NÄCHSTES SPIEL

 

Bayer. Bezirksliga
Sa, 29. April 2017

UHC - TSV Haar

(Liefering, 18 Uhr)

Samstag, 22. April (Bruckmühl):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SV Bruckmühl - UHC Salzburg  28:21 (14:9)

UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (5), Höpper (4), Holubek, Hirsch, Harbas,

Lukas Schnöll (alle 2), Michael Hauch, Musil, Pac, Ebner (alle 1), Hesse;

Tor: Ebner, Klettner.

 

Ohne Schwung, vor allem im Angriffsspiel, kassierten die UHC-Handballer im ersten Match nach der Osterpause eine klare 21:28-Niederlage beim SV Bruckmühl. Trainer Kai Heep war nur mit den beiden A-Jugend-Youngsters Felix Holubek und Michael Hauch halbwegs zufrieden, ansonsten war die Leistung im vorletzten Spiel der Bezirksliga-Saison enttäuschend. „Etliche technische Fehler und Missverständnisse im Angriff, aber auch zu wenig Aggressivität in der Abwehr.

Einige waren wohl mit den Gedanken noch in den Ferien“, lautete sein Fazit. Wollen die UHC-Handballer die Saison dennoch auf dem dritten Tabellenplatz beenden, muss nun zum Saisonabschluss ein Heimsieg gegen den Fix-Absteiger TSV

Haar her.

Samstag, 8. April (Salzburg, SH Liefering):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - TSV Unterhaching III  43:28 (19:11)

UHC-Kader (Tore): Harbas (8), Hackenbuchner, Musil, Lukas Schnöll (alle 7), Höpper (6), Kugler, Hirsch (je 3), Hesse, Pac (je 1), Lohmaier; Tor: Ebner, Klettner.

 

Tolle Spielzüge, sehenswerte Würfe, glänzende Torhüter-Paraden und von Anfang bis Ende voller Einsatz – so präsentierten sich die UHC-Handballer im vorletzten Heimspiel der Bezirksliga-Saison gegen den TSV Unterhaching III und landeten einen hochverdienten 43:28-Kantersieg. Der dritte Tabellenplatz wurde mit dem höchsten Saisonsieg weiter abgesichert, die grandiose Heimbilanz auf 17:3 Punkte ausgebaut.

 

Zum Spiel: Der UHC lag vom Start weg stets klar in Führung (3:0, 10:4, 16:8), ließ sich in der Verteidigung kaum durch spielerische Finessen des Gegners, sondern allenfalls durch gelungene Eins-gegen-eins-Aktionen ausspielen und präsentierte

sich im Angriff auf nahezu allen Positionen in Torlaune. Mit einer Vielzahl von einstudierten Spielzügen wurde die Unterhachinger Verteidigung permanent unter Druck gesetzt. Die so entstandenen Freiräume nutzten die beweglichen Salzburger Angreifer entweder zum direkten Zug aufs Tor oder zum „tödlichen“ Pass auf einen frei postierten Mitspieler, nachdem zuvor variantenreich für eine entsprechende Überzahlsituation gesorgt worden war. Besonders mannschaftsdienlich spielte neben Kapitän Lukas Schnöll einmal mehr Oliver Hesse, der bei etwas mehr Egoismus weit mehr als ein Tor erzielt hätte, aber eben stets vorbildlich den noch einen Tick besser postierten Mitspieler in Szene setzte. So lief zunächst viel über Max Musil am Kreis und die Flügelspieler, aber auch Lukas Schnöll selbst und Jasmin Harbas waren mit viel Tempo aus dem Rückraum kommend ein ums andere Mal erfolgreich. Da umgekehrt die Unterhachinger gerade in der Anfangsphase mehrere Stangenschüsse zu verzeichnen hatten oder am wieder exzellenten UHC-Goalie Martin Ebner scheiterten, konnten die Salzburger auch ihr Konterspiel etablieren und lagen bereits zur Pause mit 19:11 voran.

 

In ähnlicher Tonart ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Egal wen UHC-Trainer Kai Heep in die Partie einwechselte, es war kein Leistungsabfall zu bemerken. Constantin Hirsch war sofort mittendrin im Geschehen und steuerte drei Treffer zum Salzburger Sieg bei. Martin Hackenbuchner kam mit Flügel- und Kontertoren auf insgesamt sieben Treffer (ebenso wie Schnöll und Musil). Noch ein Tor mehr erzielte der im zweiten Durchgang überhaupt nicht mehr zu bremsende Jasmin Harbas (mit acht Toren Topscorer). Mit sechs Toren durch Marcel Höpper war auch die andere Flügelseite stark besetzt, dank weiterer schöner Treffer von Loris Kugler (3) und Stefan Pac (1) kamen die Außenspieler des UHC auf insgesamt 17 der 43 Treffer.

 

Ähnlich konstant war die Leistung auf der Torhüterposition, wo in der zweiten Halbzeit Tobias Klettner zwischen den Pfosten stand und unter anderem vier Siebenmetertore verhinderte. Detail am Rande: Die Strafwürfe waren generell nicht die Stärke der bayerischen Gäste und wurden fast alle vergeben, mehrmals gleich ganz am Tor vorbei. Größter Pechvogel der Partie auf UHC-Seite war der torlos gebliebene Kreisspieler Klaus Lohmaier: Arbeitsbedingt verspätet zum Spiel gekommen, startete er mit einer Zwei-Minuten-Strafe aufgrund eines Wechselfehlers äußerst unglücklich in die Partie und vergab dann auch noch einen Siebenmeter. Kopf hoch, Klausi!

 

Fazit: Was neben dem mehrfach beschriebenen Torhunger der Salzburger besonders positiv auffiel: Auch als die Führung schon haushoch war, warfen sich die UHC-Spieler noch mit vollem Einsatz schon verloren geglaubten Bällen hinterher und retteten den Ballbesitz, anstatt es aufgrund des Spielstandes etwas lockerer anzugehen. Zu dieser vorbildlichen Einstellung bleibt nur eines zu sagen:

So muss Handball!!

Samstag, 1. April (Ebersberg):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV EBE Forst United - UHC Salzburg  33:35 (15:16)

UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (9), Gorbach (6), Höpper (5), Hesse, Pac (je 4), Lukas Schnöll (3), Hirsch (2), Harbas, Musil (je 1); Tor: Klettner, Ebner.

 

Die UHC-Handballer schaffen endgültig die Trendwende und können auch auswärts wieder gewinnen – noch dazu gegen ein starkes Team, das zuvor punktgleich mit den Salzburgern war. Mit dem 35:33-Erfolg in Ebersberg behauptete der UHC den dritten Tabellenplatz und kann schon jetzt ziemlich sicher sein, dass am Saisonende die bislang beste Platzierung in der Bayerischen Bezirksliga seit dem Aufstieg aus der Bezirksklasse zu Buche stehen wird (nach drei 7. Plätzen in den Vorsaisonen). Das restliche Programm des UHC: Unterhaching III (H), Bruckmühl (A), Haar (H).

