Samstag, 18. Dezember 2021 (BSZ Traun): HLA Challenge Nord/West:

 

SK Keplinger-Traun – UHC Salzburg  24:23 (12:10)

UHC-Kader (Tore): Aufhauser (8), Wagner (6), Scherbel (3), Musil, Harbas (je 2), Seelig, Pac (je 1), Kugler, Hesse, Dreher, Höpper; Tor: Hagler, Klettner.

 

Die starke Leistung blieb diesmal unbelohnt, doch die UHC-Handballer sind vor der langen Feiertagspause (bis 13. Februar) endgültig in der zweiten Liga angekommen. Das letzte Match des Kalenderjahres ging beim Tabellenzweiten SK Traun nur denkbar knapp mit 23:24 verloren – die erste Niederlage im dritten Spiel der Rückrunde. „Unsere beste Saisonleistung seit dem Aufstieg in die HLA Challenge. Heute hätten wir wirklich einen Punkt verdient“, schwankte UHC-Coach Daniel Röse nach der Partie zwischen Stolz und Enttäuschung: „Die Mannschaft hat kollektiv stark gespielt, besonders in der Defensive. Wenn man überhaupt jemanden herausheben will, dann Torhüter Max Hagler, der einen Toptag erwischt hat, und den defensiven Mittelblock mit Max Musil und Christian Wagner.“

 

Fakten und Kurioses zum Spiel: Der Trauner Toptorschütze Matt Lafleur, der die Scorer-Liste der Liga anführt, hält nun bei exakt 100 Treffern – vor dem zweitplatzierten UHC-Salzburg-Spieler Sebastian Aufhauser (82). Ungewöhnlich für ein Handballspiel war in Traun die geringe Zahl an Strafen: Während der UHC zwei gelbe Karten und vier Zweiminutenstrafen kassierte, gab es gegen die oberösterreichischen Gastgeber in den kompletten 60 Minuten weder eine Verwarnung noch eine Zeitstrafe.


Samstag, 11. Dezember 2021 (SZ Nord-Liefering): HLA Challenge Nord/West:

 

UHC Salzburg  – HcB Lauterach  25:25 (13:13)

UHC-Kader (Tore): Harbas (8), Aufhauser (5), Kugler, Scherbel (je 3), Hesse, Wagner (je 2), Musil, Pac (je 1), Dreher, Höpper; Tor: Hagler, Sharifi, Klettner.

 

Die Richtung stimmt: Mit einem hart erkämpften 25:25-Remis im Heimspiel gegen den HcB Lauterach blieben die Zweitliga-Handballer des UHC auch in ihrem zweiten Rückrunden-Spiel ungeschlagen. Angeführt vom in Topform agierenden Rückraum-Shooter Jasmin Harbas, der einen Tag nach seinem 29. Geburtstag mit acht wunderschönen Treffern zum Topscorer avancierte, stemmte sich ein geschlossen starkes UHC-Kollektiv gegen die im Hinspiel noch deutlich überlegenen Vorarlberger (in Lauterach hatte es an einem rabenschwarzen Tag der Salzburg noch eine 19:37-Schlappe gesetzt). Und der Kampfgeist wurde belohnt. Obwohl der UHC noch eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen vernebelte, blieb es über 60 Minuten lang ein heißer Handball-Krimi. Kein Team konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Einmal führten die Salzburger Gastgeber mit 17:15 (36.), kurz vor Schluss wähnten sich dann wieder die Lauteracher als Sieger (22:24 aus Salzburger Sicht nach 55 Minuten) – doch Patrick Scherbel und Oliver Hesse trafen für den UHC zum 24:24 (58.). Noch einmal legte Lauterach vor, doch letztlich konnte Sebastian Aufhauser mit einem Siebenmeter wenige Sekunden vor Spielende den gerechten 25:25-Endstand erzielen. Auch Goalie Max Hagler hatte neben den bereits Genannten mit seinen Paraden einen großen Anteil daran, dass es bis zum Schlusspfiff spannend blieb und letztlich der ersehnte Punktgewinn erzielt werden konnte.

