Sonntag, 25. September 2022 (SZ Nord/Liefering): ZTE HLA Challenge Nord/West:

 

UHC Salzburg – Spiders Wels  30:33 (14:14)

UHC-Kader (Tore): Aufhauser (7), Wagner, Pac (je 5), Hesse (4), Glimm (3), Harbas, Lohmaier (je 2), Uzunov, Höpper (je 1), Leu, Rajkovic, Alic; Tor: Seybold, Sharifi.

 

Erste Saisonniederlage für die UHC-Handballer: Im Heimspiel gegen die bislang ebenfalls ungeschlagenen Welser hatten die Salzburger zwar wieder viele starke Momente und boten eine insgesamt solide Vorstellung, leisteten sich aber auch etwas mehr Fehler als in den ersten beiden Saisonspielen. Am kämpferischen Einsatz mangelte es definitiv nicht, zeitweise wirkten die UHC-Akteure sogar etwas übermotiviert. So war einer der Knackpunkte, dass sich die Salzburger mit ihrer kompromisslosen Abwehrarbeit zu viele Zeitstrafen einhandelten (8 gegenüber lediglich 3 bei Wels), deutlich mehr Spielzeit in Unterzahl absolvieren mussten und auch mehr Siebenmeter-Fouls begingen (ebenfalls 8 gegenüber 3). Für den starken Christian Wagner war das Spiel nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe und Rot bereits in der 40. Minute vorbei.

 

„In den entscheidenden Phasen haben es die Routiniers von Wels dann einfach cleverer gespielt, während wir ein paar Fehler zu viel gemacht haben“, fasste Trainer Daniel Röse den kleinen Unterschied am Matchtag zusammen. Und das, obwohl auch beim UHC ein Routinier groß aufspielte. Neben den jungen Dauerbrennern Aufhauser (22) und Wagner (18) zählte gegen Wels der 51-jährige UHC-Flügelspieler Stefan Pac mit einer tollen Wurfquote zu den Salzburger Topscorern. Dahinter folgten in der Scorerliste Oliver Hesse (der mehrmals mit feinem Tempo die Welser Abwehr alt aussehen ließ) und Allrounder Timon Glimm (der sowohl am Kreis als auch im Rückraum eine gute Figur macht).

 

Fazit: Der UHC spielt weiter in guter Form und agierte fast 60 Minuten lang mit dem späteren Sieger auf Augenhöhe. In dem eng hin und her wogenden Match bedeutet letztlich die erste Vier-Tore-Führung für Wels (21:25 in der 45. Minute) eine kleine Vorentscheidung. Danach kamen die Gastgeber zwar noch einmal in Schlagdistanz (25:26/51.), aber in den Schlussminuten spielte der alte und neue Tabellenführer aus Oberösterreich den Vorsprung mit der bereits erwähnten Cleverness und Disziplin nach Hause.


Sonntag, 18. September 2022 (SZ Nord/Liefering): ZTE HLA Challenge Nord/West:

 

UHC Salzburg – Alpla HC Hard Future Team  32:27 (13:11)

UHC-Kader (Tore): Aufhauser (8), Wagner (7), Glimm (5), Schneider (4), Uzunov, Hesse, Alic (je 2), Rajkovic, Pac (je 1), Dreher, Höpper, Leu; Tor: Seybold, Sharifi.

 

Es läuft: So lassen sich die ersten beiden Saisonspiele der UHC-Handballer in der 2. Liga (ZTE HLA Challenge) zusammenfassen. Auf den Punktgewinn beim Vorjahreszweiten Traun vor einer Woche folgte bei der Heimpremiere eine weitere Topleistung, die mit einem 32:27-Sieg gegen das Future Team des Erstligisten Alpla HC Hard belohnt wurde. „Ich bin neuerlich vor allem mit der Defensivleistung sehr zufrieden und auch im Angriff merkt man, dass wir gegenüber der Vorsaison an Routine gewonnen haben. Wir spielen geduldiger auf die Chance und machen weniger Fehler“, freute sich UHC-Trainer Herbert Wagner nach dem doppelten Punktgewinn.