 

Zum Spiel: Trotz schwachem Start (3:7), der vor allem in der Deckung völlig verschlafen wurde, kam der UHC noch in der ersten Halbzeit gut ins Spiel, glich nach zirka 20 Minuten zum 12:12 aus und ging mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeit-Pause. Danach sah es kurzzeitig sogar nach einem ungefährdeten Sieg der Salzburger aus, die mit 23:18, 24:19 und 25:21 führten, doch die Gastgeber kämpften sich noch einmal zurück. In einer Phase, in der dem UHC mehrere technische Fehler und überhastete Abschlüsse in Folge unterliefen, glichen die Ebersberger aus und gingen ihrerseits kurz mit 29:28 in Führung. Doch die Salzburger erfingen sich wieder, starteten einen 6:1-Lauf und fixierten mit dem 34:30 die Vorentscheidung, die letztlich im verdienten 35:33-Erfolg mündete. UHC-Trainer Kai Heep freute sich über eine starke Leistung der gesamten Mannschaft: „Alle haben gespielt, alle haben getroffen und Tobi Klettner, der im Tor 60 Minuten durchgespielt hat, bot ebenfalls eine starke Leistung.“

Samstag, 25. März (Salzburg, SH Liefering):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - SF Föching  26:22 (14:11)

UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (8), Hirsch, L. Schnöll, Pac (alle 3), Huber,

Gorbach, Harbas (alle 2), Hesse, Kugler, Lohmaier (alle 1), Höpper, Musil, Kopp; Tor: Ebner.

 

Zumindest auf die Heimstärke (nur eine Saisonniederlage) ist weiter Verlass: Mit dem 26:22-Erfolg über Föching gelang den UHC-Handballern in der Bayerischen Bezirksliga der zweite Sieg in der Rückrunde und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Saisonziel einer Top-5-Platzierung in der Abschlusstabelle. Zu verdanken war der Erfolg vor allem dem guten Start und der Leistung in der ersten Halbzeit. „Mit der 5:1-Führung sind wir sehr gut ins Spiel bekommen, dann hatten wir aber wieder eine Phase mit zu vielen technischen Fehlern und mussten in der zweiten Hälfte sogar kurz einen 16:17-Rückstand hinnehmen“, erklärt UHC-Trainer Kai Heep. Beim Stand von 18:18 und 19:18 war zehn Minuten vor Schluss noch alles möglich, doch beide Teams zeigten Nerven und trafen mehrmals die Stange. Die bessere Chancenverwertung des UHC Salzburg in der Schlussphase sorgte dann aber für einen 24:20-Vorsprung (56.) und die Vorentscheidung. Belohnung ist der vorläufige dritte Tabellenplatz, allerdings hat der SV Bruckmühl am Sonntag noch die Chance wieder am UHC vorbeizuziehen (im Falle eines Auswärtssieges in Rosenheim).

Sonntag, 19. März (Ainring):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

ESV Freilassing - UHC Salzburg  30:27 (18:12)

UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (8), Gorbach, Pac (je 4), Hirsch (3), Höpper, Huber, Harbas (alle 2), Musil, Lohmaier (je 1), Kopp; Tor: Ebner.

 

Die UHC-Krise in der Rückrunde der Handball-Bezirksliga setzt sich fort. Auch im Derby beim abstiegsbedrohten ESV Freilassing, der bislang noch nie ein Pflichtspiel gegen die Salzburger gewinnen konnte, musste sich der UHC am Sonntagabend geschlagen geben – und das nach einem glatten 34:19-Kantersieg in der Hinrunde. Das 27:30 war die fünfte Salzburger Niederlage im sechsten Rückrunden-Spiel.

 

Zum Spiel: Die Vorentscheidung fiel bereits in der ersten Halbzeit, in der sich der UHC nach dem 1:4 und 2:7 rasch einen Sechs-Tore-Rückstand (3:9) einhandelte.

Alle Versuch, diesen Abstand bis zur Pause zu verringern, waren in der Folge zum Scheitern verurteilt: Zum einen unterliefen den Salzburgern ungewöhnlich viele Fehler, zum anderen wurde die Aufholjagd immer wieder durch - zumindest aus Salzburger Sicht - sehr unglückliche Entscheidungen des Schiedsrichters* gebremst. Entsprechend entnervt ging es mit einem 12:18-Rückstand in die Halbzeitpause. Als die Anzeigetafel kurz nach dem Seitenwechsel sogar einen 12:20-Rückstand anzeigte, schien kaum noch Hoffnung, doch jetzt begannen die Salzburger endlich mit dem Handballspielen und holten sukzessive auf. Der Freilassinger Vorsprung schmolz dahin, aber aus Salzburger Sicht leider viel zu langsam, denn erst drei Minuten vor Spielende kam der UHC erstmals auf zwei Tore heran (26:28) – der Anschlusstreffer wollte nicht mehr gelingen, der Ausgleich logischerweise auch nicht. Fazit: In der zweiten Hälfte wäre trotzdem noch der Sieg möglich gewesen, aber beim Versuch die Partie zu drehen, scheiterte der UHC letztlich auch am eigenen Unvermögen. Dass mit Lukas Schnöll der UHC-Topscorer fehlte, darf da keine Ausrede sein.

 

*Auf Wunsch von Freunden und Verwandten des Schiedsrichters wurden Teile des Spielberichts noch einmal überarbeitet.

Sonntag, 12. März (Grafing):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Grafing - UHC Salzburg  34:29 (14:14)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll, Musil (je 7), Hackenbuchner (5), Kugler,

Gorbach (je 3), Hesse (2), Harbas, Pac (je 1), Höpper, Huber, Lohmaier;

Tor: Ebner, Klettner.

 

Die vierte Niederlage im fünften Spiel der Rückrunde – die Handballer des UHC Salzburg ringen nach der Bezirksliga-Halbzeit weiter um ihre Hinrunden-Form. Vor allem auswärts klappt es derzeit nicht nach Wunsch: die 29:34-Niederlage beim Tabellenzweiten Grafing bedeutete die dritte Niederlage im dritten Auswärtsspiel der Rückrunde. Auch die beiden Aufstiegsplätze, auf die man nach Rang 2 zum Abschluss der Hinrunde kurzzeitig schielen durfte, sind damit in weite Ferne gerückt. „Wir waren positiv überrascht, dass wir heuer so gut in die Saison gestartet sind, und wir können von unserer Qualität her sicher weiterhin fast jedes Team in der Liga schlagen – so wie auch Grafing im Heimspiel –, aber letztlich mangelt es uns nach wie vor an der nötigen Konstanz, um eine Saison in einer derart ausgeglichenen Meisterschaft auf einem der ganz vorderen Plätze zu beenden. Daran müssen wir für die Zukunft am stärksten arbeiten", analysiert UHC-Obmann Thomas Manhart die Stärken und Schwächen des aktuellen UHC-Kaders und fügt hinzu: „Unser Saisonziel war es ursprünglich, nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben und uns im Idealfall in den Top 5 der Bezirksliga zu etablieren. Das ist immer noch möglich."

 

Zum Spiel in Grafing: Die Gelegenheit war da, aber letztlich machte man es dem Tabellenzweiten – wie schon in früheren Begegnungen – viel zu leicht. Während der UHC mit seinen Möglichkeiten oftmals fahrlässig umging und in der mangelnden Chancenverwertung (inklusive mehreren Stangenschüssen) eine seiner größten Schwächen hatte, war der TSV Grafing auf der Gegenseite auch mit einfachsten Mitteln erfolgreich. „Unser 1-gegen-1-Verhalten in der Abwehr war diesmal einfach nicht gut genug, hinzu kam die schlechte Chancenverwertung. Gratulation an Grafing, aber wir haben uns heute in erster Linie selbst geschlagen", fasste UHC-Trainer Kai Heep die durchwachsene Leistung seiner Mannschaft zusammen. So hielten die Salzburger zwar bis zur Schlussphase auf Augenhöhe mit (14:14 zur Halbzeit, später dann 24:24, 27:28 und 29:31), aber Grafing gelang letztlich die Revanche für die 27:31-Niederlage im Hinspiel in Salzburg.

