Samstag, 18. September 2021 (Lauterach): HLA Challenge Nord/West:

 

HcB Lauterach – UHC Salzburg  37:19 (15:5)
UHC-Kader (Tore): Wagner (7), Aufhauser (4), Schneider, Harbas, Seelig (alle 2), Hesse, Kopp (je 1), Sperl, Richter; Tor: Sharifi, Klettner.

 

Nach der starken Leistung im Auftaktspiel gegen Linz mussten die UHC-Handballer bei ihrem ersten Auswärtsmatch in der zweiten Liga ordentlich Lehrgeld zahlen. Die Gastgeber des HcB Lauterach überrollten die Salzburger bereits vor der Pause mit einer 15:5-Führung, wobei der UHC von der 8. bis zur 23. Minute eine Viertelstunde lang kein einziges Tor erzielte (von 2:3 auf 2:11).

 

„Das war leider Angsthasen-Handball wie in unseren schlechtesten Spielen während der Saisonvorbereitung. Vor lauter Angst, keine Fehler zu machen, hat im Angriff auch kein Spieler Verantwortung übernommen. So kann man aber kein Handballspiel gewinnen und macht erst recht einen Fehler nach dem anderen“, ärgerte sich UHC-Trainer Herbert Wagner über den Rückschritt gegenüber dem Auftaktspiel. Nach der Pause gelang dem UHC zwar etwas mehr, doch die 19:37-Schlappe in Vorarlberg war letztlich auch in dieser Höhe verdient.


Samstag, 4. September 2021 (SZ Nord-Liefering): HLA Challenge Nord/West:

 

UHC Salzburg  – SG HC Linz AG/Edelweiß FT  24:26 (15:13)
UHC-Kader (Tore): Aufhauser (6), Hesse, Seelig, Richter (alle 4), Wagner, Sperl (je 2), Lohmaier, Kopp (je 1), Musil, Scherbel, Pac (alle 0); Tor: Sharifi, Klettner, Hagler.

 

Der Traumstart ist es ganz knapp nicht geworden, doch zumindest ein überraschend starkes Salzburger Zweitliga-Comeback, ein Handball-Krimi wie in alten Zeiten und begeisterte Zuschauer im Sportzentrum Nord-Liefering. Der seit mehr als zwei Jahrzehnten erstmals wieder in Österreichs zweithöchster Spielklasse vertretene UHC Salzburg brachte das hoch favorisierte Future Team des Erstligisten HC Linz am Samstag an den Rand einer Niederlage, führte nach starker erster Halbzeit sogar mit 15:13 und 18:15 bzw. nach dem Seitenwechsel noch bis zur 40. Minute (20:19), doch dann wechselte das Momentum. Die Oberösterreicher konnten sich ihrerseits einen Drei-Tore-Vorsprung erspielen und brachten letztlich einen 26:24-Sieg ins Ziel. Fazit: Ein unglücklich verlorenes Match auf Augenhöhe, das leicht auch mit einem Salzburger Sieg hätte enden können.

 

Besonders erfreulich: Nach eher mäßigen Leistungen in der Vorbereitung riefen die UHC-Akteure – lautstark angefeuert von rund 100 Zuschauern – auf den Punkt genau ihre beste Leistung der letzten zwei Monate ab. „Das war gegenüber dem letzten Testspiel eine Steigerung um zwei Klassen“, freute sich auch Trainer Herbert Wagner, dass die intensive Arbeit im Training langsam Früchte trägt. Die Abwehr rund um den glänzend parierenden Goalie Hamidreza Sharifi stand großteils solide. Auch im Angriff erspielte sich der UHC gute Chancen, mehrmals mit erfolgreichem Kreisanspiel auf Hendrik Richter, aber auch mit schönen Spielzügen über den beweglichen Oli Hesse und den zwischenzeitlich von den Gästen manngedeckten Sebastian Aufhauser (spielte sehr mannschaftsdienlich und erzielte fünf seiner sechs Tore aus Siebenmetern). Auch Flügelflitzer Max Seelig verwertete die Mehrzahl seiner Chancen eiskalt.

 

Warum es am Ende nicht ganz gereicht hat? Weil es letztlich doch ein paar Fehler zu viel auf Seiten des UHC waren und weil die Salzburger bisweilen etwas übermotiviert, um nicht zu sagen ungeschickt bis undiszipliniert, in ihr erstes Zweitliga-Spiel seit Jahrzehnten gingen. Am Ende standen neun Zweiminuten-Strafen gegen den UHC Salzburg (inkl. Rot gegen Aufhauser) lediglich einer einzigen Zeitstrafe gegen die Linzer gegenüber: 18 Minuten in Unterzahl, mit denen sich der UHC das Leben selbst schwer machte.


Comeback in der 2. Liga: UHC Salzburg startet mit Kracher gegen das Linzer Future Team 

 

Nach intensiven Trainingswochen im Anschluss an die mehrmonatige Corona-Pause beginnt für die Handballer des zwei Jahrzehnte lang unterklassigen Traditionsvereins UHC Salzburg am 4. September das  Abenteuer 2. Liga.

 

In der nach einer Ligareform zweigeteilten HLA Challenge spielt der UHC Salzburg in der Gruppe Nord/West. Erster Gegner bei der Rückkehr aus Bayern und dem Comeback im österreichischen Spielbetrieb ist dabei gleich einer der Liga-Favoriten: das Future Team des Erstligisten HC Linz, das in der zweithöchsten Spielklasse zusammen mit einem weiteren Traditionsverein (Edelweiß Linz) eine Spielgemeinschaft bildet.