 

Fazit: Am Tabellenstand mag sich aktuell noch nicht viel ändern, aber die Leistungskurve des UHC in der HLA Challenge zeigt nach einer punktelosen Hinrunde steil nach oben. Der Rest der Rückrunde und das anschließende Play-off versprechen noch viele weitere Handballkrimis mit Salzburger Beteiligung.


Samstag, 20. November 2021 (Linz-Kleinmünchen): HLA Challenge Nord/West:

 

SG HC Linz AG/Edelweiß FT – UHC Salzburg  20:24 (8:10)

UHC-Kader (Tore): Aufhauser (5), Scherbel, Richter (je 4), Hesse, Wagner, Harbas, Pac (je 2), Kugler, Schneider, Höpper (je 1), Musil, Uzunov; Tor: Sharifi, Hagler.

 

Es hat sich in den letzten Wochen schon abgezeichnet, nun ist der erste Sieg des UHC Salzburg in der HLA Challenge in trockenen Tüchern. Mit einer neuerlich starken Defensivleistung legte der Zweitliga-Neuling zum Auftakt der Rückrunde in Linz den Grundstein für einen hochverdienten 24:20-Auswärtserfolg – und das trotz einer verrückten zweiten Halbzeit mit 5:0-Läufen beider Teams und einer roten Karte gegen UHC-Topscorer Sebastian Aufhauser. Doch die Salzburger Handballer behielten die Nerven und spielten nach bereits sieben Toren Vorsprung den Sieg sicher nach Hause.

 

Zum Spielverlauf: Nach einem guten Beginn gewann der UHC bereits vor dem Seitenwechsel leicht die Oberhand und ging mit einer 10:8-Führung in die Halbzeitpause. Danach folgte ein 5:0-Traumstart in die zweite Hälfte und der UHC schien mit einer 15:8-Führung bereits auf die Siegerstraße einzubiegen, doch die Oberösterreicher schlugen nach einer Auszeit ebenso kompromisslos zurück: mit ihrerseits fünf Treffern in Folge verkürzten die Linzer auf 13:15 (42. Minute). Im Gegensatz zu früheren Spielen hielten die Salzburger aber diesmal dem nervlichen Druck stand, zogen wieder auf 18:13 davon und ließen sich auch von einer zweifelhaften (direkten) roten Karte gegen UHC-Topscorer Sebastian Aufhauser nicht aus dem Konzept bringen. Linz kam nie mehr näher als auf vier Tore heran – auch dank etlicher Paraden von Salzburgs Goalie Hamidreza Sharifi, der in der Schluss-Viertelstunde zu großer Form auflief – und der UHC durfte nach einer verrückten zweiten Halbzeit den ersten Sieg in der HLA Challenge bejubeln.

 

Fazit von UHC-Trainer Daniel Röse nach dem Erfolg über den immerhin Tabellendritten: „Wir haben es uns wieder durch eine Menge Fehlwürfe unnötig schwer gemacht, aber die Abwehr stand – vor allem in der ersten Halbzeit – grundsolide und war auch nach der Pause in Ordnung. In Summe war es eine tolle Teamleistung mit einem sehr starken Auftritt von Rückraumspieler Patrick Scherbel.“ 



Samstag, 13. November 2021 (Bregenz): HLA Challenge Nord/West:

 

Bregenz Handball FT – UHC Salzburg  38:26 (19:11)

UHC-Kader (Tore): Aufhauser (13), Wagner (6), Höpper (3), Harbas (2), Pac, Uzunov (je 1), Hesse, Richter; Tor: Klettner, Sharifi.

 

Halbzeit im Grunddurchgang der HLA Challenge und der UHC Salzburg muss weiter auf den ersten Punktgewinn warten. „Heute war es nicht eine einzelne, extreme Schwächephase, aber wir haben durchgängig zu viele Fehler gemacht. Wenn jedem Spieler drei, vier größere Fehler unterlaufen,  dann ist das in Summe eben schon zu viel“, analysierte Trainer Herbert Wagner die 26:38-Auswärtsniederlage beim Bregenz Handball Future Team. Ein kleiner individueller Lichtblick: Das Duell der Torjäger entschied Salzburgs Sebastian Aufhauser (13 Treffer) knapp gegen den Bregenzer Lars Springhetti (12) für sich. In der Liga-Torschützenliste teilen sich beide Spieler nun mit je 64 Toren den zweiten Platz hinter Matt Lafleur (74 Tore) vom SK Keplinger-Traun. 