Samstag, 4. März (Salzburg, SH Liefering):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - ESV Rosenheim  32:30 (15:17)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (12), Hackenbuchner (7), Hesse (4), Harbas,

Pac (je 3), Höpper, Hirsch, Lohmaier (alle 1), Michael Hauch, Holubek, Huber,

Musil; Tor: Ebner, Klettner.

 

Mit viel Moral und ebenso viel Glück haben die Handballer des UHC Salzburg in der Bayerischen Bezirksliga zurück in die Erfolgsspur gefunden und den ESV Rosenheim zu Hause mit 32:30 (15:17) bezwungen. In einer Partie, in der vor allem die bewährten Mannschaftsstützen des UHC lange nicht zu ihrem Spiel fanden, mussten die Salzburger fast durchgehend einem Rückstand von zeitweise bis zu vier Toren hinterher laufen (1:3, 13:16, 18:22, 20:24). Zwar gelang zwischenzeitlich auch immer wieder der Ausgleich (3:3, 6:6, 10:10, 13:13, 18:18, 25:25), doch erst in der 53. Spielminute ging der UHC durch ein Kontertor erstmals in Führung (28:27),

die letztlich bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgegeben wurde. Gegen einen starken Rosenheimer Torhüter wurden viele Topchancen vergeben, u. a. vier Siebenmeter.

 

Dass es letztlich noch zum Sieg reichte, lag vor allem daran, dass Mannschaftsstützen wie Lukas Schnöll und Martin Hackenbuchner in der zweiten Hälfte doch noch in Schwung kamen und ihren Torhunger stillen konnten, dass der eingewechselte Goalie Tobias Klettner starke Paraden zeigte und dass der spielfreudige Oliver Hesse sowohl seine Nebenleute gut forcierte als auch selbst vier Treffer zum Erfolg beisteuerte. Was die Tor/Fehlwurf-Quote anbelangt, war Hesse in dieser Partie der stärkste UHC-Akteur. Mit stärkerem Verteidigungsspiel in der Schlussphase gelangen letztlich auch einige „leichte“ Kontertore, die den knappen Sieg absicherten.

Samstag, 18. Februar (Salzburg, SH Liefering):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - TSV Sauerlach  24:38 (13:19)

UHC-Kader (Tore): Höpper (7), Hackenbuchner (4), Harbas, Feichtinger (je 3), Hirsch, Pac (je 2), Heep, Musil, Lohmaier (alle 1), Kugler, Huber; Tor: Ebner, Klettner.

 

Fünfte Saisonniederlag für die UHC-Handballer – und leider ist nun auch die Heimserie gerissen. Erstmals verlieren die Salzburger in der aktuellen Bezirksliga-Saison ein Spiel vor eigenem Publikum. Das deutliche 24:38 gegen Spitzenreiter

TSV Sauerlach war aber natürlich auch der Stärke des Gegners geschuldet. Der Tabellenführer ist mit dem 15. Sieg im 15. Saisonspiel im Eilzugstempo in Richtung Bezirksoberliga unterwegs, der Sauerlacher Titelgewinn und Aufstieg dürfte heuer bei acht bis zehn Punkten Vorsprung auf die Verfolger nur noch Formsache sein.

 

Dem UHC gelang es in diesem Spiel nur etwa 20 Minuten in der ersten Halbzeit lang, mit den Gästen mitzuhalten, doch letztlich folgten auf jede gute Salzburger Aktion zwei bis drei bessere Aktionen von Sauerlach. Vom 1:5-Blitzstart der Gäste über das 5:10 bis zum 9:12 keimte noch einmal kurz Hoffnung auf, doch bereits der 13:19-Pausenstand machte die Kräfteverhältnisse deutlich. Nach zirka 40 Minuten führte der TSV Sauerlach bereits mit 27:17, der Rest war ein Schaulaufen des baldigen Meisters.

Samstag, 11. Februar (Anzing):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SV Anzing III - UHC Salzburg  36:28 (18:14)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (9), Kugler (7), Höpper (3), Musil, Hirsch,

Harbas (alle 2), Hesse, Lohmaier, Pac (alle 1), Heep; Tor: Klettner.

 

Missglückter Rückrundenstart für die UHC-Handballer, die auch im zweiten Spiel nach der „Liga-Halbzeit“ eine deutliche Niederlage hinnehmen mussten: Die ersatzgeschwächten Salzburger (ohne Goalie Ebner, Hackenbuchner, Gorbach, Huber und Kopp) fanden beim SV Anzing III kaum zu ihrem Spiel, wirkten im Angriff über weite Strecken ideenlos oder suchten zu überhastet den Abschluss und enttäuschten auch in der Abwehr auf der ganzen Linie. Dass einige der mitgereisten UHC-Akteure noch gesundheitlich angeschlagen waren, machte die Ausgangslage auch nicht besser. So mühte sich der UHC zwar redlich durch die Partie, erweckte aber nur phasenweise den Eindruck, als hätte man ein Erfolgsrezept gegen die solide agierenden Gastgeber, die mit ihren Angriffsbemühungen zumeist bis auf sechs Meter durchkamen und in der Abwehr deutlich aufmerksamer und agiler als die Salzburger wirkten. Es war kein Handball-Feuerwerk, das Anzing III an diesem

Tag abbrannte, aber es war zumindest genug Feuer im Spiel der Bayern, um dem

UHC Tor um Tor zu enteilen und Mitte der zweiten Halbzeit mit einer 31:19-Führung den Sack zuzumachen.

Sonntag, 29. Jänner (Brannenburg):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Brannenburg - UHC Salzburg  26:22 (10:11)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (6), Hesse (4), Christian Schnöll (3), Huber, Hirsch, Harbas (alle 2), Musil, Höpper, Pac (alle 1), Gorbach, Lohmaier, Kopp, Holubek; Tor: Ebner.

 

Rückschlag für die UHC-Handballer zum Rückrundenstart in der Bayerischen Bezirksliga. Wie im Hinspiel (28:28) taten sich die Salzburger schwer mit dem

TSV Brannenburg, allerdings ohne dass es diesmal zu einem Punktgewinn reichte. Die Salzburger 22:26-Niederlage in Brannenburg nutzte der TSV Grafing, um mit einem 31:23-Erfolg über Anzing III in der Tabelle am UHC vorbeizuziehen.

Sonntag, 22. Jänner (Haar):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Haar - UHC Salzburg  24:33 (11:17)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (9), Gorbach (5), Musil, Höpper (je 4), Huber (3), Kopp, Pac (je 2), Hesse, Hirsch, Holubek, Lohmaier (alle 1), Harbas;

Tor: Ebner, Klettner.

 

Halbzeit in der Bayerischen Bezirksliga, und die UHC-Handballer verteidigten mit einem souveränen 33:24-Sieg beim Schlusslicht TSV Haar den zweiten Platz. In einer nur zu Beginn ausgeglichenen Partie legten die Salzburger rasch ihre Anfangsnervosität ab, verwandelten einen 5:6-Rückstand in die erste deutliche Führung (13:8) und ließen auch in weiterer Folge nichts mehr anbrennen. Zwischen der 35. und 40. Minute begann UHC-Coach Kai Heep beim Stand von 23:13 damit, auch den Wechselspielern mehr Einsatzzeiten zu geben. An den klaren Kräfteverhältnissen änderte sich dadurch wenig. Lediglich einige Unkonzentriertheiten in den letzten zehn Minuten waren zu beklagen, die aber nichts mehr am deutlichen Ergebnis änderten. Der UHC Salzburg wurde seiner Favoritenrolle mit einer geschlossen starken Mannschaftsleistung gerecht und bleibt vorerst auf dem Relegationsplatz.

