deckung ab der 52. Minute brachte noch das zwischenzeitliche 27:33, das war es an diesem „gebrauchten Tag“ aber auch schon…

Samstag, 13. Februar (Sauerlach):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Sauerlach - SG SHV/UHC Salzburg  27:23 (10:11)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (9), Harbas (4), Hackenbuchner, Pac (je 3),

Hirsch (2), Treichl, Schimanski (je 1); Tor: Ebner (1. – 60.), Manhart.

 

Achtungserfolg für die Handballer des UHC Salzburg: Das Auswärtsspiel beim Bezirksliga-Spitzenreiter TSV Sauerlach endete zwar mit einer 23:27-Niederlage, doch die Leistung von Schnöll und Co. war mehr als ansprechend. Zur Halbzeit lag der UHC, der das Hinspiel in der eigenen Halle noch mit 18:40 verloren hatte, sogar sensationell mit 11:10 in Führung – und das nach mehreren Ausfällen im Vorfeld der Begegnung mit nur je einem Wechselspieler für Feld und Tor. Die als heißester Aufstiegskandidat gehandelten Gastgeber lagen in Hälfte eins gegen die taktisch vom Trainerduo Kai Heep/Stefan Pac perfekt eingestellten Salzburger kein einziges Mal in Führung.

 

Zum Spiel: Die notwendige taktische Ausrichtung des UHC war nach dem starken Sauerlacher Auftritt im Hinspiel bzw. aufgrund der geringen Wechseloptionen auf Seiten der Salzburger glasklar: Lange eigene Angriffszeiten mit möglichst wenig technischen Fehlern und sicheren Abschlüssen, um dem Tabellenführer keine Chance zu einer frühen Vorentscheidung zu geben. Dieses Vorhaben glückte in der ersten Hälfte nahezu perfekt. Der UHC drückte nicht allzu sehr aufs Tempo, spielte

aber ballsicher und effizient und ging vom Start weg in Führung, die bis zur Pause nicht mehr abgegeben wurde. Lediglich die Wurfausbeute hätte noch besser sein können, aber auch Sauerlach scheiterte etliche Male an der UHC-Verteidigung oder Goalie Martin Ebner, sodass die Führung der Gäste hochverdient war.

 

Spielentscheidend war dann leider eine Schwächephase zwischen der 30. und

45. Minute nach dem Seitenwechsel. Sauerlach ging erstmals mit 12:11 in Führung, den UHC-Spielern unterliefen plötzlich genau jene „leichten“ Fehler im Angriff, die man eigentlich vermeiden wollte, und das in der Liga nicht umsonst ganz oben stehende Team der Gastgeber erzielte einfache Kontertore oder nutzte die zwischenzeitliche Verwirrung in der Salzburger Abwehr. Sauerlach setzte sich mit vier Toren ab (17:13, 20:16) und zog kurzzeitig sogar auf sechs Tore Differenz davon (22:16), ehe der UHC wieder zur anfänglichen Form in Verteidigung und Angriff zurückfand und eine Aufholjagd startete. Ab dem Spielstand von 18:22 aus Salzburger Sicht wogte die Partie jedoch ausgeglichen hin und her. Sauerlach nutzte seine Chancen konzentriert, der UHC musste mehr riskieren, war damit auch zum Teil erfolgreich (u. a. mit einem schönen Fliegertor), fing sich aber durch die

offensivere Ausrichtung auch einige Gegentore ein. Über Zwischenstände von 19:23, 20:24 und 22:26 war am Vier-Tore-Rückstand bis zum 23:27-Endstand nicht

mehr zu rütteln.

 

Fazit: Erfreulich war die geschlossen gute Teamleistung des ersatzgeschwächten UHC, so trugen sich zum Beispiel alle Feldspieler in die Torschützenliste ein. Besonders auffällig war das vielfach bärenstarke Kreisanspiel, obwohl kein einziger gelernter Kreisspieler im Kader stand. Aber Jasmin Harbas erfüllte diese Aufgabe wieder einmal bestens, erzielte vier Tore und holte noch einige Siebenmeter heraus (die allesamt bombensicher vom UHC-Topscorer Lukas Schnöll verwandelt wurden).

 

Unerfreulich waren einmal mehr die permanenten Provokationen und Regelwidrigkeiten des bekannt unsportlichen Sauerlacher Keepers, der den Salzburger Spielern vor allem bei den Flügelwürfen in Kung-Fu-Manier gesundheitsgefährdend nahe kam, nach Strafwürfen den Salzburger Siebenmeterschützen den Ball beim Zurücklaufen auf den Rücken oder einmal auch gleich aus nächster Nähe in Richtung Kopf warf etc., was leider vom ansonsten guten Schiedsrichter (der alleine pfeifen musste und während dieser Aktionen zum Teil gerade mit dem Notieren des Spielstandes beschäftigt war) nie mit einer Strafe geahndet wurde. Solch ein Spieler hat im Handballsport eigentlich nichts verloren und hätte bei konsequenter Regelauslegung auch mit Rot das Feld verlassen müssen. Dass obendrein auch ein Schlag ins Gesicht von UHC-Spieler Jasmin Harbas (von einem anderen Sauerlacher Spieler) keine Strafe nach sich zog, obwohl dieser blutend mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgewechselt werden musste, war ein weiteres Ärgernis, dass die Freude über eine starke Leistung des UHC Salzburg letztlich deutlich schmälerte und hoffentlich keinen längeren Ausfall des Bosniers zur Folge hat – zumal dieser zu den verlässlichsten und wichtigsten Spielern des UHC zählt.

Sonntag, 31. Jänner (SH Josef-Preis-Allee):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - ESV Rosenheim  32:26 (15:12)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (9), Kucera (7), Gorbach (6), Christian Schnöll, Pac (je 3), Huber (2), Harbas, Lohmaier (je 1), Höpper, Untersteiner, Treichl, Tovilo; Tor: Ebner (1. – 60.), Klettner.

 

Zwei Siege und ein Remis bzw. 5:1 Punkte aus den ersten drei Spielen – den UHC-Handballern ist ein Rückrunden-Start nach Wunsch geglückt. Mit dem 32:26 (15:12) im Heimspiel gegen den ESV Rosenheim gelang obendrein die Revanche für das Hinspiel, das die Bayern mit 30:29 denkbar knapp für sich entscheiden hatten. Auch den Abstand auf die drei Abstiegsplätze konnten die Salzburger Handballer mit diesem Erfolg und dem achten Tabellenplatz etwas vergrößern (plus 3 Punkte auf Föching, das noch zum direkten Duell nach Salzburg kommt).

