Samstag, 13. Oktober (SH Liefering):

Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - TSV Brannenburg  30:29 (16:13)
UHC-Kader (Tore): Schnöll (8), Hesse, Seelig (je 4), Gentz, Aufhauser (je 3),

Nedic, Schmied (je 2), Kugler, Harbas, Holubek, Milinovic (alle 1); Tor: Maxelmoser, Hagler.

 

Am Ende musste es wieder der Routinier und Spielmacher Lukas Schnöll richten. Der UHC Salzburg hatte im Heimspiel gegen den TSV Brannenburg zum wiederholten Mal einen Vorsprung verspielt und drohte nach einer 28:23-Führung (53. Minute) beim Stand von 29:29 (57.) sogar noch das Spiel zu verlieren. Doch Schnöll verwandelte den Siebenmeter-Strafwurf zum 30:29 sicher (sein achtes Tor), die UHC-Abwehr ließ in den verbleibenden zweieinhalb Spielminuten keinen weiteren Treffer mehr zu und die Salzburger Handballer durften sich über den dritten Sieg im vierten Spiel der Bayerischen Bezirksliga freuen. Wie schon in der Vorwoche beim 26:25 in Rosenheim war es am Ende jedoch nur ein Tor Differenz das übrig blieb und UHC-Trainer Herbert Wagner war mit der Gesamtleistung alles andere als zufrieden: „Am Ende zählen nur die zwei Punkte, aber zwischendurch machte es den Eindruck, als hätten wir alles vergessen, worauf wir im Training hingearbeitet haben – vor allem in der Abwehr.“ In der kommenden Woche spielt der UHC in Grafing, wo es für die Salzburger in der Vergangenheit selten Punkte zu holen gab – ein Gradmesser.

 

Zum Spielverlauf: Eigentlich glückte dem UHC gegen einen schon in den Vorsaisonen immer unangenehmen Gegner ein passabler Start. Nach 2:0-Führung und 4:6-Rückstand blieb die Partie lange ausgeglichen, ehe sich die Gastgeber noch vor der Halbzeit ein wenig absetzen konnten (über 12:9, 14:10 und 15:11 ging der UHC mit 16:13 in die Pause). Im Angriff versuchten die Salzburger in den ersten

30 Minuten öfter über die Kreisspieler Iver Gentz und Ivo Nedic zum Erfolg zu kommen, was einige sehr schöne Treffer, aber auch einige missglückte Passversuche zur Folge hatte. Besonders positiv fiel vor der Halbzeit der erst heuer in die erste Mannschaft aufgerückte Jugendspieler Sebastian Aufhauser auf. Der wurfstarke 18-Jährige – Sohn des langjährigen österreichischen Fußball-Nationalspielers René Aufhauser – steuerte drei sehenswerte Tore zum erfreulichen Zwischenstand bei. Nach dem Seitenwechsel traf zunächst Brannenburg viermal in Folge, ehe dem UHC gleich im Anschluss das gleiche Kunststück gelang – der Spielstand wechselte somit von 16:13 auf 16:17 und wieder zurück auf 20:17. Nach wie vor taten sich die Salzburger mit den groß gewachsenen und zielgenauen Rückraumwerfern der Gäste schwer – da fand die Abwehr lange kein Rezept. Der UHC konnte dennoch eine klare Führung halten und ausbauen – über Zwischenstände von 22:19 und 24:20 wurde der eingangs erwähnte 28:23-Vorsprung herausgeworfen, doch Brannenburg konterte wieder mit vier Toren in Folge zum 28:27. Zwei Tore von Lukas Schnöll, der fünf seiner acht Treffer nach der Pause erzielte, retteten den insgesamt verdienten UHC-Sieg. Zuvor hatten in den „heißen Phasen“ der Partie auch ein im Angriff wieder starker Oliver Hesse, Flügelspieler Max Seelig (je drei Tore nach der Pause) und Iver Gentz (zwei Tore nach der Pause) die Salzburger in der Spur gehalten.


Samstag, 6. Oktober (Rosenheim):

Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

ESV Rosenheim – UHC Salzburg  25:26 (16:11)

UHC-Kader (Tore): Schnöll (9), Nedic (4), Harbas, Seelig (je 3), Holubek (2), Hackenbuchner, Schmied, Musil, Aufhauser, Milinovic (alle 1), Kugler, Hesse; Tor: Klettner, Maxelmoser.

 

Drei Spiele, zwei Siege: Die UHC-Handballer sind nach der Auftaktniederlage in der Bayerischen Bezirksliga wieder in der Spur, allerdings sah es beim Auswärtsspiel in Rosenheim lange nicht nach einem Salzburger Sieg aus. Eine völlig verkorkste Anfangsphase, 11:16 zur Halbzeit, 12:18 als höchster Rückstand in der Partie – doch ab der 33. Minute startete der UHC eine Aufholjagd. In der 47. Minute gelang der 20:20-Ausgleich, dem weitere schöne Aktionen bis hin zur 26:23-Führung in der 57. Minute folgten. Zwei Tore von Rosenheim und ein mit viel Pech vergebener Siebenmeter-Strafwurf des UHC (Heber an die Stange von Topscorer Schnöll) machten es noch einmal spannend, doch letztlich brachten die Salzburger Handballer den 26:25-Sieg und zwei Punkte über die Ziellinie. Ein knapper, aber aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte letztlich nicht unverdienter Erfolg.