 

Dabei gab es einige Parallelen zum ersten Match, in dem der UHC den Sieg noch verschenkt hatte. Auch diesmal lag der Gegner 60 Minuten lang nie in Führung und die Salzburger hatten mehrmals die Chance, sich entscheidend abzusetzen (etwa bei 18:14, 20:16 oder 22:18/47. Minute). Auch diesmal witterten die Gäste ihre Chance als es nach einer kurzer Schwächephase nur noch 22:21, 24:23 und 25:24 für den UHC stand, doch die eingangs erwähnte Geduld und Ruhe machte sich bei den folgenden UHC-Angriffen bezahlt. Die Salzburger ließen keinen Ausgleichstreffer mehr zu, machten in den Schlussminuten die „big points“ und gegen immer offensivere Gäste mit dem 30:26 durch Oliver Hesse (59.) sowie dem 31:26 durch Christian Wagner (60.) endgültig den Deckel drauf. Den Schlusspunkt setzte Topscorer Sebastian Aufhauser mit dem 32:27 zwei Sekunden vor dem Spielende.

 

Auffällig im Angriff agierten neben den gewohnten Topscorern Aufhauser und Wagner vor allem Neuzugang Timon Glimm (kam von Post Wien) und der in der Vorsaison lange verletzte UHC-Eigenbauspieler Florian Schneider. Weitere Talentproben gaben die 17-jährigen Youngsters Beco Alic und Zsoro Uzunov ab.


Sonntag, 11. September 2022 (Traun): ZTE HLA Challenge Nord/West:

 

SK Keplinger Traun – UHC Salzburg  28:28 (11:14)
UHC-Kader (Tore): Aufhauser (11), Alic (5), Schneider (4), Lohmaier, Glimm (je 2), Dreher, Höpper, Wagner, Pac (alle 1), Rajkovic; Tor: Seybold, Klettner.

 

Ein (fast) perfekter Saisonstart: Die UHC-Handballer knüpfen in ihrer zweiten Zweitliga-Saison nahtlos da an, wo sie am Ende der letzten Spielzeit aufgehört haben und entführen mit einer starken Kollektiv-Leistung einen hochverdienten Punkt aus Traun (im Vorjahr 2. des Grunddurchgangs und im Meister-Play-off um den Erstliga-Aufstieg). „Ein super Spiel gegen einen starken Gegner. Deshalb bin ich auch nicht traurig, dass es am Ende ,nur‘ ein Punkt geworden ist, sondern stolz, dass wir diesen einen Punkt geholt haben“, fasste Daniel Röse vom UHC-Trainerteam das Auftakt-Match nach Schlusspfiff zusammen.

 

Vom Spielverlauf her wäre freilich auch ein Sieg drin gewesen. In Summe lagen die Salzburger Handballer 57 von 60 Spielminuten in Führung – zumeist mit zwei bis drei Toren, zwischenzeitlich sogar mit fünf Toren Vorsprung – und hatten auch noch einige Alu-Treffer zu verbuchen. Aber: Am Ende hätte es auch noch ganz schlimm kommen können. Ein letzter Trauner Konter führte zwar noch zum vermeintlichen Siegtreffer der Gastgeber, die Spieluhr war da aber schon abgelaufen. 

 

Aus der geschlossen starken Mannschaft ragten Sebastian Aufhauser und Christian Wagner (stark in der Deckung, im Abschluss oft mit Pech) sowie der über weite Strecken überragend haltende Goalie Stefan Seybold heraus. Aufhauser und Wagner wurden ob ihrer Gefährlichkeit vom Gegner auch des Öfteren in Manndeckung genommen. Auf der Gegenseite rettete vor allem Topscorer Preinfalk (15 Treffer) den Oberösterreichern den Punkt.