Samstag, 14. Jänner (Salzburg, SH Liefering):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - SV Bruckmühl  30:23 (12:12)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (10), Musil (5), Hackenbuchner, Pac (je 4), Feichtinger (3), Gorbach (2), Hesse, Huber (je 1), Lohmaier, Hirsch, Harbas, Kopp; Tor: Ebner, Klettner.

 

Besser hätte die Handball-Premiere in der neuen Salzburger Sporthalle Liefering kaum laufen können: Alle fünf Salzburger Teams, die am ersten Spieltag im Einsatz waren (weibl. C-Jugend, männl. C-Jugend, männl. A-Jugend, Frauen und Männer), konnten ihre Spiele gewinnen. Ein Einstand nach Maß in der „Festung Liefering“. Die Männer des UHC Salzburg konnten sich sogar gegen einen früheren Angstgegner durchsetzen. Der 30:23 (12:12)-Erfolg war seit dem UHC-Aufstieg in die Bezirksliga nach drei Niederlagen und einem Remis der erste Sieg über den SV Bruckmühl. Damit festigten die Salzburger den zweiten Tabellenplatz und spielen weiterhin ihre bislang beste Saison als Gastmannschaft in Bayern.

 

Zum Spiel: Die ersten zwei Minuten waren bereits bezeichnend für die ganze erste Spielhälfte. Bruckmühl scheiterte im Konter am wieder einmal äußerst starken UHC-

Goalie Martin Ebner, während im Gegenzug der erste Siebenmeterwurf von UHC-Kapitän Lukas Schnöll vom Tormann der Gäste pariert wurde. So fahrlässig gingen die beiden Teams die ganze erste Halbzeit lang mit ihren Chancen um, weshalb sich auch keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Die Abwehrreihen standen auf beiden Seiten gut und bemühten sich nach Ballgewinnen um flottes Konterspiel, das anfangs bei den aus einer offensiven Deckung heraus agierenden Gästen etwas besser funktionierte. Doch mit Fortdauer des Spiels gelang es den Salzburger Handballern immer besser, die Tücken einer solch offensiven Abwehr aufzuzeigen. Die Räume wurden für Einläufe an den Kreis und ähnliche „öffnende“ Spielzüge genutzt, die entweder zu direkten Torerfolgen oder zu weiteren (von Lukas Schnöll diesmal gewohnt sicher verwerteten) Siebenmeter-Strafwürfen führten. Zwischenzeitlich 7:5- und 12:10-Führungen der Gastgeber konnten allerdings nicht in die Pause gerettet werden. „Es waren in der ersten Halbzeit definitiv zu viele technische Fehler von unserer Seite, dadurch haben wir die Führung immer wieder verspielt“, war UHC-Trainer Kai Heep zur Halbzeit noch unzufrieden mit der Leistung seiner Truppe.

 

Neue Trikots, neues Glück: Der Seitenwechsel brachte nicht nur neue rote UHC-Trikots (die dunkelblauen Dressen der Gäste und die schwarzen UHC-Dressen hatten vor der Pause zu gelegentlicher Verwirrung bei Spielern, Publikum und Schiri geführt), sondern auch spielerisch „feurigere“ Gastgeber. Der UHC baute die Führung auf 18:14 und 20:16 aus, und Bruckmühl reagierte mit einer taktischen Maßnahme, die zum Glück für die Salzburger völlig in die Hose ging. Statt durch die Einwechslung eines siebten Feldspielers anstelle ihres Torhüters mehr Chancen zu kreieren, liefen sich die Bayern ein ums andere Mal in der UHC-Abwehr fest, verloren den Ball und mussten tatenlos zusehen, wie Lukas Schnöll über die ganze Hallenlänge ins leere Tor der Gäste traf. Dem UHC wurde so ein vorentscheidender 23:17- und 26:18-Vorsprung auf dem Silbertablett serviert und die Salzburger nahmen das „Geschenk“ dankend an. Nach den erfolgreichen Flügelwürfen durch Stefan Pac und Martin Hackenbuchner, waren nun auch die Angriffsversuche durch die Mitte immer öfter von Erfolg gekrönt. Ein starker Max Musil steuerte mit viel Dynamik fünf Treffer zum Sieg bei, auch Mark Feichtinger und Ingo Gorbach präsentierten sich treffsicherer als in Hälfte eins und der UHC ließ bis zum Schluss nichts mehr anbrennen. Ein letztlich auch in der Höhe verdienter Erfolg, der Lust auf mehr macht.

Samstag, 10. Dezember (Unterhaching):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Unterhaching III - UHC Salzburg  30:31 (13:10)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (16), Hackenbuchner (5), Pac (4), Hesse,

Huber (je 2), Musil, Hirsch (je 1), Höpper, Lohmaier; Tor: Ebner, Klettner.

 

Was für ein Krimi, was für ein Spiel. Im letzten Match des Kalenderjahres verwandelten die UHC-Handballer eine schon verloren geglaubte Partie nach 7:13-Rückstand noch in einen hauchdünnen 31:30-Sieg. Ein überragender Lukas Schnöll, der fünf Treffer vom Siebenmeterpunkt und elf Tore aus dem Spiel erzielte, führte die Aufholjagd des UHC an, die Flügelspieler Stefan Pac wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff mit dem Treffer zum 31:30 krönte. Die Salzburger, die im Vorjahr noch gegen den Abstieg kämpften, überwintern damit sensationell auf einem Relegations-platz für den Aufstieg in die Bezirksoberliga. „Der Teamgeist und der Zusammenhalt in der Mannschaft sind heuer einzigartig. Und spielerisch ernten wir endlich die Früchte der Arbeit aus dem Vorjahr“, äußerte sich das seit Herbst 2015 an der Spitze des UHC stehende Trainerduo Kai Heep/Stefan Pac begeistert über die

positive Entwicklung. „Die Bezirksliga-Saison ist noch lang und wir bleiben auf dem Boden, aber der Relegationsplatz ist eine tolle Momentaufnahme, die uns sicherlich für die weiteren Spiele beflügelt. Diese Mannschaft hat Herz und Charakter“, stimmte UHC-Obmann Thomas Manhart in die Lobeshymnen seines Trainerduos ein.

 

Zum Spiel: Die Vorzeichen waren alles andere als perfekt. Mit Jasmin Harbas, Ingo Gorbach und Loris Kugler fehlten dem UHC wegen Verletzungen bzw. Erkrankungen drei Aufbauspieler. Obendrein wurde schon beim Aufwärmen klar, dass mit dem TSV Unterhaching III ein ganz starker Gegner wartet, der sich dann auch weit besser als seine Tabellenposition präsentierte (und in dieser Saison sicher noch manch Favoriten ein Bein stellen wird). Der UHC begann nervös mit einigen technischen Fehlern, erholte sich aber rasch und verwandelte erstmals einen 1:3-Rückstand in eine 6:4-Führung, unter anderem durch schöne Flügeltore von Martin Hackenbuchner. Dann folgte jedoch die aus Salzburger Sicht schwärzeste Phase der Begegnung: Der UHC war völlig von der Rolle, brachte eine Viertelstunde lang im Angriff fast gar nichts auf die Reihe und kassierte postwendend die Gegentore. Ein 9:1-Lauf der Gastgeber bedeutete nach zirka 22 Minuten die 13:7-Führung für Unterhaching, sodass ein deutlicher Pausenrückstand der Salzburger drohte. „Ich bin eigentlich immer bis zum Ende optimistisch, aber da dachte ich mir ehrlich gesagt schon: Das packen wir heute vermutlich nicht mehr“, gestand der wieder mit vielen wichtigen Paraden zu den Schlüsselspielern zählende UHC-Goalie Martin Ebner nach Spielende.