Samstag, 30. Oktober 2021 (SZ Nord-Liefering): HLA Challenge Nord/West:

 

UHC Salzburg  – Alpla HC Hard FT  22:25 (9:11)

UHC-Kader (Tore): Aufhauser (14), Milinovic (3), Kohlbauer (2), Harbas, Pac (je 1), Kugler, Hesse, Wagner, Scherbel, Musil; Tor: Hagler (1), Sharifi.

 

Schade, in diesem Match war mehr drin. Der UHC Salzburg bot dem Future Team des Alpla HC Hard im Sportzentrum Nord eine Abwehrschlacht und  blieb mit guter Defensivarbeit lange auf Augenhöhe. Theoretisch war also alles für den ersten Salzburger Sieg in der HLA Challenge angerichtet, doch in der Praxis scheiterte der UHC wieder einmal an der viel zu geringen Torausbeute. Da half es nichts, dass Topscorer Sebastian Aufhauser gleich 14-mal traf und selbst UHC-Goalie Max Hagler einen Treffer beisteuerte.

 

Nach ausgeglichener erster Halbzeit und frühem Rückstand nach der Pause (10:14) kämpften sich die Gastgeber zwar immer wieder bis auf ein Tor heran (13:14, 14:15, 15:16, 17:18), doch der Ausgleich wollte trotz Chancen im Minutentakt partout nicht gelingen. Stattdessen machten die Vorarlberger Gäste mit einem Vier-Tore-Lauf von 17:18 auf 17:22 in der 53. Minute den Sack mehr oder weniger zu und konnten den Sieg trotz einer Salzburger Schluss-Offensive sicher nach Hause spielen.

 

Fazit nach dem torärmsten Spiel der Runde: Mit der Einstellung und Aggressivität in der Abwehr ist der UHC auf einem guten Weg, aber man muss die vielen defensiv gewonnenen Bälle dann auch vorne im Tor unterbringen, um Spiele zu gewinnen. Die Kreativität im Angriff und die Torausbeute bleiben die großen Schwachstellen, an denen das Trainerteam des Salzburger Zweitliga-Neulings noch weiter intensiv arbeiten muss. 


Samstag, 23. Oktober 2021 (Schwaz): HLA Challenge Nord/West:

 

Sp. Schwaz Handball Tirol FT – UHC Salzburg  28:21 (14:12)
UHC-Kader (Tore): Aufhauser (9), Wagner (4), Musil, Kohlbauer (je 2), Kugler, Hesse, Scherbel, Harbas (alle 1), Nguyen Hoang, Alic, Pac; Tor: Hagler, Sharifi.

 

Den Schwung vom Cupsieg vor einer Woche wollte man mitnehmen und das gelang den Handballern des UHC Salzburg in Schwaz auch über weite Strecken der ersten Halbzeit. Da wurde nach Gegentoren oder Ballverlusten der Gastgeber mit hohem Tempo umgeschaltet und vor allem von den UHC-Topscorern Sebastian Aufhauser und Christian Wagner der schnelle Torabschluss gesucht – häufig mit Erfolg. Mit mutigem und beherztem Handball wurde den Tirolern ein offener Schlagabtausch geboten. Das war gut anzusehen und selbst wenn einige Male die falschen Entscheidungen getroffen oder unsaubere Pässe gespielt wurden, agierten die Salzburger auf Augenhöhe mit dem individuell starken Gegner. Einen 5:8-Rückstand verwandelte der UHC so in eine 10:9-Führung, ehe es mit einem „machbaren“ 12:14-Rückstand in die Halbzeitpause ging.

 

Die Fortsetzung nach dem Seitenwechsel gelang dann nicht nach Wunsch. Die fast durchgängige Manndeckung von Sebastian Aufhauser bremste das zuvor so druckvolle Spiel des UHC ebenso wie manch personelle Umstellung auf Seiten der Salzburger. Schwaz nutze beim Stand von 14:13 die erste längere Schwächephase der Gäste zu einer 17:13- und 23:16-Führung (49.) und war enteilt. Der Tiroler Sieg fiel ob des phasenweise sehr ambitionierten Salzburger Auftritts mit 28:21 letztlich eine Spur zu hoch aus. Fazit: Auch wenn es in der so schwierigen Premierensaison noch nicht zu Punkten reichte, macht der UHC in der HLA Challenge zunehmend eine bessere Figur.  