 

Zum Spiel: In der ersten Viertelstunde lag der UHC zumeist ein bis zwei Tore voran. Zum einen wurde der Ball schnell und sicher durchgespielt, zum anderen führten die einstudierten Spielzüge zu guten Wurfpositionen der mit viel Schwung in die Lücken der Gäste-Abwehr stoßenden Salzburger. Schon jetzt zeichnete sich ab, dass der

UHC-Rückraumspieler Jonas Kucera einen „Sahnetag“ erwischt hatte. Der Südtiroler Student sorgte permanent für Gefahr – sowohl bei Einzelaktionen als auch im flotten Zusammenspiel mit seinen Teamkameraden – und avancierte mit letztlich sieben Treffern zu einem der Matchwinner, der noch aus einem insgesamt sehr starken UHC-Kollektiv herausragte. Da umgekehrt die Gäste mit mehreren Stangenschüssen Pech hatten bzw. an der aufmerksamen UHC-Abwehr oder Salzburgs Nummer-eins-Goalie Martin Ebner scheiterten, gelang es, den Vorsprung auf zunächst 13:9 bzw. bis zur Pause zumindest noch auf 15:12 auszubauen.

 

Nach dem Seitenwechsel ging die Partie in dieser Tonart weiter. Der UHC zog – langsam, aber beständig – Tor um Tor davon und hatte die richtigen Antworten auf jeden Versuch Rosenheims, den Rückstand zu verkürzen. Aus dem 15:12 zur Halbzeit wurde eine 20:13-Führung (in der Folge 22:16 und 24:17). Auch als die Gäste aufholten und beim UHC unschöne Erinnerungen an manch hohe, aber letztlich doch noch verspielte Führung in dieser Saison aufkamen, hielten die Nerven. Der sichere Vorsprung schmolz diesmal nie auf weniger als vier Tore (Minimum: 26:22, 27:23, 28:24) und mündete im auch in dieser Höhe verdienten 32:26-Erfolg.

 

Neben Jonas Kucera überzeugten im Rückraum noch Ingo Gorbach (drehte nach Startschwierigkeiten in der zweiten Halbzeit wieder so richtig auf) und Lukas Schnöll, der im zweiten Match nach seiner langen Verletzungspause wieder die bekannten Spielmacher-Qualitäten unter Beweis stellte und dank seiner unnachahmlichen Sicherheit als Siebenmeterschütze zum UHC-Topscorer wurde (neun Treffer, davon sieben verwandelte Strafwürfe). Auf den Flügelpositionen glänzten die beiden Routiniers Stefan Pac und Christian Schnöll bei ihren wenigen Möglichkeiten mit Topquoten (je drei Treffer). Severin Huber steuerte wieder eine starke Performance in der Abwehr sowie zwei Tore als Kreisspieler bei. Und Tormann Martin Ebner hielt einmal mehr zahlreiche Würfe, die trotz der insgesamt guten UHC-Abwehr auf seinen Kasten kamen – von Woche zu Woche ein Muster an Beständigkeit.

 

Ein rundum gelungener Handballnachmittag, wäre da nicht die eine Negativ-Meldung. UHC-Flügelspieler Marcel Höpper musste mit einer Knie- und Bänder-Verletzung vorzeitig vom Feld getragen werden und wird wohl einige Zeit ausfallen.

Sonntag, 24. Jänner (Haar):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Haar - SG SHV/UHC Salzburg  26:26 (13:17)

UHC-Kader (Tore): Harbas (8), Lukas Schnöll (7), Lohmaier (3), Gorbach, Höpper, Kucera, Jeckel (alle 2), Untersteiner, Treichl, Feichtinger, Hirsch, Tovilo;

Tor: Ebner (1. – 60.), Manhart.

 

Enttäuschte Gesichter beim UHC nach dem Auswärtsspiel beim TSV Haar. Sechzig Minuten lang lagen die Salzburger Handballer beim Aufsteiger nie in Rückstand, spielten sich in der 40. Minute sogar einen Acht-Tore-Vorsprung (22:14) heraus – und mussten sich am Ende doch mit „nur“ einem Punkt statt dem Sieg zufrieden geben. Doch es hätte auch noch schlimmer kommen können. Drei Sekunden vor Schluss hatte der TSV Haar mit einem Freiwurf seinerseits die Chance auf den Sieg, doch UHC-Goalie Martin Ebner rettete mit einer Glanzparade gegen den Topwerfer der Gastgeber zumindest das 26:26-Remis.

 

Zum Spiel: Wieder einmal legte der UHC Salzburg auswärts mit einem Blitzstart los, nutzte gleich die ersten beiden Unsicherheiten im Angriff der Bayern zu Kontertoren und lag 2:0 bzw. in weiterer Folge mit überfallsartigen Angriffen und einer Top-Chancenverwertung 6:1 und 10:5 in Führung. Nach diesem Start-Feuerwerk verlief die erste Halbzeit ausgeglichen. Der TSV Haar versuchte vor allem, seine Rückraumspieler in gute Wurfpositionen zu bringen oder – bei zu offensiver Salzburger Verteidigung – über den Kreis zum Erfolg zu kommen, während der UHC weiter auf flüssige Spielzüge, hohes Tempo sowie Torgefahr von nahezu allen Positionen setzte. Für die schönsten Treffer sorgten in dieser Phase UHC-Kapitän Lukas Schnöll, der nach dreimonatiger Verletzungspause sein erstes Spiel bestritt, sowie UHC-Topscorer Jasmin Harbas, der mit seiner besten Saisonleistung (acht Treffer) auch die Mannschaftskollegen mitriss. Verdienter Pausenstand: 17:13 für den UHC Salzburg.