 

Doch die Salzburger zeigten noch vor dem Pausenpfiff die richtige Reaktion. Trainer Kai Heep nahm einige Umstellungen vor, brachte unter anderem den späteren Matchwinner Stefan Pac und plötzlich ging wieder ein Ruck durch den UHC. Drei Tore in Serie bedeuteten einen angesichts der Umstände „erträglichen“ 10:13-Pausenrückstand, der den Salzburgern für die zweite Hälfte alle Optionen offen ließ. Und sie nutzten diese Optionen mit temporeichem Umschaltspiel nach Gegentreffern, vielen richtigen Entscheidungen in kniffligen Spielsituationen und einem groß aufspielenden Lukas Schnöll, der zumeist selbst die Verantwortung übernahm, aber auch immer wieder seine Mitspieler gut einsetzte. Selbst in Phasen, als der UHC-Spielmacher manngedeckt wurde, brachte er sich entweder noch gefährlich ins Spiel ein, oder es sorgten stattdessen eben mit viel Spielverständnis seine Rückraum-Nebenleute Oliver Hesse und Max Musil für Druck auf die Verteidigung des TSV Unterhaching. So bekamen die Salzburger auch deutlich mehr

Siebenmeter-Strafwürfe als in der ersten Hälfte zugesprochen und auch

Kreisspieler Severin Huber (wieder sehr stark in der Deckung) konnte zweimal

einnetzen.

 

Auszüge aus dem Spielprotokoll dokumentieren, wie spannend das Match nach der Pause ablief. Dem UHC gelang es einige Male, den Vorsprung der Gastgeber auszugleichen (14:14, 17:17, 18:18, 19:19), ehe die Salzburger ihrerseits in Führung gingen (21:19, 22:20, 24:23). Doch es ging noch einmal Hin und Her. Unterhaching ging mit einem 29:27-Vorsprung in die letzten fünf Minuten, der UHC glich wieder zum 29:29 aus und lag dann mit 30:29 voran. Beim Stand von 30:30 war mit Ballbesitz für Salzburg noch eine Minute zu spielen. Der UHC wurde zweimal mit Fouls gestoppt, nahm elf Sekunden vor Schluss seine letzte Auszeit und traf in dieser die richtige taktische Entscheidung. UHC-Topscorer Lukas Schnöll täuschte den eigenen Wurf nur an und spielte nach links zu Flügelspieler Stefan Pac, der ohne großen Winkel trocken zum 31:30-Endstand traf. „Unfassbar. Ich kann mich an kein Spiel erinnern, in dem wir nach einem 1:9-Lauf gegen uns noch so stark zurück gekommen sind und die Partie gewonnen haben“, freute sich UHC-Obmann Thomas Manhart. Und Trainer Kai Heep erinnerte nach Spielende noch einmal an die bittere 20:21-Niederlage vor zwei Wochen bei den Sportfreunden Föching: „Das ist der Handballsport. Damals haben wir im ganzen Spiel 20 Tore gemacht, heute waren es 21 Tore allein in der zweiten Halbzeit.“

Sonntag, 4. Dezember (Salzburg, SH Alpenstraße):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - TSV EBE Forst United  33:28 (16:16)

UHC-Kader (Tore): Hesse (7), Lukas Schnöll (6), Pac (5), Hackenbuchner,

Harbas (je 4), Höpper, Musil (je 3), Gorbach (1), Huber, Holubek, Lohmaier,

Hirsch; Tor: Ebner, Manhart.

 

Die Wiedergutmachung ist geglückt. Nach der bitteren 20:21-Niederlage in der Vorwoche in Föching konnten die UHC-Handballer den Schalter wieder umlegen und im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten aus Ebersberg mit einer bärenstarken Leistung den fünften Saisonsieg einfahren. Perfekt vom Trainerduo Kai Heep/Stefan Pac eingestellt (die ganze Woche lang hatte man bis zum Umfallen Varianten gegen die offensive Verteidigung der Bayern einstudiert), entwickelte sich vom Start weg eine ausgeglichene Partie, in der sich 30 Minuten lang kein Team absetzen konnte, denn auch dem im Angriff ebenfalls sehr starken TSV EBE Forst United gelang es verhältnismäßig oft, durch clevere Spielzüge die Salzburger Abwehr zu überwinden.

 

Erst in der zweiten Hälfte trugen das hohe Tempo und das variantenreiche Spiel des UHC Salzburg entscheidend Früchte. Nach Gegentreffern wurde zumeist blitzschnell umgeschaltet (sehr oft mit unmittelbarem Torerfolg im Gegenzug) und langsam konnten sich die Gastgeber etwas absetzen. Der Spielstand entwickelte sich vom 16:16-Pausenstand über 18:16, 20:17, 24:20 und 29:23 bis hin zur vorentscheidenden 32:24-Führung in der 52. Minute. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 33:28-Erfolg gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Spitzenfeld der Liga, der den UHC vorläufig auf den dritten Tabellenplatz befördert.

 

Aus der geschlossen starken Mannschaftsleistung ragte diesmal vor allem ein Neuzugang dieser Saison heraus. Der 25-jährige deutsche Aufbauspieler Oliver Hesse, heuer aus Baden-Württemberg zum UHC gestoßen, spielte sich mehrfach mit Geschick und Durchsetzungsvermögen frei und war am Ende mit sieben Treffern erstmals Topscorer des UHC. Im Vorbericht zum Match war zu lesen, dass fast alle Salzburger Schlüsselspieler einen guten Tag benötigen, um den starken Gegner aus Ebersberg zu Fall zu bringen. Dieser Wunsch ging hundertprozentig in Erfüllung. Neben Hesse glänzten vor allem noch Spielmacher Lukas Schnöll (Dauergefahr und starke Spieleröffnungen), die Flügelspieler Stefan Pac (mit 45 treffsicher wie in seinen jugendlichen Glanzzeiten), Martin Hackenbuchner und Marcel Höpper (beide mit toller Quote), der heuer aus der Steiermark zum UHC gestoßene Maximilian Musil (als wertvoller Allrounder diesmal am Kreis eingesetzt), Aufbauspieler Jasmin Harbas (trotz harten Einsatzes seiner Gegenspiel vier Mal erfolgreich) und der UHC-„Dauerbrenner“ in Sachen Leistungskonstanz, Goalie Martin Ebner.

Samstag, 26. November (Holzkirchen):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

SF Föching - UHC Salzburg  21:20 (12:9)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (8), Hackenbuchner (6), Huber,

Gorbach, Pac (alle 2), Harbas, Höpper, Musil, Lohmaier, Hirsch,

Michael Hauch, Holubek (alle 0); Tor: Ebner, Klettner.

 

Rückschlag für die Salzburger Handballer: Bei den Sportfreunden Föching, gegen die der UHC schon in der Vorsaison seine Probleme hatte, setzte es mit 20:21 die zweite Saisonniederlage. „Kein einziger Spieler in Normalform, etliche technische Fehler und eine katastrophale Wurfausbeute inklusive Pech bei mehreren Stangentreffern“, ärgerte sich UHC-Trainer Kai Heep über die vergebene Chance, sich im Spitzenfeld der Bezirksliga festzusetzen. Über weite Strecken der Begegnung mussten die Salzburger einem Rückstand hinterherlaufen. In der Schlussphase gab es dennoch die Chance zum Sieg, aber der UHC vergab sowohl eine 19:17-Führung als auch zwei Ausgleichschancen in den letzten Sekunden.