Samstag, 9. Oktober 2021 (Wels): HLA Challenge Nord/West:

 

Spiders Wels – UHC Salzburg  30:18 (15:10)
UHC-Kader (Tore): Aufhauser (6), Wagner, Pac (je 4), Musil, Harbas, Nguyen Hoang, Alic (alle 1), Hesse, Uzunov, Schneider, Scherbel, Richter; Tor: Sharifi, Klettner.

 

Der Weg in Richtung Zweitliga-Niveau bleibt mühsam und beschwerlich. Nach einer 18:30-Niederlage beim Kellerduell in Wels müssen die UHC-Handballer weiter auf ihren ersten Sieg in der HLA Challenge warten. Coach Herbert Wagner ärgerte sich einmal mehr über „Angsthasen-Handball“ und die Harmlosigkeit im Angriff. Neben Routinier Stefan Pac war der Trainer lediglich mit den drei jüngsten Spielern Christian Wagner, Markus Nguyen Hoang (beide 17) und Rasid Beco Alic (16) zufrieden.


Samstag, 2. Oktober 2021 (SZ Nord-Liefering): HLA Challenge Nord/West:

 

UHC Salzburg  – medalp Handball Tirol  11:34 (5:16)

UHC-Kader (Tore): Aufhauser (4), Wagner (3), Kugler (2), Hesse, Musil (je 1), Nguyen Hoang, Schmied, Orkic, Richter; Tor: Sharifi, Hagler, Klettner.

 

So lange wie möglich mithalten und den Tabellenführer zumindest ärgern – dieser Plan der UHC-Handballer im ungleichen Duell zwischen dem Salzburger Liga-Schlusslicht und dem Innsbrucker Spitzenreiter ging mächtig daneben. Der im Angriff völlig harmlose UHC, dem im Schnitt nur alle fünfeinhalb Minuten ein Tor gelang, lag gegen den Favoriten bereits zur Pause hoffnungslos mit 5:16 zurück und fand auch nach dem Seitenwechsel nie ins Spiel. Da sah Coach Herbert Wagner im wahrsten Sinne des Wortes rot und wurde kurz vor Spielende auch noch wegen Schiedsrichter-Kritik ausgeschlossen.

 

Fazit: Die Fans der Salzburger müssen sich wohl mit den zwei extrem unterschiedlichen Gesichtern des UHC in der 2. Liga abfinden. Neben zwei starken, aber dennoch knapp verlorenen Partien gegen Linz und Traun stehen nach vier Spielen auch zwei Katastrophen-Matches in Lauterach und gegen medalp Handball Tirol zu Buche. Ein erster Salzburger Sieg in der HLA Challenge scheint aktuell in weiter Ferne…


Sonntag, 26. September 2021 (SZ Nord-Liefering): HLA Challenge Nord/West:

 

UHC Salzburg  – SK Keplinger-Traun  24:26 (14:12)
UHC-Kader (Tore): Aufhauser (8), Scherbel (5), Wagner (4), Sperl (3), Harbas (2), Hesse, Kopp (je 1), Nguyen Hoang, Schmied, Musil, Orkic, Richter; Tor: Sharifi, Klettner.

 

Nach der 19:37-Auswärtsschlappe in Lauterach haben sich die UHC-Handballer in ihrem zweiten Heimspiel der HLA Challenge rehabilitiert – zu einem Sieg reichte es aber trotz der starken Leistung wieder nicht. Wie schon gegen Linz verloren die Salzburger nun auch gegen Traun nach einer Zweitore-Halbzeitführung mit 24:26. Fazit: Auf dem Leistungsniveau der zweiten Liga angekommen ist der UHC mittlerweile – nun gilt es, in den nächsten Partien auch erste zählbare Erfolge zu feiern.