 

Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst sah alles so aus, als könnte der UHC einen sicheren Sieg nach Hause spielen: Wieder gelang ein 5:1-Blitzstart, der die Salzburger mit 22:14 in Führung brachte, doch nach 40 Minuten war plötzlich der Wurm im Angriffsspiel der Gäste. Zwar bot der UHC nach wie vor eine starke Verteidigungsleistung, die der TSV Haar weiterhin fast nur über das gute Kreisanspiel oder Gewaltwürfe knacken konnte, aber in der Offensive waren die ganze Leichtigkeit und Spielfreude der ersten 40 Minuten verflogen. Überhastete Abschlüsse, Fehlwürfe nach Topchancen, ungenaue Abspiele, die direkt beim Gegner landeten – so wurden die Gastgeber vom UHC wieder stark gemacht und förmlich zu Kontertoren eingeladen. Haar gelang ein 7:0-Lauf zum 21:22 und das Spiel wurde zum Krimi. Die folgenden Spielstände aus Salzburger Sicht: 23:21, 23:22, 23:23, 24:23, 24:24, 25:24, 25:25, 26:25, 26:26.

 

Waren die UHC-Spieler über weite Strecken des Spiels konzentriert im Abschluss, kombinationssicher und mit wenigen technischen Fehlern unterwegs, so war nun das genaue Gegenteil der Fall. Ausnahmslos jedem Salzburger Akteur unterliefen einer oder mehrere Fehler, und auch wenn Haar nie in Führung ging, wäre die Partie fast noch völlig gekippt. Beide Teams gingen beim Stand von 26:26 nervös in die letzte Minute – hier ein Fehlpass, dort ein Ball ins Out – ehe es letztlich die Gastgeber waren, die drei Sekunden vor Schluss noch einmal einen Freiwurf zugesprochen bekamen. Der bayerische Topwerfer schraubte sich in die Höhe und zog mit einem guten Wurf über den Salzburger Block ab, doch UHC-Goalie Martin Ebner rettete mit einer Glanzparade zumindest den einen Punkt, den sich er und seine Mitspieler redlich verdient hatten. Fazit: Die Enttäuschung über einen „verlorenen Punkt“ war nach einem Spiel, das der UHC über weite Strecken dominiert hatte, groß. Im Kampf gegen den Abstieg könnte sich dieser Zähler allerdings noch als sehr wertvoll erweisen.

Sonntag, 17. Jänner (SH Josef-Preis-Allee):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - TSV Übersee  35:23 (18:16)

UHC-Kader (Tore): Gorbach (6), Schimanski, Pac, Christian Schnöll (alle 5), Harbas, Jeckel (je 4), Kucera (2), Lohmaier, Mark Feichtinger, Deinhamer, Tovilo (alle 1), Höpper; Tor: Ebner (1. – 60.), Klettner.

 

Die UHC-Handballer bestätigen eindrucksvoll den Aufwärtstrend der letzten Spiele und tauschen nach dem dritten Heimsieg in Serie die Plätze mit dem TSV Übersee. Der 35:23-Erfolg im ersten Spiel der Rückrunde ist zudem der höchste Saisonsieg der Salzburger, die damit auch im direkten Vergleich mit Übersee die Nase vorn haben (Hinspiel 23:25), falls beide Teams am Saisonende punktegleich sein sollten.

 

Zum Spiel: In der ersten Halbzeit sah es noch nicht unbedingt nach einem derart klaren Erfolg der Gastgeber aus. Zwar glänzte der UHC vom Start weg mit großer Spielfreude, hohem Tempo und unübersehbarem Siegeswillen, doch die bayerischen Gäste hielten vor allem mit starken Einzelaktionen ihres permanent gefährlichen Rückraumspielers Florian Höllmüller dagegen (erzielte insgesamt 12 der 23 Übersee-Tore). Allerdings deutete sich schon jetzt ein später spielentscheidender Vorteil der Salzburger an. Während beim Gegner stets die (wenigen) gleichen Spieler für „Alarm“ sorgten, war der UHC in der Offensive wesentlich breiter aufgestellt, mit annähernd gleich verteilter Torgefahr auf allen Positionen. Von den Flügeln trafen Stefan Pac und der Hackenbuchner-Ersatz Mike Jeckel (super Quote und beste Saisonleistung des deutschen Studenten) fast nach Belieben. Aus dem Rückraum agierten UHC-Topscorer Ingo Gorbach (mit seinen bärenstarken Würfen und gutem Auge für die Mitspieler) sowie der ständig gefährliche Nicolas Schimanski (mit unwiderstehlichem Zug auf die Abwehrlücken) einmal mehr in Topform – bestens harmonierend mit dem ebenfalls stets druckvollen Jonas Kucera. Am Kreis sorgten Youngster Klaus Lohmaier und der immer öfter statt im Rückraum auf dieser neuen Position glänzende Jasmin Harbas für Unruhe und gemeinsame fünf Tore. Und selbst die später eingewechselten Spieler Florian Deinhamer, Mark Feichtinger, Christian Schnöll und Marcel Höpper brachten kaum Qualitätsverlust in der UHC-Offensive, im Gegenteil: Oldie Christian Schnöll, der heuer 40 wird, knüpfte am Flügel mit fünf Treffern nahtlos an die Leistung seiner Teamkollegen an. Am anderen Ende der „Alterspyramide“ kam der heuer mit Abstand verlässlichste A-Jugendliche im Herren-Kader, Marian Tovilo, zu einem Kurzeinsatz, den er mit einem schönen Tor krönte. 

 

Bei so viel Angriffspower kommt das Lob für die Deckungsarbeit fast zu kurz. Spiele gegen Übersee sind stets in die Kategorie „Härteschlacht“ einzuordnen. Die Gäste aus Bayern agieren in der Abwehr traditionell kompromisslos, da gilt es in der eigenen Defensivabteilung mit gleichen Mitteln dagegenzuhalten und sich nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Diese Aufgabe erledigte der UHC mit Fortdauer des Spiels immer besser, und auch Salzburgs Goalie Martin Ebner wurde mit jeder Spielminute stärker – der gewohnt sichere Rückhalt.

 

Fazit: Der UHC ist mit der bislang besten Saisonleistung optimal in die Rückrunde gestartet. Beeindruckend war vor allem das Selbstbewusstsein: Warf man in der Hinrunde nach guten Leistungen bei knappen Spielständen oft die Nerven weg, so setzte man sich diesmal beim Stand von 21:19 nach ca. 35 Minuten mit einer Trotzreaktion („Jetzt erst recht“) vom Gegner ab, zog auf 27:21 und 28:23 davon und ließ in der Schlussphase sogar noch einen 7:0-Lauf folgen, statt den Vorsprung zu verwalten. Der Spielverlauf aus UHC-Sicht in einigen ausgewählten Zahlen: 1:3, 3:5, 7:6, 12:12, 15:12, 18:14, 18:16 (Halbzeit), 21:19, 27:21, 28:23, 35:23.