 

Spielverlauf: Am Anfang ging wirklich alles schief. Der UHC begann mit riesigen Löchern in der Verteidigung und einer ganzen Serie von Abspielfehlern im Angriff – eine Kombination, die zum verdienten 1:4-Rückstand und dem ersten Time-out von UHC-Trainer Herbert Wagner bereits nach sechs Minuten führte. Die angesprochenen Fehler in der Abwehr wurden danach deutlich weniger, die Salzburger Defensive begann sich zu stabilisieren. Vorne merkte man aber das Fehlen des erkrankten Kreisspielers Iver Gentz, das noch öfter im Spiel zu Abstimmungs-Problemen und einer Vielzahl von missglückten Anspielversuchen an den Kreis führen sollte (auch wenn Jasmin Harbas und Ivo Nedic gut spielten und letztlich 3 bzw. 4 Tore erzielten). Kam man dennoch frei vors Rosenheimer Tor, parierte oftmals der mittlerweile warm geschossene Goalie der Gastgeber, dem vor der Pause etliche Glanzparaden gelangen. Die solcherart „geschenkten" Ballgewinne nutzte Rosenheim dankend zur zwischenzeitlich deutlichen Führung.

 

Doch in der zweiten Hälfte schlug die Stunde des UHC. Spielmacher Lukas Schnöll – zuvor noch etwas glücklos – übernahm nach dem 11:17-Rückstand immer öfter selbst die Verantwortung und brachte die Salzburger mit vier der nächsten sechs Tore auf 17:19 heran. Die eingewechselten Youngsters Felix Holubek und Max Seelig steuerten ebenfalls wichtige Tore bei. Die Abwehr war aktiv und aggressiv und der neu ins Spiel gekommene UHC-Goalie Jakob Maxelmoser (18 Jahre alt) hielt, was zu halten war. Über 20:20 und eine 21:20-Führung zog der UHC auf 26:23 davon (57.) und ließ nur noch die beiden Rosenheimer Anschlusstreffer zum 26:25 zu.


Samstag, 29. September (SH Alpenstraße):

Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

UHC Salzburg - ESV Freilassing  31:24 (21:11)

UHC-Kader (Tore): Schnöll (10), Hackenbuchner (7), Gentz (6), Hesse (4), Schmied, Musil, Harbas, Pac (alle 1), Holubek, Seelig, Milinovic; Tor: Hagler, Klettner.

 

Die bayerischen Gäste-Fans auf der Tribüne der Sporthalle Alpenstraße waren fassungslos. Bereits nach 20 Minuten führten die Handballer des UHC Salzburg im Bezirksliga-Derby gegen den ESV Freilassing mit 15:5 – und das dank einer begeisternden ersten Spielhälfte hochverdient. Mit 21:11 für den UHC ging es in die Pause, nach der die Salzburger einen Gang zurück schalteten. Doch auch im zeitweiligen „Verwaltungsmodus“ pendelte sich die klare UHC-Führung stets zwischen acht und elf Toren ein. Freilassing gestaltete die zweite Hälfte ausgeglichen, kam sogar noch einmal auf sieben Tore heran (29:22), der Salzburger Erfolg blieb aber ungefährdet und der UHC bleibt nach dem 31:24-Sieg in Pflichtspielen gegen den ESV Freilassing zu Hause ungeschlagen.

 

Großen Anteil am Salzburger Sieg hatten Kreisspieler Iver Gentz, der im Alleingang auf 3:0 stellte und seine sechs Treffer innerhalb von nur 20 Minuten erzielte; Topscorer Lukas Schnöll, der nach einer Auszeit in der Vorsaison wieder in alter Spielstärke die Führungsrolle im Team übernommen hat; Oliver Hesse, der den UHC mit drei Toren zwischen der 9. und 13. Minute schon in der Startphase auf die Siegerstraße brachte; Martin Hackenbuchner, nach wie vor eine gefährliche „Waffe“ als Flügel- und Konterspieler; und schließlich der junge UHC-Tormann Max Hagler, der mit seinen erst 18 Jahren von Woche zu Woche stärker wird und von Trainer Herbert Wagner zum zweiten Mal in Folge das Vertrauen als Start-Goalie bekam. Fazit des UHC-Coaches: „Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden, jetzt gilt es, diese Leistung in den nächsten Spielen auch über 60 Minuten hinweg abzurufen.“


Samstag, 22. September (Traunreut):

Bayerische Bezirksliga/Oberbayern, Staffel 2:

 

TuS Traunreut – UHC Salzburg  24:20 (10:10)

UHC-Kader (Tore): Seelig (6), Milinovic (4), Schmied, Nedic, Pac (alle 2), Gentz, Musil, Harbas, Aufhauser (alle 1), Hesse, Holubek (je 0); Tor: Ebner, Hagler.

 

Missglückter Saisonstart für die UHC-Handballer: Beim Aufsteiger TuS Traunreut mussten sich die Salzburger zum Auftakt der Bayerischen Bezirksliga mit 20:24 geschlagen geben. Zwar klappte in der Abwehr schon einiges besser als in der Vorsaison, als der UHC im Schnitt noch fast 30 Tore pro Spiel kassierte, dafür jagte diesmal im Angriff ein Fehler den anderen. „Zirka ein Drittel der Tore resultierte aus Traunreuter Kontern nach unerzwungenen Pass- oder Fangfehlern, die uns im Angriff unterlaufen sind. Was wir vorne gespielt haben, war heute leider gar nicht gut", analysierte UHC-Trainer Herbert Wagner, der nur wenige seiner Spieler auf dem gewohnten Leistungsniveau sah.