 

Gegen Traun ließen die Salzburger Handballer auf eine starke Schlussphase in Hälfte eins (von 9:11 zur 14:12-Pausenführung) einen schwachen Start in die zweite Hälfte folgen (von 14:12 auf 16:19). Vor allem den 13-fachen Trauner Torschützen Matt Lafleur bekam der UHC dabei nie in den Griff. Der führende der Liga-Torschützenliste erzielte in seinen ersten drei Spielen bereits 35 Treffer. Trotzdem hielten die Salzburger das Match lange offen, blieben bis zum 21:22 (48.) und 22:24 (57.) in Schlagdistanz, für den ersten Punktgewinn mangelte es den Gastgebern aber noch an Kaltschnäuzigkeit bzw. Nervenstärke in den entscheidenden Spielphasen. Die „big points“ wollten nicht gelingen, so wurden allein in der hektischen Schlussphase einige „hundertprozentige“ Chancen auf den Anschlusstreffer ausgelassen.

 

UHC-Lichtblicke trotz der Niederlage: Rückraum-Spieler Patrick Scherbel, dessen starker Zug zum Tor in vielen Fällen von Erfolg gekrönt war (oder zumindest einen Siebenmeterpfiff einbrachte), die immer flüssigeren Abläufe im Angriffsspiel sowie die geringe Zahl an technischen Fehlern. Im Gegensatz zur Partie vor einer Woche war der Gegner diesmal kaum aus Kontern erfolgreich, sondern musste sich den Sieg hart erarbeiten. Vom bereits erwähnten Ausnahmewerfer der Oberösterreicher einmal abgesehen, durften die Salzburger Trainer außerdem auch mit der Defensivarbeit zufrieden sein: flott auf den Beinen und im richtigen Maße aggressiv.


Samstag, 18. September 2021 (Lauterach): HLA Challenge Nord/West:

 

HcB Lauterach – UHC Salzburg  37:19 (15:5)
UHC-Kader (Tore): Wagner (7), Aufhauser (4), Schneider, Harbas, Seelig (alle 2), Hesse, Kopp (je 1), Sperl, Richter; Tor: Sharifi, Klettner.

 

Nach der starken Leistung im Auftaktspiel gegen Linz mussten die UHC-Handballer bei ihrem ersten Auswärtsmatch in der zweiten Liga ordentlich Lehrgeld zahlen. Die Gastgeber des HcB Lauterach überrollten die Salzburger bereits vor der Pause mit einer 15:5-Führung, wobei der UHC von der 8. bis zur 23. Minute eine Viertelstunde lang kein einziges Tor erzielte (von 2:3 auf 2:11).

 

„Das war leider Angsthasen-Handball wie in unseren schlechtesten Spielen während der Saisonvorbereitung. Vor lauter Angst, keine Fehler zu machen, hat im Angriff auch kein Spieler Verantwortung übernommen. So kann man aber kein Handballspiel gewinnen und macht erst recht einen Fehler nach dem anderen“, ärgerte sich UHC-Trainer Herbert Wagner über den Rückschritt gegenüber dem Auftaktspiel. Nach der Pause gelang dem UHC zwar etwas mehr, doch die 19:37-Schlappe in Vorarlberg war letztlich auch in dieser Höhe verdient.


Samstag, 4. September 2021 (SZ Nord-Liefering): HLA Challenge Nord/West:

 

UHC Salzburg  – SG HC Linz AG/Edelweiß FT  24:26 (15:13)
UHC-Kader (Tore): Aufhauser (6), Hesse, Seelig, Richter (alle 4), Wagner, Sperl (je 2), Lohmaier, Kopp (je 1), Musil, Scherbel, Pac (alle 0); Tor: Sharifi, Klettner, Hagler.

 

Der Traumstart ist es ganz knapp nicht geworden, doch zumindest ein überraschend starkes Salzburger Zweitliga-Comeback, ein Handball-Krimi wie in alten Zeiten und begeisterte Zuschauer im Sportzentrum Nord-Liefering. Der seit mehr als zwei Jahrzehnten erstmals wieder in Österreichs zweithöchster Spielklasse vertretene UHC Salzburg brachte das hoch favorisierte Future Team des Erstligisten HC Linz am Samstag an den Rand einer Niederlage, führte nach starker erster Halbzeit sogar mit 15:13 und 18:15 bzw. nach dem Seitenwechsel noch bis zur 40. Minute (20:19), doch dann wechselte das Momentum. Die Oberösterreicher konnten sich ihrerseits einen Drei-Tore-Vorsprung erspielen und brachten letztlich einen 26:24-Sieg ins Ziel. Fazit: Ein unglücklich verlorenes Match auf Augenhöhe, das leicht auch mit einem Salzburger Sieg hätte enden können.