Samstag, 9. Jänner (München):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV München-Ost - SG SHV/UHC Salzburg  32:27 (14:12)

UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (6), Harbas, Schimanski (je 5), Höpper, Untersteiner (je 3), Treichl, Gorbach (je 2), Kucera (1), Tovilo, Lohmaier, Pac;

Tor: Klettner (1. – 40.), Manhart (41. – 60.)

 

Mit einer guten, aber letztlich unbelohnten Leistung sind die Handballer des UHC ins neue Jahr gestartet. Beim Bezirksoberliga-Absteiger und Titelaspiranten München-Ost agierten die Salzburger in vielen Phasen des Spiels auf Augenhöhe mit dem Favoriten und gingen lediglich mit einem 12:14-Rückstand in die Pause. Auch danach kämpfte der UHC mit vollem Einsatz und Spielfreude um den Punktgewinn (bis hin zu einem halb abgebrochenen Schneidezahn von Kreisspieler Klaus Lohmaier), doch letztlich unterliefen dem UHC vor allem im Angriff ein paar Fehlpässe und Fehlwürfe zu viel, die München-Ost zu einem konsequent und temporeich vorgetragenen Konterspiel nutzte. Zu viele dieser „einfachen“ Gegentore waren letztlich hauptverantwortlich für die 27:32-Niederlage. Zuvor hatte der UHC zwar den Rückstand mit großer Moral noch einmal vom Maximum (18:25) auf drei Tore (25:28, 26:29) verkürzt und die leise Hoffnung auf eine Überraschung genährt,

aber die Münchner Gastgeber ließen sich auch durch die offensive Salzburger Deckung in den Schlussminuten nicht mehr entscheidend aus dem Konzept bringen

und siegten letztlich verdient mit 32:27.

 

Treffsicherste UHC-Spieler waren diesmal die Flügel Martin Hackenbuchner (6) und Augustinus Untersteiner (3) mit jeweils sehr guter Wurfquote sowie aus dem Rückraum Nicolas Schimanski (5) und Jasmin Harbas (5), der wie Ingo Gorbach (2) nach einer Erkältung noch leicht angeschlagen in die Partie gegangen war. Eine

starke Leistung bot UHC-Goalie Tobias Klettner, der viele Nachlässigkeiten seiner Vorderleute ausbügelte und die Salzburger mit seinen Paraden (vor allem in der ersten Hälfte) lange gut im Spiel hielt. 

Samstag, 12. Dezember (SH Alpenstraße):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - MTSV Schwabing  29:28 (13:16)

UHC-Kader (Tore): Kucera (6), Gorbach (5), Hackenbuchner (4), Treichl,

Harbas, Schimanski (alle 3), Kschwendt, Pac (je 2), Höpper (1), Untersteiner;

Tor: Ebner (1. – 60.), Klettner

 

Der Bann ist gebrochen. Die UHC-Handballer siegen im letzten Bezirksliga-Spiel des Jahres mit 29:28 gegen den MTSV Schwabing und beweisen damit, dass sie nicht nur gegen die anderen „Kellerkinder“ der Liga, sondern auch gegen ein deutlich höher eingeschätztes Team gewinnen können. Die unterlegenen Münchner Gäste spielten in der Vorsaison noch eine Klasse höher in der Bezirksoberliga (BOL) und liegen in der aktuellen Bezirksliga-Tabelle immer noch drei Plätze vor dem UHC. Vor diesen ersten „Big Points“ waren den Salzburgern lediglich Erfolge gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Klubs aus Föching und Traunreut gelungen.

 

Zum Spiel: Der UHC startete schwungvoll in die Partie, nutzte seine Chancen anfänglich gut und erspielte sich nach zirka 15 Minuten erstmals eine Drei-Tore-Führung (8:5). Besonders das schnelle Spiel nach Ballgewinnen oder Gegentoren funktionierte in dieser Phase wie erhofft. Die UHC-Spieler trafen oft die richtigen Entscheidungen, vor allem die drei Salzburger Topscorer Jonas Kucera, Ingo Gorbach und Martin Hackenbuchner kamen gleich bestens in die Partie und überwanden die Abwehr der Bayern mit platzierten Würfen, ebenso Nico Schimanski, der quirlige „Wühler“ im UHC-Angriff. Aber es lief nicht alles optimal. In der Abwehr agierten die Salzburger meistens zu passiv und zu weit weg vom Gegner, im Angriff passierten auch etliche technische Fehler bzw. konnten die aufmerksamen Schwabinger einige Querpässe abfangen, wodurch die Gäste mehrfach zu leichten Kontertoren kamen. Vom Siebenmeterpunkt glückten (im ganzen Spielverlauf) nur zwei von fünf Versuchen. Schwabing konnte den Vorsprung egalisieren und bis zur Pause seinerseits eine 16:13-Führung herausspielen.

 

Nach dem Seitenwechsel setzten beide Teams auf neue taktische Varianten. Die Gäste versuchten es immer wieder mit offensiveren Abwehrformationen, der UHC hielt unter anderem mit zwei treffsicheren Kreisspielern (Kschwendt und Harbas) dagegen. Zwischenzeitlich wurde wieder spürbar, dass es nach dem schlechten

Saisonstart vielen Salzburger Spielern an Selbstvertrauen bzw. der im Handball so wichtigen Lockerheit und Selbstverständlichkeit im Spiel mangelt. Doch statt beim ersten Vier-Tore-Rückstand von 18:22 wieder an den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln und die Partie schon fast aufzugeben (wie in einigen der letzten Liga-Spiele), ging diesmal ein positiver Ruck durch die Mannschaft. Angeführt vom einmal mehr glänzend parierenden UHC-Goalie Martin Ebner, der etliche hundertprozentige Chancen der Gäste vereiteln konnte, starteten die Salzburger

einen 6:0-Lauf und gingen mit 24:22 in Führung.