Sonntag, 20. November (Salzburg, Josef-Preis-Allee):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - ESV Freilassing  34:19 (20:10)

UHC-Kader (Tore): Hackenbuchner (9), Harbas (6), Höpper, Lukas Schnöll (je 5), Mark Feichtinger (3), Hesse, Lohmaier (je 2), Kugler, Pac (je 1), Huber, Musil, Hirsch; Tor: Ebner, Klettner.

 

Die Hochform der UHC-Handballer hält weiter an. Der Aufsteiger ESV Freilassing, der in den Bayerischen Handball-Bewerben noch nie ein Pflichtspiel gegen den UHC gewinnen konnte, war beim Bezirksliga-Derby in Salzburg chancenlos und lag bereits zur Pause aussichtslos mit 10:20 zurück. Letztendlich stürmte der UHC Salzburg mit einem ungefährdeten 34:19-Kantersieg auf den dritten Tabellenplatz.

 

Zum Spiel: Vor allem zwei Akteure prägten vom Start weg das Spiel des UHC: Martin Hackenbuchner am rechten Flügel und Jasmin Harbas aus dem Rückraum trafen fast nach Belieben und führten das Salzburger Team bereits vor der Pause zu einer vorentscheidenden 20:10-Führung. Die Salzburger waren in diesem Derby aber auf jeder Position besser besetzt als der Gegner, überzeugten im Angriff sowohl durch die individuelle Klasse als auch spielerisch und standen in der Abwehr bombensicher. Lediglich ihre Flügelspieler konnten die Gäste einige Male in gute Wurfpositionen bringen und dadurch den deutlichen Rückstand zwischenzeitlich etwas verringern. Dennoch zog der UHC vom 7:2 über 10:5, 14:7 und 17:8 bis auf 20:10 davon. Entsprechend toll war die Derby-Stimmung in der Sporthalle Josef-Preis-Allee, in der vor allem die Salzburger A-Jugend-Spieler (zuvor ebenso deutlich gegen Prien erfolgreich) für lautstarke Unterstützung der UHC-Herren sorgten. In der zweiten Hälfte konnten sich die Gastgeber sogar noch einige Fehlwürfe aus aussichtsreichen Positionen leisten – am deutlichen Sieg der Salzburger änderte das nichts mehr. Ausnahmslos alle UHC-Spieler boten eine starke Leistung, die Lust auf die weiteren Spiele in dieser Bezirksliga-Saison macht. Kämpfte der UHC Salzburg in der Vorsaison noch bis zum vorletzten Spieltag gegen den Abstieg, so hat sich die Mannschaft des Trainerduos Kai Heep/Stefan Pac heuer neben Titelfavoriten wie Sauerlach, Ebersberg, Bruckmühl und Brannenburg in der Spitzengruppe etabliert.

 

Einziger negativer Höhepunkt des Spiels: Bei einem Knie-auf-Knie-Zusammenprall in der zweiten Spielhälfte verletzte sich der ehemalige UHC-Spieler und jetzige Freilassinger Lorenz Stock so schwer, dass er mit starken Schmerzen ins Krankenhaus transportiert werden musste. Auf diesem Wege gute Besserung von seinen ehemaligen Teamkollegen und der ganzen Salzburger Mannschaft!

Samstag, 5. November (Salzburg, Josef-Preis-Allee):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - TSV Brannenburg  28:28 (11:10)
UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (10), Pac (5), Hackenbuchner, Huber, Gorbach (alle 3), Harbas (2), Hesse, Kugler (je 1), Höpper, Musil, Lohmaier, Hirsch;

Tor: Ebner, Manhart.

 

Das Spitzenspiel der aktuellen Runde in der Bayerischen Handball-Bezirksliga brachte keinen Sieger. Sowohl die Gäste des TSV Brannenburg als auch das Heimteam des UHC Salzburg unterstrichen im direkten Vergleich, warum sie schon vor der Begegnung mit jeweils 6:2 Punkten in den Top-5 der Liga platziert waren.

Der 28:28-Endstand in einer gleichermaßen spannenden wie kampfbetonten Partie war letztlich leistungsgerecht. Zwar musste der UHC nach schlechtem Start in die zweite Halbzeit fast 30 Minuten lang einem Drei-Tore-Rückstand hinterher laufen und lag fünf Minuten vor Spielende immer noch mit 23:26 zurück, doch die starken Schlussminuten der Salzburger resultierten sogar noch in einer 28:27-Führung, die leider nicht mehr über die Zeit gebracht werden konnte. Das wäre vielleicht auch zu viel des Guten gewesen, denn eine Niederlage hätte sich an diesem Tag keine der beiden Mannschaften verdient. Für den UHC war es bei nüchterner Betrachtung der zweiten Spielhälfte eher ein gewonnener als ein verlorener Punkt. Erfreulicher Nebeneffekt: Die Salzburger bleiben in dieser Saison zu Hause ungeschlagen.

 

Zum Spiel: Über weite Strecken der ersten Halbzeit standen die beiden großartig parierenden Torhüter von Brannenburg und Salzburg (Martin Ebner) im Mittelpunkt. Beide Teams vergaben im Minutentakt hundertprozentige Chancen oder liefen sich überhaupt gleich in den gut postierten Abwehrreihen des Gegners fest. Eine Defensivschlacht par excellence, in der keine Mannschaft mit mehr als einem Tor in Führung ging. Das änderte sich in der zweiten Hälfte, als der UHC zunächst noch auf 12:10 stellen konnte, dann aber mit einer Reihe von Fehlern die Brannenburger stark machte. Die Gäste nutzten die Salzburger Aussetzer gnadenlos aus, gingen nach vier Treffern in Folge ihrerseits mit 14:12 und wenige Minuten später sogar mit 16:13 in Führung. Von da an war die Partie neuerlich ausgeglichen. Der UHC holte zwar immer wieder kurz auf, schien sich jedoch an der Konstanz der stets zurück kommenden Gäste die Zähne auszubeißen. Zwischenstände aus Salzburger Sicht: 14:17, 16:17, 17:20, 19:22, 21:24 und 23:26 (55. Minute). Als das Spiel schon entschieden schien, klappte es aber nach einem Salzburger Kraftakt doch noch mit dem Ausgleich (26:26) und sogar zweimal mit der Führung (27:26, 28:27). Eine Szene mit Symbolcharakter brachte die Schlussminute: Zunächst verliert der UHC beim Stand von 28:28 fast noch einmal das Spielgerät und bleibt 15 Sekunden vor Schluss nur mit Glück und letztem Einsatz in Ballbesitz, dann hat der Salzburger Jasmin Harbas sogar noch die Chance zum Siegtor, kann den Ball aber aus ungünstigem Winkel nicht im Tor unterbringen. Ein finaler Beweis, dass die

Punkteteilung an diesem Tag ein für beide Mannschaften „gerechtes“ Ergebnis war.

 

Fazit: Angeführt von Topscorer Lukas Schnöll, der zum dritten Mal in dieser Saison

„zweistellig“ traf und fünf von sechs Strafwürfen versenkte, gab sich der UHC in diesem Spiel nie auf. Anfangs mit mehreren Fehlwürfen noch glücklose Akteure, wie die Flügelspieler Martin Hackenbuchner und Stefan Pac oder Kreisspieler Severin Huber, meldeten sich in den entscheidenden Phasen des Spiels umso stärker zurück und erzielten am Ende doch noch ebenso schöne wie wichtige Treffer. Die drei UHC-Neuzugänge dieser Saison (Oliver Hesse, Loris Kugler und Max Musil) brachten bei ihren Einwechslungen jeweils frischen Schwung ins Salzburger Spiel, gaben keinen Ball verloren und sind schon jetzt nicht mehr aus dem eingeschworenen Kader des UHC wegzudenken – drei wertvolle Verstärkungen für die laufende Meisterschaft,

die das Spiel der Salzburger in Zukunft noch variantenreicher machen sollten. Und einmal mehr muss die Konstanz des starken UHC-Goalies Martin Ebner betont werden, der in ausnahmslos jeder Partie zu den stärksten Salzburgern zählt.