 

Besonders erfreulich: Nach eher mäßigen Leistungen in der Vorbereitung riefen die UHC-Akteure – lautstark angefeuert von rund 100 Zuschauern – auf den Punkt genau ihre beste Leistung der letzten zwei Monate ab. „Das war gegenüber dem letzten Testspiel eine Steigerung um zwei Klassen“, freute sich auch Trainer Herbert Wagner, dass die intensive Arbeit im Training langsam Früchte trägt. Die Abwehr rund um den glänzend parierenden Goalie Hamidreza Sharifi stand großteils solide. Auch im Angriff erspielte sich der UHC gute Chancen, mehrmals mit erfolgreichem Kreisanspiel auf Hendrik Richter, aber auch mit schönen Spielzügen über den beweglichen Oli Hesse und den zwischenzeitlich von den Gästen manngedeckten Sebastian Aufhauser (spielte sehr mannschaftsdienlich und erzielte fünf seiner sechs Tore aus Siebenmetern). Auch Flügelflitzer Max Seelig verwertete die Mehrzahl seiner Chancen eiskalt.

 

Warum es am Ende nicht ganz gereicht hat? Weil es letztlich doch ein paar Fehler zu viel auf Seiten des UHC waren und weil die Salzburger bisweilen etwas übermotiviert, um nicht zu sagen ungeschickt bis undiszipliniert, in ihr erstes Zweitliga-Spiel seit Jahrzehnten gingen. Am Ende standen neun Zweiminuten-Strafen gegen den UHC Salzburg (inkl. Rot gegen Aufhauser) lediglich einer einzigen Zeitstrafe gegen die Linzer gegenüber: 18 Minuten in Unterzahl, mit denen sich der UHC das Leben selbst schwer machte.


Comeback in der 2. Liga: UHC Salzburg startet mit Kracher gegen das Linzer Future Team 

 

Nach intensiven Trainingswochen im Anschluss an die mehrmonatige Corona-Pause beginnt für die Handballer des zwei Jahrzehnte lang unterklassigen Traditionsvereins UHC Salzburg am 4. September das  Abenteuer 2. Liga.

 

In der nach einer Ligareform zweigeteilten HLA Challenge spielt der UHC Salzburg in der Gruppe Nord/West. Erster Gegner bei der Rückkehr aus Bayern und dem Comeback im österreichischen Spielbetrieb ist dabei gleich einer der Liga-Favoriten: das Future Team des Erstligisten HC Linz, das in der zweithöchsten Spielklasse zusammen mit einem weiteren Traditionsverein (Edelweiß Linz) eine Spielgemeinschaft bildet.

 

Handball-Kenner erinnern sich an viele historische Duelle zwischen dem UHC Salzburg (3 x Österr. Meister) und Edelweiß Linz (1 x Meister) in den Anfängen des Hallenhandballs. Diese Erinnerungen leben mit der HLA Challenge ebenso wieder auf wie jene Jahre, in denen die Salzburger als Gastteam an der Oberösterreichischen Meisterschaft teilnahmen. 

 

UHC-Coach Herbert Wagner, selbst lange Spieler und Trainer in Linz, bildet bei den Salzburgern zusammen mit Daniel Röse und Dushko Klandev ein erfahrenes Trainer-Trio. Seine Einschätzung vor dem ersten Heimspiel: „Linz hat mehrere Akteure, die schon in der ersten Liga gespielt haben oder aktuell gemeinsam mit dem Erstliga-Team trainieren – eine gute Mischung aus erfahrenen Routiniers und Talenten, die zum Teil den kompletten U20-Bewerb der letzten Saison gespielt haben. Ich schätze sie als eine der stärksten Mannschaften der Liga ein.“

 