 

In den letzten zehn Spielminuten ergab sich dann über weite Strecken eine Patt-Situation. Holte Schwabing ein Tor auf, erzielte zumeist auch der UHC im Gegenzug einen Treffer. Vergaben die Gäste hingegen eine Chance, verabsäumte es auch der UHC, sich durch einen Drei-Tore-Vorsprung entscheidend abzusetzen. Gerhard Treichl beendete das Salzburger „Siebenmeter-Fiasko“ mit zwei sicher verwandelten Strafwürfen, aber trotz einer 27:25-Führung der Gastgeber glichen die Münchner sogar noch zweimal aus (27:27, 28:28). Umso erfreulicher, dass der UHC diesmal die Nerven behielt: Routinier Stefan Pac musste bei drohendem Ballverlust wegen Zeitspiels am Flügel abschließen und erzielte quasi aus einem „Nullerwinkel“ einen ebenso wunderschönen wie wichtigen Treffer. Auch Jonas Kucera netzte noch einmal mit kompromisslosem Zug zum Tor ein, Schwabing vergab seine letzten beiden Chancen und der UHC hatte den dritten Saisonsieg sicher.

Sonntag, 6. Dezember (Grafing):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Grafing - SG SHV/UHC Salzburg  39:29 (20:14)

UHC-Kader (Tore): Pac (7), Höpper (6), Schimanski (5), Treichl,

Feichtinger (je 4), Kschwendt (3), Harbas, Kucera, Tovilo;

Tor: Ebner (1. – 20.), Klettner (21. – 30., 49. – 60.), Manhart (30. – 48.)

 

Nach der bislang enttäuschendsten Saisonleistung unterlagen die UHC-Handballer auch in dieser Höhe verdient mit 29:39 beim TSV Grafing. Nur in der ersten Viertel-stunde (9:9) zeigten die Salzburger annähernd jene Einstellung, die sich Trainer Kai Heep von seinem Team gewünscht hatte. Da ging der UHC sogar mehrmals in Führung (5:3, 6:4) und schien den in der Tabelle weit höher platzierten Gastgebern ein ebenbürtiger Gegner, doch mit dem ersten größeren Rückstand (von 9:9 auf 9:16) war das wenige Selbstvertrauen wieder wie weggeblasen. Einige UHC-Akteure waren nur körperlich auf dem Spielfeld, schienen aber geistig meilenweit von der Grafinger Halle entfernt zu sein. Rechnet man diese anwesenden „Totalausfälle“ zu jenen fünf Stammspielern hinzu, die das Auswärtsspiel verletzt oder verhindert abgesagt hatten, verwundert es kaum noch, dass die Leistungskurve mit jeder Spielminute weiter nach unten zeigte. Die Abwehr stand katastrophal, der Angriff war uninspiriert, der UHC somit letztlich chancenlos, weil Grafing gar nicht selbst groß aufspielen, sondern lediglich auf die Fehler der Salzburger warten musste.

Samstag, 28. November (SH Alpenstraße):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - TuS Traunreut  27:25 (9:11)

UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (8), Treichl (6), Feichtinger, Kucera (je 4), Jeckel (2), Untersteiner, Gorbach, Harbas (alle 1), Höpper, Huber, Kschwendt,

Lohmaier, Tovilo; Tor: Manhart. 


Der UHC kann doch noch gewinnen. Zwar mussten die Salzburger Handballer auch im Kellerderby gegen TuS Traunreut in der Sporthalle Alpenstraße etwas mehr als eine Halbzeit lang einem Rückstand nachlaufen, doch zirka ab der 35. Minute war der UHC die bessere Mannschaft, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und siegte am Ende verdient mit 27:25. Damit gelang in der Tabelle ein Sprung auf den

9. Platz und der UHC Salzburg hat zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag die Abstiegszone verlassen.


Zum Spiel: Ein fehlerhafter Beginn mit unnötigen Ballverlusten im Angriff und Kontertoren der Gäste führte dazu, dass der UHC rasch mit 1:4, 3:8 und 6:10 in Rückstand lag. Danach zwang aber auch die Salzburger Abwehr die Gäste zu immer mehr Fehlern, der UHC konnte seinerseits „Nadelstiche“ in Form von Kontertoren setzen und war auch im Positionsangriff des Öfteren erfolgreich. Über ein 9:11 zur Pause kämpften sich die Gastgeber zu Beginn der zweiten Spielhälfte zu einer Führung, die mit Fortdauer der Begegnung auf 17:13, 18:14, 20:15, 24:18 und 25:20 ausgebaut werden konnte. Zwar unterstrichen beide Teams durch ihre mangelhafte Chancenverwertung, warum sie nicht in höheren Tabellenregionen zu finden sind, doch der UHC hatte jetzt die besseren Aktionen und traf zumindest so oft, dass es mit besagtem Fünf-Tore-Vorsprung in die Schlussphase ging (immerhin gelangen dem UHC in der zweiten Spielhälfte genau doppelt so viele Tore wie im ersten Abschnitt).


Die letzten Spielminuten brachten fast erwartungsgemäß einiges an Hektik: Zwei-Minuten-Strafen auf beiden Seiten, sowohl wegen Fouls als auch wegen Schiri-Kritik, sowie eine rote Karte gegen den schimpfenden UHC-Trainer Kai Heep. Zum Teil standen sich nur jeweils vier Feldspieler gegenüber, die UHC-Akteure zeigten nach manch verspieltem Vorsprung in dieser Saison Nerven und Traunreut kam wieder bis auf 24:25 bzw. 25:26 heran. Doch Gerhard Treichl, der heuer vom aufgelösten ATSV Hallein zum UHC gestoßen war, erzielte in der Schlussminute nach einem Foul am sehr spielfreudigen Mark Feichtinger vom Siebenmeterpunkt das entscheidende 27:25. Treichl glänzte diesmal vor allem als Siebenmeterschütze und wurde als Topscorer nur vom treffsicheren Martin Hackenbuchner übertroffen. Auch der wiedergenesene Jonas Kucera und – in der heiklen Schlussphase – der am Flügel erfolgreiche Mike Jeckel steuerten ganz wichtige Treffer zum UHC-Sieg bei.

Sonntag, 22. November (Brannenburg):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Brannenburg - SG SHV/UHC Salzburg  33:26 (14:17)

UHC-Kader (Tore): Höpper (5), Gorbach, Feichtinger (je 4), Hackenbuchner,

Treichl, Schimanski (alle 3), Harbas (2), Breitenthaler, Tovilo (je 1), Untersteiner;

Tor: Ebner (1. – 42., 47. – 60.), Klettner (43. – 46.), Manhart.