 

Nur von der Tribüne erlebte UHC-Trainer Herbert Wagner die zweite Spielhälfte. Der impulsive Salzburger Coach sah zur Halbzeit wegen Schiedsrichterkritik die rote Karte.


Es geht wieder los: UHC Salzburg startet ambitioniert in die Handball-Zweitligasaison 

 

Die Handballer des UHC Salzburg können durchaus mit Stolz auf ihre  Comeback-Saison 2021/22 in der zweithöchsten heimischen Liga zurück blicken. 75 Jahre nach der Vereinsgründung gelang ein erster Schritt, um mittelfristig wieder an frühere Erfolge anzuschließen. Zahlte der Salzburger Traditionsclub in der Hinrunde des Grunddurchgangs erwartungsgemäß noch viel Lehrgeld (0:16 Punkte), so erwies sich der UHC bereits in der  Rückrunde mit 8:8 Punkten – bei keiner einzigen Heimniederlage – als reif für die zweithöchste Spielklasse. Der Aufwärtstrend wurde bis zum Ende der Saison fortgesetzt: mit 7:5 Punkten im Abstiegs-Play-off und sechs Monaten ohne Heimniederlage. 

 

Heuer muss sich der UHC Salzburg nun der bekannt schwierigen Aufgabe stellen, im „verflixten zweiten Jahr“ die gezeigten Leistungen zu bestätigen bzw. idealerweise noch zu übertreffen. Dazu ein Update zum Saisonstart:

 

Was gleich geblieben ist...

- Die Neuner-Liga hat zwar einen neuen „naming partner“ und heißt nun ZTE HLA Challenge, die Gegner sind aber die gleichen wie in der Vorsaison:  vier Future Teams der Erstligisten HC Hard, Schwaz Handball Tirol, Bregenz Handball und HC Linz/Edelweiß sowie SK Traun, Spiders Wels (beide OÖ), medalp Handball Tirol (Innsbruck) und HcB Lauterach (Vorarlberg).

- Der UHC Salzburg setzt weiter auf das gut eingespielte Betreuer-Trio Herbert Wagner, Daniel Röse und Dushko Klandev.

- Mit Sebastian Aufhauser (21/22 trotz Verletzungspause 145 Liga-Treffer) und Christian Wagner (101 Treffer) gehen die Topscorer der Vorsaison auch heuer für den UHC auf Torjagd.

 

Was sich geändert hat...

- Einige Leistungsträger haben den Verein verlassen oder fallen längere Zeit aus, darunter Flügelspieler Max Seelig (Karrierepause), Abwehrchef Max Musil (Sabbatical) und der im Saisonfinale 2021/22 schwer verletzte Patrick Scherbel (zum Saisonstart noch in der Reha).

- Quasi neu im Kader ist mit dem Deutschen Stefan Seybold (29) ein weiterer starker Torhüter (schon 2021/22 kurz eingesetzt). Ganz neu an Bord ist der 19-jährige Rumäne Eric Leu (Rückraumspieler) sowie ein Neuzugang von Post Wien, der 26-jährige Kreis- und Rückraumspieler Timon Glimm.  

 

Was erwartet den UHC im ersten Spiel?

Gegner SK Traun spielte eine starke Vorsaison, qualifizierte sich als Zweiter des Grunddurchgangs sogar für das Erstliga-Aufstiegs-Play-off. Aber: In den direkten Duellen gegen den UHC siegten die Oberösterreicher zweimal nur denkbar knapp: 26:24 in Salzburg, 24:23 in Traun. Entscheidend wird demnach sein, wie die beiden Teams ihre Abgänge kompensieren konnten, denn auch Traun hat mit dem nach Frankreich zurück gekehrten Matt Lafleur (Liga-Topscorer der Vorsaison) zumindest einen Leistungsträger eingebüßt.