Von seinem eigenen Team, das sich an das neue Leistungsniveau wohl erst schrittweise gewöhnen wird und die HLA Challenge als klarer Außenseiter in Angriff nimmt, erhofft sich Herbert Wagner vor allem eine Steigerung im Angriffsspiel: „Mit der Abwehr inklusive der Torhüter waren wir in den Testspielen schon phasenweise sehr zufrieden, das könnte ganz gut funktionieren. Aber wir machen noch zu viele Fehler im Angriffsspiel, durch die wir den Gegnern leichte Kontertore ermöglichen. Da müssen wir noch hart daran arbeiten.“ 

 

Zu den größten Herausforderungen für den UHC Salzburg in der HLA Challenge zählt neben den starken Kontrahenten die Rückkehr zum Handballspiel mit Harz bzw. Handballkleber, der in den bayerischen Ligen verboten war. „Das ist leider auch ein Grund, warum uns im Angriff noch so viele technische Fehler passieren. Der Vorteil, den die seit Jahren in österreichischen Ligen ans Harz gewöhnten Mannschaften haben, lässt sich halt nicht in drei Monaten wegtrainieren“, weiß Coach Wagner.  


HLA Challenge wir kommen - Comeback in der zweithöchsten österreichischen Handball-Liga!

 

Das Timing ist perfekt. 75 Jahre nach Gründung des Handballvereins UHC Salzburg im Jahr 1946 ermöglicht eine Ligareform das Comeback des zuletzt in Bayern aktiven Traditionsclubs in der zweithöchsten heimischen Handball-Liga. Der Österreichische Handballbund (ÖHB) richtet  in der Saison 2021/22 folgende Herren-Bewerbe aus: die HLA Meisterliga (1. Liga, vormals spusu Liga) und die HLA Challenge (zweigeteilte 2. Liga, vormals spusu Challenge). 

 

Die HLA Challenge wird in den zwei regionalen Gruppen Nord/West (9 Mannschaften) und Süd/Ost (10 Mannschaften) gespielt. Auf den jeweiligen Grunddurchgang folgt eine Play-off-Runde um den Aufstieg in die 1. Liga: mit zwei Teilnehmern der Gruppe Nord/West (in der auch vier Nachwuchsteams der Erstligisten spielen) bzw. vier Teilnehmern der Gruppe Süd/Ost. Die verbleibenden Teams kämpfen in ihren regionalen Abstiegsrunden um den Klassenerhalt, wobei es in der „Nord/West-Liga“ im Auftaktjahr des neuen Ligen-Systems noch keinen Absteiger geben wird.

 

Der UHC Salzburg trifft in der HLA Challenge Nord/West somit auf vier starke Future Teams der Erstligisten HC Hard (amtierender Meister), Schwaz Handball Tirol, Bregenz Handball und HC Linz sowie auf den SK Traun, die Spiders Wels (beide Oberösterreich), medalp Handball Tirol (Innsbruck) und HcB Lauterach (Vorarlberg). Die Heimspiele werden im Salzburger Sportzentrum Nord in Liefering ausgetragen.

 

Die Salzburger spielten in den letzten Jahren mit zwei Herren-Mannschaften im benachbarten Bayern und waren zuletzt bis in die dortige Bezirksoberliga aufgestiegen (das zweite Salzburger Herren-Team wird auch in der Saison 2021/22 in der Bayerischen Bezirksliga spielen; so wie auch mehrere Jugendteams und die Damen des SHC). 

 

Auf der Trainerbank des UHC Salzburg wird für die zweithöchste österreichische Spielklasse ein erfahrenes Trio Platz nehmen: Herbert Wagner, Daniel Röse und Dushko Klandev. Die Mannschaft setzt sich aus dem Bezirksoberliga-Stamm der letzten zwei „Corona“-Jahre in Bayern sowie aufstrebenden Nachwuchsspielern und einigen Neuzugängen zusammen. Wer in der neuen Liga die stärksten Akzente setzen kann, wird sich aber wohl erst nach einigen Wochen zeigen.

 

„Der etwas überraschend möglich gewordene Aufstieg ist für uns eine enorme Herausforderung: spielerisch, finanziell und auch organisatorisch. Aber wir wollen unseren vielen Nachwuchstalenten diese Chance nicht verwehren und wagen den Sprung ins kalte Wasser.“ (Thomas Manhart, Obmann des UHC Salzburg)