Der hervorragend in die Saison gestartete TSV Brannenburg hat mit einem hart erkämpften 33:26-Erfolg über den UHC Salzburg die Tabellenspitze der Bayerischen Handball-Bezirksliga zurückerobert. In einem temporeichen Spiel, in dem beide Mannschaften auch noch etliche Chancen vergaben, ging der UHC zwar überfallsartig mit 8:2 in Führung und brachte danach immerhin noch einen 17:14-Vorsprung in die Pause, nach dem Seitenwechsel holten die Gastgeber aber Tor um Tor auf und glichen zum 19:19 bzw. 21:21 (40.) aus. Während der UHC in Hälfte zwei in alte Muster verfiel und durch seine desaströse Chancenverwertung einmal mehr den Gegner stark machte, war Brannenburg mit einfachsten handballerischen Mitteln erfolgreich: entweder durch seinen Rückraum-Shooter oder mit dem über die ganze Spieldauer hinweg gefährlichen Konterspiel nach Salzburger Ballverlusten (auch dank präziser Pässe des starken Brannenburger Goalies). Zwar zeigten auch die UHC-Goalies Ebner und Klettner eine Topleistung, aber vorne ging lange gar nichts mehr. Der UHC fiel von 23:25 auf 23:31 zurück und musste eine weitere bittere Niederlage einstecken.

Sonntag, 15. November (SH Josef-Preis-Allee):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - TSV Ebersberg  18:27 (5:12)

UHC-Kader (Tore): Pac (5), Höpper (4), Hackenbuchner, Harbas (je 3),

Kschwendt (2), Gorbach (1), Feichtinger, Huber, Treichl, Jeckel;

Tor: Ebner (1. – 30.), Klettner (31. – 60.).

 

Die Negativserie der UHC-Handballer hält weiter an. Im Heimspiel gegen den TSV Ebersberg konnten die Salzburger weder in der Abwehr noch im Angriff mit dem Tempo der Gäste mithalten, erzielten in der ersten Hälfte lediglich fünf Tore und lagen nach 40 Minuten bereits mit zehn Toren Differenz zurück (9:19). Bis zum Ende des Spiels konnte der UHC dann zwar seine Trefferquote deutlich verbessern, dennoch stand letztlich eine verdiente 18:27-Niederlage zu Buche. Ohne das fehlende Rückraum-Trio Schnöll, Kucera und Schimanski lief vor allem im Angriff zu wenig zusammen, das Zusammenspiel der nachgerückten Akteure ließ naturgemäß noch einiges zu wünschen übrig. Als Folge gelangen den stark verteidigenden Ebersbergern nach UHC-Ballverlusten viele „leichte“ Treffer im Konter. Auf der anderen Seite war die Salzburger Verteidigung ein ums andere Mal vom Tempo der Gäste überfordert. Beleg dafür waren zwölf Siebenmeterpfiffe sowie eine rote Karte gegen den UHC.

Samstag, 7. November (Übersee):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Übersee - SG SHV/UHC Salzburg  25:23 (12:11)

UHC-Kader (Tore): Gorbach, Hackenbuchner (je 6), Harbas (3), Höpper, Huber, Feichtinger (alle 2), Untersteiner, Schimanski (je 1), Treichl, Hirsch, Kschwendt, Tovilo; Tor: Ebner (1. – 60.), Klettner.

 

Vierte Saisonniederlage des UHC, und zum dritten Mal unterliegen die Salzburger Handballer mit einem oder zwei Toren Differenz. In der erwartet engen Partie beim TSV Übersee, in der die zahlreichen Zuschauer über weite Strecken eine Abwehr- und Härteschlacht zu sehen bekamen, konnte der UHC zwar einige Male ausgleichen und sich in Hälfte zwei nach dem höchsten Rückstand der Begegnung (15:19) wieder auf 19:20, 21:22 und 23:24 herankämpfen, eine Führung wollte den Salzburgern in diesem Spiel aber partout nicht gelingen. Da half es auch nichts, dass der druckvoll und körperbetont agierende Vorarlberger Neuzugang Ingo Gorbach als Topscorer und Vorbereiter weiterer Chancen einen glänzenden Einstand feierte. Einmal mehr wurden genug Chancen herausgespielt, um das Ergebnis positiver zu gestalten, aber zu viele „leichte“ technische Fehler in entscheidenden Spielphasen machten dem UHC letztendlich einen Strich durch die Rechnung. Auf der Gegenseite „verschenkte“ auch der TSV Übersee viele Bälle, die Bayern brachten aber immerhin all ihre Strafwürfe im Tor unter, wohingegen der UHC vier seiner neun Siebenmeter vergab.

Samstag, 31. Oktober (Holzkirchen):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SF Föching - SG SHV/UHC Salzburg  24:25 (15:12)

UHC-Kader (Tore): Schimanski, Höpper (je 5), Pac (4), Harbas (3), Huber,

Heep (je 2), Hackenbuchner, Untersteiner, Hirsch, Lohmaier (alle 1), Tovilo;

Tor: Manhart (1. – 30.), Klettner (31. – 60.).

 

Erster Saisonsieg für den UHC in der Bayerischen Bezirksliga – aber auch für diesen Erfolg im Kellerduell bei den Sportfreunden Föching mussten die Salzburger Handballer lange und hart kämpfen. Schon dezimiert angereist, verlor der UHC im Lauf der 60 Minuten auch noch Martin Hackenbuchner und Youngster Klaus Lohmaier durch rote Karten bzw. zwischenzeitlich auch Augustinus Untersteiner und Jasmin Harbas durch Verletzungen, dennoch gelang in der hin und her wogenden Partie mit insgesamt mehr Führungsminuten für die Föchinger Gastgeber in der Schlussminute der entscheidende UHC-Treffer zum 25:24-Endstand – ein Sieg des Willens und letztlich auch einer geschlossenen, kämpferischen Mannschaftsleistung.

 

Zum Spiel: Nach drögem Start mit 0:2- und 2:5-Rückstand war der UHC spätestens beim Stand von 7:7 und der ersten Führung (9:8) in der Partie drin, allerdings hatte zu diesem Zeitpunkt bereits der erste Salzburger Spieler auf der Tribüne Platz genommen. UHC-Flügel Martin Hackenbuchner konnte beim Konterlauf lediglich vom ausgestreckten Arm seines Gegenspielers gestoppt werden, reagierte auf diese Tätlichkeit entsprechend erbost mit einem Rempler gegen den Föchinger Spieler und sah regelkonform die rote Karte (der Gegner wurde mit einer Zwei-Minuten-Strafe auf die Bank geschickt). Etwas später musste der UHC mit Augustinus Untersteiner einen weiteren Startspieler vorgeben, er erlitt bei einer Föchinger Abwehraktion ein Cut und konnte erst nach Versorgung der blutenden Wunde in Hälfte zwei wieder auflaufen.