Sonntag, 30. Oktober (Salzburg, Josef-Preis-Allee):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - TSV Grafing  31:27 (13:13)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (13), Hackenbuchner, Huber, Harbas (alle 4), Höpper, Pac (je 3), Breitenthaler, Heep; Tor: Ebner, Klettner.

 

Die UHC-Handballer etablieren sich in der Spitzengruppe der Bayerischen Bezirksliga. Mit einem 31:27-Heimsieg über den TSV Grafing gelang den Salzburgern der dritte Erfolg im vierten Saisonspiel und der mit Abstand beste Saisonstart seit dem Aufstieg in die Bezirksliga im Jahr 2013. Besonders erfreulich war, dass die zwei Punkte gegen den TSV Grafing trotz vieler negativer Vorzeichen eingefahren wurden. So fehlten dem UHC mit Gorbach, Hirsch, Musil und Hesse vier Stammspieler im Rückraum sowie mit dem kurzfristig erkrankten Lohmaier auch noch einer der beiden Kreisspieler. Sogar Salzburgs Trainer Kai Heep musste angesichts dieser dünnen Personaldecke mit aufs Feld und im Rückraum aushelfen.

Obendrein startete der UHC katastrophal mit bis zu sechs Toren Rückstand in die Partie (1:6, 2:8, 3:9, 4:10), konnte aber noch vor der Pause zum 13:13 ausgleichen.

 

Zum Spiel: Der Fehlstart des UHC war vor allem der zu Beginn unterirdischen Chancenverwertung bzw. der starken Leistung des Grafinger Torhüters zuzuschreiben. Aber auch die Abwehr der Salzburger benötigte eine gute Viertelstunde, um in die Partie zu kommen (das 4:10 war demzufolge ein fast logischer Zwischenstand). Zwischen der 15. und 30. Minute lief es dann eine Spur besser. Zwar leisteten sich sowohl die ersatzgeschwächten Gastgeber als auch die sehr jung aufgestellten Grafinger (mit vielen A-Jugend-Spielern) nach wie vor  etliche technische Fehler, aber den UHC-Spielern gelang es in dieser Phase endlich, ihre Chancen zu nutzen oder zumindest so druckvoll durch die Gäste-Abwehr zu stoßen, dass sie nur noch durch Siebenmeter-Fouls gestoppt werden konnten. Diese wurden zumeist sicher vom UHC-Kapitän Lukas Schnöll verwertet, der letztlich mit 13 Toren (davon sieben Strafwürfe) zum Topscorer des Spiels und Matchwinner für den UHC avancierte.

 

Nach dem Gleichstand zur Pause präsentierten sich die Salzburger in Hälfte zwei weiter in aufsteigender Form und konnten sich langsam, aber sicher absetzen. Aus der ersten Drei-Tore-Führung (19:16) wurde ab dem 24:20 ein beständiger Vier-Tore-Vorsprung. Einen kleinen moralischen Knacks verzeichneten die Grafinger, als sie bei diesem Spielstand trotz zwei Mann Überzahl einen weiteren UHC-Treffer kassierten und die Salzburger Handballer auf 25:20 davon zogen. Danach blieben die Gastgeber bis zum Schlusspfiff ungefährdet. UHC-Goalie Martin Ebner war nach der Pause wieder das gewohnte Abwehrbollwerk, hielt Siebenmeter-, Kreis- und Flügel-Würfe sowie mehrmals nach Abprallern auch noch die Nachwürfe. Lukas Schnöll, der vor der Pause noch mit einigen Würfen aus dem Spiel heraus Pech gehabt hatte, wurde wie erwähnt immer stärker und enteilte auch einige Male seiner Manndeckung. Gleiches gelang seinen Mitspielern als Grafing schon sehr frühzeitig auf eine offensive Verteidigung bis hin zur fast kompletten Manndeckung der Salzburger umstellte.

 

Fazit: Angeführt von Spielmacher Lukas Schnöll (der kurz vor Spielende nach der dritten Zweiminutenstrafe Rot sah) und Goalie Martin Ebner spielte der UHC einen verdienten Sieg nach Hause, der angesichts der dünnen Personaldecke ganz besonders zur Freude Anlass gab.

Sonntag, 23. Oktober (Sauerlach):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TSV Sauerlach - UHC Salzburg  24:20 (12:9)

UHC-Kader (Tore): Lohmaier (5), Harbas, Christian Schnöll (je 3), Höpper, Hesse, Gorbach (alle 2), Hirsch, Pac, Lukas Schnöll (alle 1), Musil; Tor: Ebner, Manhart.

 

Erste Saisonniederlage für den UHC: Beim Spitzenreiter TSV Sauerlach zeigten die Salzburger Handballer zwar bis zum Ende großen Kampfgeist und hatten viele starke Momente in der Defensive, doch im Angriffsspiel lief zu wenig zusammen, um dem Titelfavoriten einen Punkt abzuknöpfen. Zu wenig Tempo und zu viele technische Fehler, dazu einige UHC-Spieler, die nicht ihren besten Tag erwischt hatten – so durfte sich die Sauerlacher Verteidigung viel zu oft über leichte Ballgewinne freuen. „Schade, es ist uns zwar einige Male gelungen, die offensive Sauerlacher Abwehr mit höherem Spieltempo zu knacken, aber bei den meisten Angriffen waren wir heute einfach zu langsam und zu unbeweglich. Da wäre mehr drin gewesen. Zumal uns Torhüter Martin Ebner mit seinen sensationellen Paraden trotz der vielen Fehler in der Offensive noch lange in der Partie gehalten hat“, trauerte Spielertrainer Stefan Pac der vertanen Chance nach. So gingen die Gastgeber vom Start weg in Führung, lagen bald ständig mit drei bis fünf Toren voran und bauten den Vorsprung gleich zu Beginn der zweiten Hälfte von 12:9 auf 16:10 aus. Die rote Karte für UHC-Spielmacher Lukas Schnöll (38./dritte Zweiminutenstrafe) machte es auch nicht einfacher. Dem UHC gelang nur noch Ergebniskosmetik, der TSV Sauerlach holte einen verdienten Sieg.

Sonntag, 16. Oktober (Salzburg, Josef-Preis-Allee):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - SV Anzing III  26:25 (11:9)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll (10), Gorbach, Pac (je 4), Hackenbuchner (3), Höpper (2), Huber, Musil, Harbas (alle 1), Hesse, Lohmaier, Hirsch, Pac;

Tor: Ebner (alle 4 Siebenmeter gehalten), Klettner.

 

Perfekter Saisonstart für den UHC. Die Salzburger Handballer siegten in der Bayerischen Bezirksliga auch im zweiten Spiel, allerdings mit noch mehr Mühe als beim Auftakterfolg in Rosenheim. In einer Härteschlacht, in der beide Teams in der Abwehr wenig Kompromisse eingingen, erwies sich der SV Anzing III als erwartet unangenehmer Gegner, doch letztlich gelang dem UHC ein knapper 26:25-Sieg. Aufgrund der Tatsache, dass die Gastgeber zirka 50 von 60 Spielminuten in Führung lagen, war der Erfolg auch verdient, allerdings hätte die Partie jederzeit kippen können – zumal der SV Anzing keinen einzigen seiner vier Strafwürfe verwerten konnte.