 

Handball-Kenner erinnern sich an viele historische Duelle zwischen dem UHC Salzburg (3 x Österr. Meister) und Edelweiß Linz (1 x Meister) in den Anfängen des Hallenhandballs. Diese Erinnerungen leben mit der HLA Challenge ebenso wieder auf wie jene Jahre, in denen die Salzburger als Gastteam an der Oberösterreichischen Meisterschaft teilnahmen. 

 

UHC-Coach Herbert Wagner, selbst lange Spieler und Trainer in Linz, bildet bei den Salzburgern zusammen mit Daniel Röse und Dushko Klandev ein erfahrenes Trainer-Trio. Seine Einschätzung vor dem ersten Heimspiel: „Linz hat mehrere Akteure, die schon in der ersten Liga gespielt haben oder aktuell gemeinsam mit dem Erstliga-Team trainieren – eine gute Mischung aus erfahrenen Routiniers und Talenten, die zum Teil den kompletten U20-Bewerb der letzten Saison gespielt haben. Ich schätze sie als eine der stärksten Mannschaften der Liga ein.“

 

Von seinem eigenen Team, das sich an das neue Leistungsniveau wohl erst schrittweise gewöhnen wird und die HLA Challenge als klarer Außenseiter in Angriff nimmt, erhofft sich Herbert Wagner vor allem eine Steigerung im Angriffsspiel: „Mit der Abwehr inklusive der Torhüter waren wir in den Testspielen schon phasenweise sehr zufrieden, das könnte ganz gut funktionieren. Aber wir machen noch zu viele Fehler im Angriffsspiel, durch die wir den Gegnern leichte Kontertore ermöglichen. Da müssen wir noch hart daran arbeiten.“ 

 

Zu den größten Herausforderungen für den UHC Salzburg in der HLA Challenge zählt neben den starken Kontrahenten die Rückkehr zum Handballspiel mit Harz bzw. Handballkleber, der in den bayerischen Ligen verboten war. „Das ist leider auch ein Grund, warum uns im Angriff noch so viele technische Fehler passieren. Der Vorteil, den die seit Jahren in österreichischen Ligen ans Harz gewöhnten Mannschaften haben, lässt sich halt nicht in drei Monaten wegtrainieren“, weiß Coach Wagner.  


HLA Challenge wir kommen - Comeback in der zweithöchsten österreichischen Handball-Liga!

 

Das Timing ist perfekt. 75 Jahre nach Gründung des Handballvereins UHC Salzburg im Jahr 1946 ermöglicht eine Ligareform das Comeback des zuletzt in Bayern aktiven Traditionsclubs in der zweithöchsten heimischen Handball-Liga. Der Österreichische Handballbund (ÖHB) richtet  in der Saison 2021/22 folgende Herren-Bewerbe aus: die HLA Meisterliga (1. Liga, vormals spusu Liga) und die HLA Challenge (zweigeteilte 2. Liga, vormals spusu Challenge). 

 

Die HLA Challenge wird in den zwei regionalen Gruppen Nord/West (9 Mannschaften) und Süd/Ost (10 Mannschaften) gespielt. Auf den jeweiligen Grunddurchgang folgt eine Play-off-Runde um den Aufstieg in die 1. Liga: mit zwei Teilnehmern der Gruppe Nord/West (in der auch vier Nachwuchsteams der Erstligisten spielen) bzw. vier Teilnehmern der Gruppe Süd/Ost. Die verbleibenden Teams kämpfen in ihren regionalen Abstiegsrunden um den Klassenerhalt, wobei es in der „Nord/West-Liga“ im Auftaktjahr des neuen Ligen-Systems noch keinen Absteiger geben wird.

 

Der UHC Salzburg trifft in der HLA Challenge Nord/West somit auf vier starke Future Teams der Erstligisten HC Hard (amtierender Meister), Schwaz Handball Tirol, Bregenz Handball und HC Linz sowie auf den SK Traun, die Spiders Wels (beide Oberösterreich), medalp Handball Tirol (Innsbruck) und HcB Lauterach (Vorarlberg). Die Heimspiele werden im Salzburger Sportzentrum Nord in Liefering ausgetragen.

 

Die Salzburger spielten in den letzten Jahren mit zwei Herren-Mannschaften im benachbarten Bayern und waren zuletzt bis in die dortige Bezirksoberliga aufgestiegen (das zweite Salzburger Herren-Team wird auch in der Saison 2021/22 in der Bayerischen Bezirksliga spielen; so wie auch mehrere Jugendteams und die Damen des SHC). 

 

Auf der Trainerbank des UHC Salzburg wird für die zweithöchste österreichische Spielklasse ein erfahrenes Trio Platz nehmen: Herbert Wagner, Daniel Röse und Dushko Klandev. Die Mannschaft setzt sich aus dem Bezirksoberliga-Stamm der letzten zwei „Corona“-Jahre in Bayern sowie aufstrebenden Nachwuchsspielern und einigen Neuzugängen zusammen. Wer in der neuen Liga die stärksten Akzente setzen kann, wird sich aber wohl erst nach einigen Wochen zeigen.

 

„Der etwas überraschend möglich gewordene Aufstieg ist für uns eine enorme Herausforderung: spielerisch, finanziell und auch organisatorisch. Aber wir wollen unseren vielen Nachwuchstalenten diese Chance nicht verwehren und wagen den Sprung ins kalte Wasser.“ (Thomas Manhart, Obmann des UHC Salzburg)