 

Allein daran lag es allerdings nicht, dass sich die Gäste auch in der Folge schwer taten und die Begegnung insgesamt von eher mäßigem Niveau gekennzeichnet war. Beiden Mannschaften merkte man die Verunsicherung der bislang sieglosen Saison deutlich an. In den Angriffen blieb vieles Stückwerk und resultierten die Torerfolge eher aus Einzelaktionen als aus cleverem und temporeichem Kombinationsspiel. Da der UHC obendrein – wie schon in den vergangenen Spielen – eine Phase unnötiger Ballverluste einstreute, die Föching im Konter bestrafte, ging es aus Salzburger Sicht trotz ausgeglichener erster Halbzeit mit einem ärgerlichen 12:15-Rückstand in die Pause.

 

Etwas besser sah es dann schon in Hälfte zwei aus. Der einsatzfreudigste UHC-Spieler an diesem Tag und Salzburger Topscorer, Nicolas Schimanski, bemühte sich weiter intensiv um das Spiel nach vorn, auch Jasmin Harbas brachte aus dem Rückraum einige schöne Würfe im Tor unter, ebenso Stefan Pac am Flügel. Der frisch in die Partie gekommene UHC-Goalie Tobias Klettner glänzte mit den ersten von insgesamt zahlreichen Paraden und überhaupt häuften sich die Chancen der Gäste. Salzburg glich zum 16:16 aus, ging in der Folge sogar ein paar Mal in Führung (17:16, 22:21, 23:22) und schien auf dem richtigen Weg zu sein. Doch es galt noch einige Stolpersteine auf diesem Weg zu überwinden: Zum einen blieb die Partie weiterhin nicht von Härteeinlagen verschont, was zu einem Doppel-Ausschluss von einem Föchinger Akteur und UHC-Spieler Klaus Lohmaier führte bzw. zu einer Verletzung von Jasmin Harbas, der in den Schlussminuten nicht mehr eingreifen konnte. Zum anderen steigerte sich der UHC zwar im Kreieren von Chancen, aber nicht im Verwerten derselben. In den letzten Minuten wurden wieder mehrere hochkarätige Möglichkeiten vergeben, zum Beispiel nach der 23:22-Führung. Statt einem Zwei-Tore-Vorsprung hieß es plötzlich wieder 23:24 aus Sicht des UHC, ehe doch noch der 24:24-Ausgleich gelang – und in der Schlussminute sogar aus einem Konter der 25:24-Siegtreffer durch UHC-Flügel und Siebenmeter-Spezialist Marcel Höpper. Der letzte Angriffsversuch der Föchinger endete mit einer weiteren Parade von UHC-Goalie Tobias Klettner, der entscheidend zum doppelten

Punktgewinn der Salzburger beitrug.

 

Fazit: Auch wenn sich in diesem Spiel beide Mannschaften nicht mit Ruhm bekleckerten, war der erste Saisonsieg des UHC Salzburg ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Nach noch nicht überzeugender erster Hälfte stimmten zumindest der Team- und Kampfgeist zuversichtlich (auch für zukünftige Aufgaben). Der Siegeswille beim UHC war mit Fortdauer der Begegnung immer deutlicher zu spüren – angefangen von U21-Youngsters wie dem talentierten Constantin Hirsch bis hin zu Routiniers wie Trainer Kai Heep, der aufgrund der vielen Ausfälle im Vorfeld und während des Spiels ein Kurz-Comeback auf dem Feld gab und in der Schlussphase zwei wichtige Treffer beisteuerte. Gleichviele Treffer scorte bei seinem Comeback nach zwei handballlosen Jahren der UHC-Eigenbauspieler Severin Huber, der sich auch in der Abwehr als Verstärkung präsentierte.

Samstag, 24. Oktober (SH Josef-Preis-Allee):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - TSV Sauerlach  18:40 (9:17)

UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (5), Untersteiner (3), Harbas, Höpper, Schimanski (alle 2), Kschwendt, Hirsch, Pac, Schwarz (alle 1), Breitenthaler,

A. Hauch, Man. Schmied; Tor: Ebner (1. – 23.), Manhart (24. – 60.).

 

Rabenschwarzer Tag für die UHC-Handballer: Im Heimspiel gegen den neuen Tabellenführer TSV Sauerlach waren die Salzburger in allen Belangen unterlegen. Gefühlte vier von fünf Angriffsversuchen endeten mit einem vorzeitigen Ballverlust, und selbst die wenigen Würfe aufs gegnerische Tor waren oft schlecht vorbereitet und dementsprechend leichte Beute von Sauerlachs Abwehr oder Torhüter. Als der UHC ab einem 4:10-Rückstand sein Heil in einer offensiveren 3:3-Deckung suchte, ging dies ebenfalls nur kurz gut, danach nutzten die Gäste jedoch den frei gewordenen Raum, um noch freier vors Salzburger Tor zu kommen. Von den zahlreichen Kontern des TSV Sauerlach nach UHC-Patzern im Angriff ganz zu schweigen. Tiefpunkt war eine zirka zehnminütige torlose Phase des UHC in Hälfte zwei, in der Sauerlach mit einem 11:0-Lauf von 23:14 auf 34:14 erhöhte. Die Salzburger müssen nun auf erste Punkte nächstes Wochenende im Kellerderby bei den Sportfreunden Föching hoffen. Doch auch dafür wird eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein.

Sonntag, 18. Oktober (Rosenheim):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

ESV Rosenheim - SG SHV/UHC Salzburg  30:29 (18:17)
UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (8), Harbas, Höpper (je 5), Untersteiner,

Schnöll (je 3), Lohmaier (2), Kschwendt, Schimanski, Kucera (alle 1), Hirsch,

Manuel Schmied, Treichl; Tor: Ebner (1. – 60.), Manhart.