 

Zum Spiel: Schon in der Startphase deutete alles auf eine Abwehrschlacht der beiden Mannschaften hin. Erst in der 4. Minute fiel das erste Tor der Partie zum 1:0 für den UHC, der danach bis zum Pausenpfiff zumeist ein bis zwei Treffer voran lag (3:1, 4:2, 4:4, 7:4, 7:7, 9:7, 10:8, 11:9). Die Gäste machten mit ihrer offensiven Abwehr die Räume eng und unterbanden mit ihrer Härte auch viele erfolgversprechende Eins-gegen-eins-Aktionen der Salzburger, somit war auf Seiten des UHC Kreativität und Durchsetzungsvermögen gefragt, um den bayerischen Abwehrriegel zu knacken. Verschiedenste Spielzüge wurden ausprobiert, um die Anzinger Defensive zu überraschen, aber so richtig leicht ging es dem UHC in der ersten Halbzeit noch nicht von der Hand. Umgekehrt war auch die Salzburger Deckung kaum mit spielerischen Mitteln zu überwinden, sodass Anzing sein Heil in Einzelaktionen sowie Kontertoren nach Ballgewinn in der Verteidigung suchte. Das gelang den Gästen immerhin so oft, dass sich der UHC nie entscheidend absetzen konnte, aber zumindest ließ sich die Heimmannschaft nicht den Schneid abkaufen. Die Salzburger nahmen den Kampf an und agierten fortan in der Abwehr nach dem Motto: „Wie man in den Wald hineinruft, so hallt es heraus.“ Viele Tore kamen bei dieser Ausrichtung des Spiels – mit etlichen Foul-Unterbrechungen – freilich nicht zustande, zumal sich auch beide Torhüter als Meister ihres Fachs präsentierten und etliche Großchancen zunichtemachten. Der UHC scheiterte dreimal vom Siebenmeterpunkt, Anzing vergab gegen UHC-Goalie Martin Ebner sogar alle vier Strafwürfe.

 

Die taktische Pausenbesprechung mit den UHC-Trainern Kai Heep und Stefan Pac brachte zunächst etwas mehr Bewegung ins Salzburger Spiel. Das Angriffsspiel wirkte nun harmonischer und die zwangsläufig auftretenden Lücken einer offensiven Verteidigung wurden besser genutzt. Neben dem dauerhaft gefährlichen Lukas Schnöll steuerte nun auch Ingo Gorbach einige wichtige Tore bei. Statt die 16:14-Führung weiter auszubauen, passierten aber ausgerechnet in dieser Phase einige technische Fehler und Missverständnisse. Anzing bestrafte diese mit Kontertoren, glich zum 16:16 aus und war in weiterer Folge so motiviert, dass plötzlich eine 21:19-Führung aus Sicht der bayerischen Gäste auf dem Scoreboard aufschien. „In der letzten Saison hätten wir die Partie in dieser Phase verloren“, meinten nach Spielende einige UHC-Akteure, doch der UHC der Saison 2016/17 präsentiert sich bis dato kampfstark und psychisch gefestigt, sodass auch solche Rückschläge wettgemacht und letztlich in einen Erfolg verwandelt werden. Die Salzburger erzielten drei Tore in Folge, stellten damit auf 22:21 und behielten auch in der heißen Schlussphase die Nerven. Spielertrainer Stefan Pac blieb es vorbehalten, mit

zwei ebenso schönen wie wichtigen Flügeltoren für die Entscheidung zu sorgen. Der UHC lag somit zwei Minuten vor Schluss mit 26:23 in Führung und rettete trotz zwei etwa zu schnell eingefangenen Gegentoren den 26:25-Sieg über die Zeit.

Samstag, 8. Oktober (Rosenheim):
Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

ESV Rosenheim - SG SHV/UHC Salzburg  31:34 (14:15)

UHC-Kader (Tore): Lukas Schnöll, Harbas (je 8), Christian Schnöll (7), Höpper (4), Holubek, Michael Hauch (je 3), Huber (1), Lohmaier, Hirsch, Pac;

Tor: Ebner, Klettner.

 

Der Bann ist gebrochen: Drei Jahre lang waren die UHC-Handballer mit Niederlagen-Serien in die Bayerische Bezirksliga-Meisterschaft gestartet, diesmal klappte es endlich mit dem ersten Sieg in einem Saison-Auftaktspiel. Und der Erfolg war hochverdient. Nur gegen Ende der ersten Halbzeit mussten die Salzburger zirka fünf Minuten lang einem Rückstand nachlaufen (12:14), ansonsten lag der UHC fast ununterbrochen in Führung (7:4, 9:6, 15:14 zur Pause, 19:17, 23:19, 28:24, 31:26, 33:29), darunter die komplette zweite Halbzeit mit zumeist drei bis vier Toren Vorsprung. Fazit: Es war kein perfektes Spiel des nicht kompletten Salzburger Teams, vor allem in der Abwehr ließ man sich einige Male zu oft von den beweglichen Gegenspielern austanzen, dafür war der UHC zumeist gleich im anschließenden Angriff ebenfalls erfolgreich und konnte so den zuvor herausgespielten Vorsprung bis zur Schluss-Sirene verteidigen. Selbst durch offensivere Verteidigungsvarianten der Rosenheimer mit zeitweise Einzel- und Doppel-Manndeckung ließen sich die Salzburger Handballer nicht aus der Ruhe bringen.

 

Neben einer geschlossen guten Mannschaftsleistung gab es beim ersten Saisonsieg auch herausragende Phasen einzelner Spieler: So war es anfangs vor allem der ins Team nachgerückte Routinier Christian Schnöll, der 40-Jährige traf vom Flügel fast nach Belieben (fünf Tore in 20 Minuten). Noch treffsicherer war aus dem Rückraum der achtfache Torschütze Jasmin Harbas (gemeinsam mit Lukas Schnöll Topscorer). Der stark spielende Bosnier erzielte vor allem in jener Phase der zweiten Hälfte

Tor um Tor, als Rosenheim noch berechtigte Hoffnung auf einen Punktgewinn haben

durfte. Seine auch ohne große Vorbereitung und zum Teil in Unterzahl erzielten Treffer waren somit wichtige „Nadelstiche“ gegen die Aufholjagd der Gastgeber.

 

Weitere Aktionen, die gleichermaßen wichtig für die Moral und den Spielstand waren, steuerten Flügelspieler Marcel Höpper mit einem toll erkämpften Ball inklusive Kontertor zur 15:14-Pausenführung und Goalie Tobias Klettner mit einem gehaltenen Siebenmeter in der heiklen Schlussphase bei (aufgrund der gewohnt starken Leistung von Einser-Goalie Martin Ebner sein einziges, aber umso wichtigeres Highlight). Gleich toll integriert präsentierten sich die beiden A-Jugend-Spieler Felix Holubek (sogar gleich auf der Spielmacherposition) und Michael Hauch (am Flügel), die mit Fortdauer der Partie immer sicherer wurden und je drei schöne Tore erzielten. Das gewohnt gute Auge für die Mitspieler, permanente Torgefahr, sicher verwandelte Strafwürfe und viele gute Aktionen auch gegen die Manndeckung zeichneten UHC-Kapitän Lukas Schnöll aus, der stets zu den spielentscheidenden Akteuren im Salzburger Team zählt.