 

Zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel für die Handballer des UHC Salzburg. In der erwartet ausgeglichenen Partie, in der die Führung des Öfteren wechselte, kam der UHC viel besser ins Spiel als noch vor einer Woche gegen den TSV Haar. Das galt allerdings nur für die Angriffsbemühungen und die 17 Tore, mit denen Coach Kai Heep zur Halbzeit zufrieden sein durfte. Umgekehrt leisteten sich die Salzburger aber neuerlich viel zu viele Abwehrpatzer, die Rosenheim zur 18:17-Führung nutzte.

 

Nach der Pause stabilisierte sich die Deckung des UHC, der nun deutlich weniger Torchancen der Gastgeber zuließ. Dafür viel es den Salzburgern in der zweiten Hälfte immer schwerer, selbst auf dem Scoreboard anzuschreiben. An guten Möglichkeiten mangelte es weiterhin nicht, doch die hochkarätigen Chancen wurden zum Teil äußerst fahrlässig vergeben, oder es wurde überhaupt gleich überhastet und schlecht abgeschlossen. Dennoch machte der UHC aus einem 17:20-Rückstand ein 21:21 bzw. in weiterer Folge sogar eine 26:25-Führung. Auch ein 27:29 in den Schlussminuten konnten die Salzburger Handballer noch einmal zum verdienten 29:29 ausgleichen. Mit lediglich sieben verbliebenen Sekunden auf der Spieluhr ging Rosenheim in den letzten Angriff und wurde eine Sekunde vor Spielende an der Neun-Meter-Linie von der UHC-Verteidigung gestoppt. Der foulende UHC-Spieler Jonas Kucera sah dafür nicht nur zwei Minuten und die rote Karte, völlig überraschend korrigierten die beiden Schiedsrichter auch noch ihre Entscheidung und verwandelten den zuerst gepfiffenen Freiwurf in einen Siebenmeter für Rosenheim. „Das Foul war an der Neun-Meter-Linie. Dahinter standen noch zwei weitere Salzburger Spieler zwischen der Aktion und dem UHC-Tor. Da ist es mir ein Rätsel, wo die Schiris eine klare Torchance gesehen haben, um auf Strafwurf zu entscheiden. Wenn das Schule macht, kann man demnächst auch nach einem Foul an der Mittellinie einen Siebenmeter pfeifen“, ärgerte sich UHC-Obmann Thomas Manhart über den spielentscheidenden Fehlpfiff. Rosenheim verwandelte im Anschluss den Strafwurf zum 30:29-Endstand – und obendrein muss UHC-Pechvogel Jonas Kucera aufgrund der roten Karte in der Schlussminute mit

einer Sperre rechnen. 

 

Fazit (unabhängig von diesem unrühmlichen Ende): Leider verabsäumte es der UHC Salzburg in der chancenreichen zweiten Hälfte, das Spiel frühzeitig zu drehen bzw. für sich zu entscheidenden. Statt die vielen Fehler auf Rosenheimer Seite dankend anzunehmen und mit eigenen Torerfolgen zu „bestrafen“, agierten die

Salzburger ähnlich hektisch und fehlerhaft wie die Gastgeber. Fast hatte man in den letzten zehn Minuten der Partie das Gefühl, als ob keines der beiden Teams gewinnen wollte…

Sonntag, 11. Oktober (SH Alpenstraße):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SG SHV/UHC Salzburg - TSV Haar  25:27 (10:15)

UHC-Kader (Tore): Harbas (6), Schnöll (5), Höpper (4), Schimanski (3), Jeckel (2), Untersteiner, Kschwendt, Treichl, Kucera, Pac (alle 1), Hackenbuchner, Hirsch;

Tor: Ebner (1. – 60.), Manhart.

 

Die Handballer des UHC Salzburg sind im dritten Jahr in Folge mit einer Niederlage in die Bayerische Bezirksliga gestartet. Im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Haar boten Schnöll und Co. dem Publikum zwar einen Handballkrimi mit einer tollen Aufholjagd und zwischenzeitlicher Führung, die Gäste zeigten jedoch Nervenstärke und brachten einen 27:25-Erfolg und zwei Punkte nach Hause. „Verloren haben wir die Partie rückblickend in der ersten Hälfte, in der uns viel zu viele Fehler unterlaufen sind“, analysierte Coach Kai Heep nach Spielende das enttäuschende

Resultat.

 

Zum Spiel: Schon in der ausgeglichenen Startphase (3:3) war schnell klar, dass es der UHC an diesem Tag mit einem äußerst ambitionierten Aufsteiger zu tun hatte, der vor allem mit viel Lauf- und Kampfbereitschaft in der Abwehr glänzte (zahlreiche Siebenmeter-Fouls des TSV Haar zeugten von der kompromisslosen Defensive der Gäste). Umgekehrt ließen die Salzburger in der Abwehr über die gesamte Spieldauer zu leichte Tore der wurfgewaltigen bayerischen Rückraum-Spieler zu oder ließen sich mit einfachsten Körpertäuschungen ausspielen,

und im Angriff saßen weder die Laufwege der Spielzüge noch die oft zu

unvorbereitet abgegebenen Torwürfe. Fehler über Fehler führten trotz der ersten

Glanzparaden von UHC-Goalie Martin Ebner zu einem 6:12-Rückstand, der nach

zwischenzeitlichem 10:13 im 10:15-Pausenstand mündete.

 

Nach dem Seitenwechsel konnte Haar den Vorsprung zunächst verteidigen, doch der UHC Salzburg stand jetzt hinten besser, verteidigte mit deutlich mehr Körperkontakt und fand auch im Angriff zu einem flüssigeren Spiel inklusive mehr Torgefahr. Über Rückstände von 11:17 und 13:19 erkämpften sich die Gastgeber mit einer packenden Aufholjagd eine 21:20-Führung und schienen die Partie drehen zu können (22:21, 24:23, 25:24). Der vorentscheidende Zwei-Tore-Vorsprung wollte in der Schlussphase jedoch nicht mehr gelingen, der UHC vergab – wie schon im gesamten Spiel – weitere Hochkaräter und konnte auch keinen Profit aus der wieder einmal blendenden Form von Goalie Martin Ebner schlagen, der mehrmals nicht nur die ersten Würfe hielt, sondern – nachdem die Abpraller beim Gegner gelandet waren – auch noch den Nachwurf parierte. Der TSV Haar machte es in den Gegenangriffen besser, ging in der Schlussminute wieder mit 26:25 in Führung

und legte kurz vor dem Schlusspfiff, als auch der letzte UHC-Angriff gescheitert war, noch ein Tor nach.